Outamba-Kilimi-Nationalpark

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Outamba-Kilimi Nationalpark

IUCN-Kategorie II − National Park

Entrance to outamba-kilimi park.jpg

f2

Lage Northern Province, Sierra Leone
Fläche 1109 km²dep1
Geographische Lage 9° 46′ N, 12° 2′ W9.7719444444444-12.026111111111Koordinaten: 9° 46′ 19″ N, 12° 1′ 34″ W
Markierung
Karte von Sierra Leone
Einrichtungsdatum 1986
Verwaltung Conservation Society of Sierra Leone
Zwei Zwergflusspferde

Der Outamba-Kilimi Nationalpark liegt im Nordwesten Sierra Leones nahe der Grenze nach Guinea. Als einer von nur zwei Nationalparks im Lande, zählt er zu den touristischen Höhepunkten einer Reise nach Sierra Leone. 1986 gegründet zeichnet sich die Landschaft durch Feuchtsavanne und Primärwaldregionen mit einigen Hügeln (unter anderem Outamba) und zahlreichen Flüssen (unter anderem Kilimi) aus.

Der Park[Bearbeiten]

Einführung[Bearbeiten]

Der Park ist in die beiden Gebiete Outamba (741 km²) und Kilimi (368 km²) untergliedert, die einige Kilometer voneinander getrennt liegen. Der normale Reisende wird sich vor allem im Outamba-Gebiet aufhalten.

Anreise[Bearbeiten]

Den Park erreicht man mit einem Geländefahrzeug (unbedingt notwendig) über Makeni und Kamakwie. Ein Engpass ist die kurze Fährverbindung über den Little Scarcies River. Auf der anderen Seite sieht man ein Schild, das (rechts) zum Nationalpark führt. Hier befindet sich das Camp und das Visitors Center.

Unterkünfte und Einrichtungen[Bearbeiten]

Im Nationalpark kann man in einigen fest installierten Zelten mit gemeinschaftlichen Sanitäreinrichtungen übernachten. Essen muss selber mitgebracht werden. Von hier kann man an organisierten Kanu-Touren sowie Wanderungen durch tropischen Regenwald und Feuchtsavanne teilnehmen.

Außerhalb des Parks gibt es ca. 15 Kilometer entfernt, in Kamakwie, unter anderem Pascale's Guesthouse mit Zimmern mit eigenem Bad sowie das Sella Guesthouse.

Im Nationalpark gibt es markierte Wanderwege und es können geführte Kanu- und Wandertouren unternommen werden. Es gibt keine Elektrizität oder Trinkwasser.

Fauna und Flora[Bearbeiten]

Während des 10-jährigen Bürgerkrieges wurden zahlreiche Tiere im Nationalpark von den Rebellen als Nahrung getötet. Hierzu zählen auch viele durch internationale Abkommen geschützte Arten. In den letzten fünf Jahren hat sich der Bestand der meisten Tierarten jedoch sehr positiv entwickelt.

Im Nationalpark gibt es unter anderem neun Affenarten, davon sind der Schimpanse, der Rote und Schwarz-Weiße Stummelaffe sowie die Rußmangabe als bedroht eingestuft.

Outamba-Kilimi ist eines der letzten Rückzugsgebiete großer Tierarten in Westafrika. Hier (und in wenigen weiteren Regionen in Sierra Leone, Liberia und der Elfenbeinküste) leben die seltenen Zwergflusspferde sowie herkömmliche Flusspferde. Außerdem sieht man mit etwas Glück den Westafrikanischen Elefanten, Kaffernbüffel, Leoparden, Bongos, Giraffen und Krokodile sowie verschiedene Ducker-Arten.

Der Nationalpark ist ein Paradies für Ornithologen. 1994 wurden mehr als 220 Vogelarten in Outamba-Kilimi registriert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]