Orthopantomographie

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Orthopantomogramm
Ein OPT-Gerät in Startposition
Ein OPT-Gerät bei der American Navy

Ein Orthopantomogramm (OPT oder umgangssprachlich OPG, seltener OPTG), auch Panoramaschichtaufnahme (PSA) genannt, ist ein ursprünglich von der Firma Palomex, Finnland eingeführtes und vom Hersteller so genanntes Verfahren einer dentalen Röntgenaufnahme. Sie ist heute ein Standardverfahren der dentalen Radiographie und erlaubt eine diagnostisch aussagekräftige Röntgen-Aufnahme der Ober- und Unterkiefer des Menschen. Es werden alle Zähne, die angrenzenden Kieferbereiche, beide Kiefergelenke und ebenso die rechte und die linke Kieferhöhle abgebildet. Das OPT erfasst auch den seitlichen Halsbereich, so dass auch Arterienverkalkungen der großen Halsschlagadern sichtbar sind. Der mittlere Bereich der Aufnahme wird durch eine verfahrenstechnisch bedingte Projektion der Halswirbelsäule teilweise verschattet (undeutlich).

Das OPT-Gerät[Bearbeiten]

Das Aufnahmegerät, Orthopantomograph oder OPT-Gerät genannt, benutzt die in der Medizin weit verbreitete Röntgen-Technologie der Röntgentomographie: Dabei fährt die Aufnahmeeinheit mit einer Filmkassette oder einer digitalen Zeilenkamera während der Aufnahme von links hinten kommend um das Gesicht des Patienten herum und beschreibt auf diese Weise etwas mehr als einen Halbkreis. Dazu synchron umfährt die Röntgenröhre den Kopf von rechts nach links um den Hinterkopf herum. Die Röntgenröhre ist so gebaut, dass sie ein keilförmiges, senkrechtes Strahlenbündel aussendet, welches sich von etwa 0,25 mm auf ca. 3 mm erweitert. Dieses Strahlenbündel durchleuchtet die Kieferabschnitte und passiert schließlich einen senkrechten Spalt in einem der Filmkassette vorgelagerten Abschirmblech aus Blei. Dahinter befindet sich die feststehende Zeilenkamera bzw. bewegt sich die Kassette in ihrer Fahrtrichtung etwas langsamer als die restliche Apparatur, wodurch auf dem Film das Bild senkrechter Streifen für senkrechter Streifen aufgezeichnet wird. Am Ende der Fahrt ist die Kassette schließlich um ihre eigene Länge hinter dem Träger zurückgeblieben, wodurch ihre gesamte Länge durch den Spalt belichtet wurde. Die einzelnen Zeilen der Zeilenkamera werden alternativ zu einem digitalen OPT zusammengesetzt. Es handelt sich also um eine Tomographie, bei der keine ebene, sondern eine gekrümmte, etwa halbellipsenförmige Fläche auf die Filmebene projiziert wird.

Strahlenbelastung[Bearbeiten]

Die Strahlenbelastung bei der Aufnahme ist relativ gering und entspricht in etwa der, welcher man infolge der Höhenstrahlung auch im Verlauf eines vierstündigen Fluges ausgesetzt ist.

Weblinks[Bearbeiten]