Pakt für Forschung und Innovation

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Der Pakt für Forschung und Innovation (teilweise kurz PFI) ist eine Forschungs-Förderinitiative des deutschen Bundes und der Länder, der den außeruniversitären öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen Planungssicherheit durch kontinuierliche Etatsteigerungen geben soll. Er betrifft den Etat der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Durch eine Etatsteigerung um jährlich drei Prozent sollen den Forschungsorganisationen etwa 150 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr zur Verfügung gestellt werden.

Im Gegenzug zur finanziellen Planungssicherheit haben sich die Wissenschaftsorganisationen auf forschungspolitische Ziele verpflichtet; diese sind vor allem:

  • bessere Vernetzung im Wissenschaftssystem
  • mehr internationale Zusammenarbeit
  • mehr Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
  • "die besten Köpfe für die Wissenschaft gewinnen"
  • Verbesserung der Chancengleichheit[1]

Der Pakt wurde im Juni 2005 beschlossen und lief zunächst von 2006 bis 2010. Im Oktober 2008 wurde von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz die Fortsetzung des Paktes bis 2015, und zuletzt im Oktober 2014 die Fortschreibung als Pakt III von 2016 bis 2020 vereinbart. Der Pakt wurde 2006 als Teil der „Offensive der Bundesregierung für Innovation und Wachstum“ initiiert, die sechs Milliarden Euro zusätzlich für Forschung und Entwicklung bereitstellen sollte. Er ist für die außeruniversitären Forschungsorganisationen das Pendant zur Exzellenzinitiative, die die deutschen Universitäten fördert.

Zum Pakt für Forschung und Innovation werden regelmäßig Monitoring-Berichte veröffentlicht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Seite des BMBF über den Pakt für Forschung und Innovation, siehe Ziele