Provieh

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PROVIEH – Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e. V.
Logo von Provieh
Gründung 1973
Gründer Olga und Margarethe Bartling
Sitz Kiel, DeutschlandDeutschland Deutschland
Personen Sievert Lorenzen (Vorstandsvorsitzender)
Aktionsraum weltweit
Schwerpunkt Nutztierschutz
Motto respektiere leben
Website www.provieh.de

Provieh – Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e. V. (Eigenschreibweise: PROVIEH) ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Kiel. Er ist nach eigenen Angaben der älteste und zugleich größte Tierschutzfachverband für artgemäße Nutztierhaltung in Deutschland und setzt sich gegen industrielle Intensivtierhaltung ein.

Vereinsorganisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesgeschäftsstelle befindet sich in Kiel. Der Vereinsvorstand ist ehrenamtlich tätig. Der Verein ist bundesweit durch zahlreiche Regionalgruppen vertreten. Der gemeinnützige Verein finanziert sich ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Juni 1973 wurde der Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung (VgtM) e. V. von den Schwestern Margarete und Olga Bartling in Heikendorf, Schleswig-Holstein, gegründet. Die Oberlandwirtschaftsrätin und die Leiterin einer Volkshochschule und Konrektorin einer Realschule waren durch eine Studienfahrt auf die Missstände in der industriellen Tierhaltung aufmerksam geworden.

Am 3. Dezember 1992 verlieh der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung des Landes Schleswig Holstein, Berndt Heydemann, dem VgtM e. V. den Umweltpreis des Ministers für Natur, Umwelt und Landesentwicklung für vorbildliche Arbeit in den Bereichen Natur und Umwelt. 1993 wurden die Schwestern Bartling von Bundespräsident Richard von Weizsäcker in Würdigung ihrer Verdienste um das allgemeine Wohl mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. 2003 feierte der Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e. V. sein 30-jähriges Bestehen und erhielt den Namenszusatz PROVIEH.

Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein setzt sich für verbesserte Lebensbedingungen von landwirtschaftlich genutzten Tieren ein, so dass diese ihren Bedürfnissen entsprechend und nicht nach wirtschaftlichen Belangen gehalten werden. Themen sind die artgemäße Haltung und Fütterung, verbesserte Transportbedingungen und schonende Schlachtung. Der Verein setzt sich für eine Abkehr von der industriellen Massentierhaltung ein und unterstützt die regionale, kleinbäuerliche Landwirtschaft. Der Verein berät die Politik in Tierschutzfragen und leistet Verbraucheraufklärung durch Informationsmaterial und Infostände sowie durch Kampagnenarbeit. Damit möchte er einen bewussteren und verminderten Verbrauch von tierischen Produkten vorantreiben. Provieh ist laut eigenen Angaben der Überzeugung, dass eine Abkehr von der industriellen Massentierhaltung eine regionale, bäuerliche Landwirtschaft mit fairen Arbeitsbedingungen und eine gerechtere Verteilung von natürlichen Ressourcen und Nahrungsmitteln weltweit schafft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]