Nutztier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pflügen

Nutztier bezeichnet ein Tier, das vom Menschen wirtschaftlich genutzt wird.[1] Als Mast- und Schlachttiere (Fleischtiere), Milchtiere, Fett-, Leder-, Daunen-, Honig- oder Felllieferanten dienen Nutztiere insbesondere der Versorgung mit Nahrung, Kleidung und anderen tierischen Rohstoffen, Zugtiere dienen der Arbeitserleichterung.

Speziell in der Landwirtschaft werden Vieh, Geflügel (Federvieh) und andere Hoftiere in vielfältiger Form als Nutztiere gehalten.

Auch außerhalb der Landwirtschaft treten bestimmte Haustiere als Nutz- oder Gebrauchstiere in Erscheinung, unter anderem als:

Unterscheidung Nutztier – Haustier – Heimtier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Haustiere sind typische Nutztiere (siehe Liste domestizierter Tiere). Aber auch viele Wildtiere und einige Übergangsformen werden vom Menschen systematisch genutzt. Insgesamt finden sich unter den Nutztieren:

  • Haustiere (Beispiele siehe oben). Sie sind durch Domestikation und Züchtung aus Wildformen hervorgegangen und unterscheiden sich von diesen genetisch und im Verhalten.
  • Wildtiere, z. B. Speisefische und jagdbares Wild.
  • Gezähmte Wildtiere (Wildfänge), z. B. Arbeitselefanten. Sie sind genetisch Wildformen, ihr Verhalten wird aber bei der Zähmung an die Bedürfnisse des Menschen angepasst.
  • Umgekehrt sind manche domestizierte Tiere wie die Honigbienen durch Züchtung genetisch verändert, aber nicht gezähmt. Ihr Verhalten entspricht weitgehend dem der Wildform. (Zur genetischen Züchtung von Bienen siehe auch Belegstelle.)

Bei Heimtieren steht die Freude am Zusammenleben im Vordergrund, eventuell auch ein privater „Nutzen“ wie zum Beispiel die Anregung zu Spaziergängen und sozialen Kontakten, die mit der Haltung eines Hundes verbunden ist. Heimtiere werden jedoch von ihren Haltern nicht wirtschaftlich verwertet (im Gegenteil, die Haltung verursacht Kosten). Heimtiere sind daher keine Nutztiere im Sinne der Definition. Auch unter den Heimtieren sind sowohl Haustiere (domestizierte Tiere) vertreten als auch Wildtiere, ebenso Übergangsformen. Die beliebtesten Heimtiere – Hauskatzen und Haushunde – sind domestizierte Tierformen.

Die Zuordnung ist nicht immer eindeutig möglich. Haushunde können reine Heimtiere sein, aber auch Nutztiere. Die Einsatzbereiche von Gebrauchshunden sind vielfältig – Hunde sind unverzichtbare Helfer einerseits für bestimmte Berufsgruppen, andererseits auch im privaten Bereich für viele Blinde und Gehörlose (siehe Blindenführhund, Signalhund). In manchen Ländern wird darüber hinaus auch Hundefleisch gegessen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Duden online: Nutztier