PEROSH

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Die Partnerschaft für europäische Forschung im Arbeitsschutz (PEROSH – Partnership for European Research in Occupational Safety and Health) ist ein freier Zusammenschluss von derzeit dreizehn Forschungsinstituten für Arbeitsschutz aus zwölf europäischen Staaten. Die Grundlage für die Zusammenarbeit bildet die PEROSH-Satzung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konsortium wurde zur Förderung der Forschung zu wichtigen Themen im Arbeitsschutz am 7. November 2003 in Rom gegründet.

Um die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe der Forschungsinstitute zu erleichtern, unterzeichneten die Mitglieder am 7. November 2008 in Dublin die überarbeitete und erweiterte PEROSH-Satzung. Deren wichtigste Regelungen besagen, dass jedes Partnerinstitut die Kosten der eigenen PEROSH-Aktivitäten trägt und die Partnerschaft einen eigenen Manager für internationale Angelegenheiten beschäftigt.[1] Von diesem lässt sich PEROSH seit 2009 vertreten.

Die Partnerschaft wurde im Mai 2013 in Paris erneuert und verlängert.[2]

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dänemark (NRCWE)
  • Deutschland (BAuA und IFA)
  • Finnland (FIOH)
  • Frankreich (INRS)
  • Großbritannien (HSL)
  • Italien (INAIL)
  • Niederlande (TNO)
  • Norwegen (STAMI)
  • Österreich (AUVA)
  • Polen (CIOP-PIB)
  • Schweiz (IST)
  • Spanien (INSHT)

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die PEROSH-Gruppe möchte die Effektivität und Wirksamkeit der Forschung im Arbeitsschutz auf europäischer Ebene verbessern. Aus diesem Grund führt PEROSH einen intensiven Dialog mit der EU und anderen internationalen und nationalen Arbeitsschutzpartnern.

Gemeinschaftliche Forschungsprojekte dienen dazu, eine enge Kooperation untereinander zu schaffen. Dies schont Ressourcen, vermeidet Doppelarbeit, nutzt Synergien und fördert auch dem gegenseitigen Austausch wissenschaftlichen Personals. Gleichzeitig wollen die Mitglieder, z.T. auch in kleineren Konsortien, EU-Forschungsprojekte durchführen und die Interessen an der Arbeitsschutzforschung gegenüber den europäischen Institutionen bündeln.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Regel gibt es bis zu zehn gemeinsame Forschungsprojekte, an denen sich mehr als 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligen[3]. Diese Projekte widmen sich besonders relevanten Themen für die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, z. B.

  • Dosis-Wirkungs-Beziehungen für ausgewählte chemische Substanzen
  • Belastung von Beschäftigten durch indirekte ultraviolette (UV)- und infrarote (IR)-Strahlung (von Lichtbögen, Flammen und thermischen Strahlern)
  • Wohlbefinden bei der Arbeit
  • Datenbank zur Exposition gegenüber Nanomaterialien
  • Gesundheitliche Folgenabschätzung bei arbeitsbedingten Atemwegserkrankungen.

Die vollständige Liste aktueller und abgeschlossener Projekte findet sich auf der Webpräsenz von PEROSH.

PEROSH identifiziert neue Trends und aufkommende Risiken in der Arbeitswelt, um seine Forschungsaktivitäten frühzeitig darauf abzustimmen.

Expertenaustausche zwischen den Mitgliedsinstituten und eigene Fachveranstaltungen fördern den Wissenstransfer und die Abstimmung.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Gremien strukturieren die Arbeit von PEROSH: der Lenkungsausschuss und die wissenschaftliche Steuerungsgruppe.

Der Lenkungsausschuss besteht aus den Direktorinnen und Direktoren der Mitgliedsinstitute und ist verantwortlich für das strategische Management. Es entscheidet über die Aufnahme neuer Mitglieder, ernennt Vorsitzende und deren Vertreter, bestimmt die Zusammensetzung der wissenschaftlichen Steuerungsgruppe und legt das Jahresbudget fest.

Die wissenschaftliche Steuerungsgruppe setzt sich aus den wissenschaftlichen Leitungen der jeweiligen Mitgliedsinstitute zusammen. Sie trifft sich zweimal im Jahr, um die Forschungsprojekte zu koordinieren und neue Forschungsfelder und Kooperationsmöglichkeiten zu erschließen.

Der Manager für internationale Angelegenheiten repräsentiert PEROSH gegenüber den Gremien der Europäischen Union (EU). Er wirbt für den europäischen Arbeitsschutz, verfasst gemeinsame Stellungsnahmen zu aktuellen Abfragen der EU, koordiniert Forschungsausschreibungen und plant Konferenzen. Auch der Internet-auftritt der Gruppe sowie ein dreimal jährlich erscheinender Newsletter zu aktuellen Themen im Arbeitsschutz fallen in seine Zuständigkeit.

  • Vorsitzender: Dietmar Reinert (IFA), Deutschland
  • Vize-Vorsitzende: Paulien Bongers (TNO), Niederlande
  • Wissenschaftliche Vorsitzende: Mary Trainor (HSL), Vereinigtes Königreich
  • Manager für internationale Angelegenheiten: Jan Michiel Meeuwsen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. PEROSH - Partnership for European Research in Occupational Safety and Health. Abgerufen am 19. Juni 2017.
  2. PEROSH – Europäische Partnerschaft in der Arbeitsschutzforschung – Belastungen und Gefährdungen kennen keine Grenzen. Abgerufen am 19. Juni 2017.
  3. Partnerschaft für europäische Forschung im Arbeitsschutz (PEROSH). Abgerufen am 19. Juni 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]