Panguipulli

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Panguipulli
Koordinaten: 39° 38′ S, 72° 20′ W
Karte: Chile
marker
Panguipulli
Panguipulli auf der Karte von Chile
Basisdaten
Staat Chile
Region Región de Los Ríos
Stadtgründung 1946
Einwohner 34.539 (2017)
Stadtinsignien
Escudo de Panguipulli.svg
Bandera de Panguipulli.svg
Detaildaten
Fläche 3292 km2
Bevölkerungsdichte 10,49 Ew./km2
Höhe 130 m
Gewässer Lago Panguipulli
Zeitzone UTC−4
Website municipalidadpanguipulli.cl
Kapuzinerkirche Panguipullis
Kapuzinerkirche Panguipullis

Panguipulli (in mapudungun: pangi pülli, ‘Geist des Pumas’) ist eine chilenische Stadt und Gemeinde in der Región de Los Ríos. Sie befindet sich im Nordosten der Region und grenzt an Argentinien und an die Región de la Araucanía.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Bewohner Panguipullis waren indigene Mapuche-Gemeinschaften. Ihre Siedlungsgebiete befanden sich an den Ufern der zahlreichen Seen und Flüsse in dem Gebiet. Erste schriftliche Aufzeichnungen stammen aus dem Jahre 1776. Der erste europäische Siedler Guillermo Angermeyer kam 1885 in die Region. 1903 wurde eine Missionsstation des Kapuzinerordens in Panguipulli gegründet. 1946 wurde Panguipulli zur eigenen Gemeinde. 1947 wurden eine Kirche und ein Internat von Padre Bernabé aus Luzern gegründet. Heute leben in der Gemeinde Panguipulli Mapuche, einige von ihnen in Gemeinschaften, Chilenen aus anderen Gebieten Chiles und einige deutsche Kolonisten. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war das Gebiet vor allem durch Forstwirtschaft geprägt und es gab auch eine Eisenbahnanbindung. Heute dominiert der Tourismus als Hauptwirtschaftszweig.[1] 1954 wurde die Zugverbindung von Lanco nach Panguipulli eröffnet.[2] Inzwischen sind auch abgelegene Gebiete wie Neltume und Puerto Fuy über eine asphaltierte Straße erreichbar.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panguipulli befindet sich in der Destination „Siete Lagos“ (Lago Pellaifa, Lago Calafquén, Lago Pallinque, Lago Pirihueico, Lago Neltume, Lago Panguipulli, Lago Riñihue). Der Tourismus hat in den letzten Jahren stark zugenommen und der Service wurde professionalisiert. Der Vulkankomplex Mocho-Choshuenco, der Südeingang des Nationalparks Villarrica und das Reserva biológica Huilo Huilo befinden sich im Gemeindegebiet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommune ist durch eine andine Gebirgslandschaft mit glazialem Formenschatz (Zungenbeckenseen, Moränen) und rezentem Vulkanismus gekennzeichnet.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima ist ganzjährig feucht-gemäßigt. Die Region ist insbesondere im Südwinter regenreich; die Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen 7 °C im Juli und 16 °C im Januar.

Panguipulli
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
77
 
24
9
 
 
56
 
23
8
 
 
81
 
21
7
 
 
146
 
18
6
 
 
370
 
14
5
 
 
365
 
11
4
 
 
393
 
11
3
 
 
292
 
12
3
 
 
191
 
14
3
 
 
133
 
17
5
 
 
104
 
19
6
 
 
88
 
22
8
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: [1]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Panguipulli
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 23,8 23,4 21 17,5 13,6 11 10,5 11,7 13,9 17 19,2 21,6 Ø 17
Min. Temperatur (°C) 8,9 8,3 7 5,5 4,5 3,9 3,2 2,8 3,4 4,9 6,3 7,9 Ø 5,5
Niederschlag (mm) 77 56 81 146 370 365 393 292 191 133 104 88 Σ 2.296
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
23,8
8,9
23,4
8,3
21
7
17,5
5,5
13,6
4,5
11
3,9
10,5
3,2
11,7
2,8
13,9
3,4
17
4,9
19,2
6,3
21,6
7,9
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
77
56
81
146
370
365
393
292
191
133
104
88
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: [2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. COMUNA. Abgerufen am 14. April 2019 (es-CL).
  2. CONSEJO NACIONAL DE LA CULTURA Y LAS ARTES: CARACTERIZACIÓN DEL PATRIMONIO FERROVIARIO DE LA REGIÓN DE LOS RÍOS. In: CONSEJO NACIONAL DE LA CULTURA Y LAS ARTES. CONSEJO NACIONAL DE LA CULTURA Y LAS ARTES, 13. November 2015, abgerufen am 14. April 2019 (spanisch).