Otto-Wilhelm Wandesleben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Otto-Wilhelm Wandesleben (* 16. Dezember 1912 in Essen; † unbekannt) war ein deutscher Polizeibeamter und SS- Obersturmbannführer.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wandesleben trat nach einem abgebrochenen Universitätsstudium in den Dienst der Kriminalpolizei. In den 1930er Jahren wurde er in die Geheime Staatspolizei übernommen, wo er sich allmählich bis in höhere Positionen hocharbeitete.

Im Dezember 1942 übernahm Wandesleben die Leitung des Referates IV B 3 (Sonstige Kirchen, Freimaurerei) in der Abteilung IV B (Weltanschauliche Gegner) der Amtsgruppe IV (Gestapo) im Reichssicherheitshauptamt. Er war damit neben Adolf Eichmann (Judenangelegenheiten, Räumungsangelegenheiten) und Erich Roth (Politischer Katholizismus sowie Politischer Protestantismus, Sekten) einer von drei Referenten dieser Amtsgruppe. In seinen Amtsbereich fiel die administrative Oberaufsicht des Vorgehens des NS-Sicherheitsapparates gegen die Freimaurer sowie gegen Teile des kirchlichen Widerstandes.
In der SS (SS-Nr. 290.022) brachte Wandesleben es bis zum Obersturmbannführer.

Im Februar 1944 wurde Wandesleben als Kulturreferent zum SD-Leitabschnitt Stettin versetzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Neuberger: Freimaurerei und Nationalsozialismus. Die Verfolgung der deutschen Freimaurerei durch völkische Bewegung und Nationalsozialismus 1918–1945. Bauhütten-Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-87050-152-9 (zugl. Dissertation, Universität München 1977)
  1. Der völkische Propagandakampf und die deutsche Freimaurerei bis 1933. 1980.
  2. Das Ende der deutschen Freimaurerei. 1980.
  • Helmut Neuberger: Winkelmaß und Hakenkreuz. Die Freimaurer und das Dritte Reich. Herbig, München 2001, ISBN 3-7766-2222-9.
  • Michael Wildt: Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes. Hamburger Editionen, Hamburg 2002, ISBN 3-930908-75-1.