Otto Flöl

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Friedrich Adolf Otto Flöl (* 24. April 1887 in Weimar[1]; † 1959 in Bad Segeberg[2]) war ein deutscher Politiker (DP, später CDU).

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flöl studierte Rechtswissenschaften und war Mitglied der Corps Saxonia Jena (1906), Saxonia Halle (1929) und Saxonia Frankfurt am Main.[3] Er wurde Richter und Präsident eines Landgerichts. In der Weimarer Republik vertrat er als Staatsanwalt im Jahre 1925 eine Anklage gegen Kurt Frieders. Von 1928 bis 1933 war er Staatsanwalt in Greiz, 1940 Oberstaatsanwalt des Sondergerichts Thüringen.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flöl trat am 1. März 1928 in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei ein und war Träger des Blutordens.[5] Zuvor war er Mitglied in der DNVP. Er Mitglied des Nationalsozialistischen Rechtswahrerbundes, der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt, des Deutschen Luftsportverbandes, des NS-Luftschutzbundes sowie SA-Sturmführer. Er war Träger des goldenen Parteiabzeichens der NSDAP und Träger des „Sibernen Thüringer Adler der Ältesten Tausend“.

Flöl saß von 1950 bis 1954 im Schleswig-Holsteinischen Landtag. Ursprünglich für die Deutsche Partei gewählt, verließ er diese am 23. April 1952. Er trat am 1. Februar 1953 in die CDU ein und vertrat den Landtagswahlkreis Segeberg-Nord im Parlament. Vom 22. April 1952 bis zum Ende der Legislaturperiode war er Vorsitzender des Justizausschusses des Landtages. Der Landtag wählte ihn zum Mitglied der 2. Bundesversammlung, die am 17. Juli 1954 Theodor Heuss als Bundespräsident wiederwählte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christina Schubert: Die Abgeordneten des Schleswig-Holsteinschen Landtags nach 1945. In: In: Sönke Zankel (Hrsg.): Skandale in Schleswig-Holstein. Beiträge zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Schmidt & Klaunig, Kiel 2012 ISBN 978-3-88312-419-3, S. 87–89

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Flöl im Landtagsinformationssystem Schleswig-Holstein

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geburtsregister StA Weimar, Nr. 208/1887
  2. Sterberegister StA Bad Segeberg, Nr. 149/1959
  3. Kösener Corpslisten 1960, 71/576; 56/420; 29/39.
  4. Bundesarchiv Berlin. BDC PK / Flöl, Otto.
  5. Klaus-Detlev Godau-Schüttke: Die Heyde/Sawade-Affäre. Wie Juristen und Mediziner den NS-Euthansieprofessor Heyde nach 1945 deckten und straflos blieben. 2. Auflage, Nomos, Baden-Baden 2001, ISBN 3-7890-7269-9, S. 131; Ex-Nazis in Land-Cabinet. (Memento des Originals vom 5. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ajr.org.uk (englisch, PDF-Datei, 2,8 MB) In: ARJ-Information 10/1950, S. 2