Ozdín

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Ozdín
Wappen Karte
Wappen fehlt
Ozdín (Slowakei)
Ozdín
Ozdín
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Banskobystrický kraj
Okres: Poltár
Region: Poiplie
Fläche: 15,217 km²
Einwohner: 301 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km²
Höhe: 286 m n.m.
Postleitzahl: 985 24 (Postamt Rovňany)
Telefonvorwahl: 0 47
Geographische Lage: 48° 28′ N, 19° 41′ OKoordinaten: 48° 28′ 10″ N, 19° 41′ 10″ O
Kfz-Kennzeichen: PT
Kód obce: 511684
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung Gemeindegebiet: 2 Gemeindeteile
Verwaltung (Stand: November 2018)
Bürgermeister: Pavel Salva
Adresse: Obecný úrad Ozdín
č. 52
985 24 Rovňany
Webpräsenz: www.ozdin.ocu.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Ozdín (ungarisch Ozdin) ist eine Gemeinde in der südlichen Mittelslowakei der Slowakei mit 301 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018) und gehört zum Okres Poltár, einem Kreis des Banskobystrický kraj.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich im Westteil des Slowakischen Erzgebirges, in einem von drei Seiten von Bergen umschlossenen Talkessel. Östlich am Ort vorbei fließt der Ipeľ in seinem Oberlauf, der hier den Bach Ozdínsky potok aufnimmt. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 286 m n.m. und ist 12 Kilometer von Poltár sowie 25 Kilometer von Lučenec entfernt.

Zur Gemeinde gehört seit 1973 der südöstlich gelegene Ort Bystrička (ungarisch Ipolybeszterce – bis 1907 Bisztricska).

Nachbargemeinden sind Málinec im Norden, Hradište im Osten, Rovňany im Südosten, Mládzovo im Süden und Cinobaňa im Südwesten und Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Kirche

In der Spätbronzezeit befand sich eine Siedlung oberhalb des heutigen Ortes sowie eine Burgstätte der Kyjatice-Kultur. Unweit davon entstand im Mittelalter die Burg Ozdín, die zum ersten Mal 1275 erwähnt wurde. Von der Bauform her war sie eine Motte und gehörte der Familie Turics. 1454 wurde die Burg als Castrum Osdyn, der unterhalb liegende Ort als Uzdín erwähnt. Die Burganlage sollte nach Corvinus' Verordnung von 1464 abgerissen werden, das genaue Schicksal ist jedoch ungewiss. Heute erinnert nur noch der Name des Hügels Hrad an die ehemalige Burg.

Gutsherren in der Neuzeit waren Ferenc Bebek, Kastellan der Burg Fileck (1548–1554), János Balassa (1554), Miklós Orly (1598) sowie die Geschlechter Koháry (1688) und Szentiványi (1770). 1828 zählte man im Ort 51 Häuser und 461 Einwohner.

Bis 1918 gehörte der im Komitat Neograd liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Volkszählung 2011 wohnten in Ozdín 373 Einwohner, davon 328 Slowaken, drei Magyaren und jeweils ein Roma und Tscheche. 40 Einwohner machten diesbezüglich keine Angabe. 164 Einwohner bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche, 115 Einwohner zur evangelischen Kirche A. B., fünf Einwohner zur evangelisch-methodistischen Kirche und jeweils ein Einwohner zu den Siebenten-Tags-Adventisten und zur tschechoslowakisch-hussitischen Kirche. 45 Einwohner waren konfessionslos und bei 42 Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.[1][2]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • evangelische Kirche im klassizistischen Stil aus dem Jahr 1813, erbaut an der Stelle einer gotischen Kirche aus dem 15. Jahrhundert
  • Holzglockenturm aus dem Jahr 1784
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ozdín

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 nach Ethnie (slowakisch) (Memento vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive)
  2. Volkszählung 2011 nach Konfession (slowakisch) (Memento vom 7. September 2012 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]