Paheri

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Paheri in Hieroglyphen
G40
N1

Paheri
(Pa heri)
P3 ḫrj
Der vom Himmel
G40 D2
D21

Z4

Paheri
(Pa her r[u] i)
P3 ḥr r(w) j

Paheri war ein lokaler altägyptischer Fürst in Elkab vom Anfang der 18. Dynastie (Neues Reich - ca. 1500 v. Chr.).

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paheri ist vor allem von seinem Felsengrab in el-Kab bekannt. Er trug die Titel „Bürgermeister (ḥ3.tj-ˁ) von Elkab“ und „Bürgermeister von Armant“. Schon sein Vater war „Erzieher des Königssohnes“ Iti-ru, hatte also enge Beziehungen zum Königshaus. Eine derartige Beziehung ist auch für Paheri belegt.

Sein Grab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Festszene im Grab des Paheri

Dieses Grab wurde mit Reliefs ausgeschmückt und gehört zu den best erhaltenen der frühen 18. Dynastie. Das Grab unterstreicht die bedeutende Rolle dieser Stadt am Anfang dieses Zeitalters. Die Grabstätte besteht aus der oberirdischen Kapelle, die wiederum aus einem Raum besteht und hat einen Schacht vor dieser, der zu der Grabkammer hinabführt.

Paheri und Wadjmes

Im Grab finden sich auf der Westwand vor allem landwirtschaftliche Szenen und solche die Totenrituale im Mittelpunkt haben, auf der Ostwand ist ein großes Festbankett dargestellt. An der Rückwand ist eine Nische, in der drei Statuen stehen, die Paheri, seine Gemahlin Henuterneheh und seine Mutter Kemi darstellen. Der Rest der Wand ist mit einer großen biographischen Inschrift versehen.

In diesem Grab wird Paheri auch als „Erzieher des Königssohnes“ bezeichnet und ist in einer Szene dargestellt, in der er Wadjmes (Wadjmose), den Sohn Thutmosis I. auf seinen Schoß trägt. Eine andere Szene zeigt, wie Paheri dem Wadjmes und dem weiteren Königssohn Amunmose opfert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph John Tylor: The Tomb of Paheri at El Kab. In: Édouard Naville: Ahnas el Medineh (Heracleopolis Magna). With chapters on Mendes, the Nome of Thoth, and Leontopolis. (= Memoir of the Egypt Exploration Fund. Band 11, ISSN 0307-5109). Paul, Trench, Trübner, London 1894 (Nachdruck. ebenda 1981, ISBN 0-901212-41-5), online.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]