Región de la Araucanía

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Araucanía
IX. Region
Región de la Araucanía
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Symbole
Flagge
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Wappen
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Basisdaten
Staat Chile
Hauptstadt Temuco
Fläche 31.842,3 km²
Einwohner 957.224 (2017)
Dichte 30 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 CL-AR
Webauftritt gorearaucania.cl
Politik
Intendant Miguel Hernández Saffirio
Koordinaten: 38° 41′ S, 72° 37′ W

Die Region Araukanien (spanisch: Región de la Araucanía) ist die IX. Region Chiles. Sie liegt im Kleinen Süden, auch chilenische Schweiz genannt, etwa 600 Kilometer südlich von Santiago de Chile, zwischen der Región del Biobío und der Región de Los Ríos. Die Hauptstadt der Region ist Temuco. Laut der Volkszählung aus dem Jahr 2017 leben in der Region etwa 950.000 Menschen.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region grenzt im Westen an den Pazifik und im Osten an Argentinien, genauer gesagt an die Provinz Neuquén. Im Norden grenzt sie an die VIII. Region (Región del Bío-Bío), im Süden an die XIV. Region (Región de Los Ríos). Der Río Imperial ist der wichtigste Fluss der Region.

Die Region ist nach den Araukarien-Bäumen benannt, welche ein herausragendes Merkmal der Landschaft des chilenischen Südens sind. Die Chilenische Araukarie ist in diesem Teil Chiles sowie im angrenzenden Argentinien beheimatet.

Die schachbrettartig angelegte Hauptstadt Temuco hat 270.000 Einwohner (Stand: 2012) und ist Standort der Katholischen Universität von Temuco, neben Valdivia die bedeutendste Hochschule in Südchile. In der Stadt sowie in deren Umland leben viele Mapuche (deren Vorfahren Araukaner genannt wurden). Außerdem gilt die Region auch als Zentrum der deutschstämmigen Chilenen.

Im Gebirge nahe Temuco liegen große Vulkane, wie der Vulkan Villarrica mit 2840 m Höhe und der Volcán Llaima mit 3125 m Höhe. Die letzte Aktivität des Volcán Llaima war zwischen Januar 2008 und Juni 2009. Beide Vulkane sind unter den aktivsten Vulkanen Südamerikas.

32 km westlich der Pazifikküste liegt die Insel Mocha mit dem nationalen Reservat Isla Mocha.

Das Klima ist mit dem des westlichen Mitteleuropas (etwa Deutschlands) vergleichbar. Besonders im Winter regnet es viel; Schneefälle sind aber außer im Hochgebirge relativ selten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Araukanien war vor der Ankunft der Spanier in Südamerika das Hauptsiedlungsgebiet der Mapuche, die sich lange den Kolonialisten widersetzten. 1552 erreichte Pedro de Valdivia die Gegend um Temuco, doch die Gründung von Siedlungen im Gebiet der Mapuche erwies sich als fatal. Durch die kriegerischen Auseinandersetzungen kamen viele Siedler und Soldaten um; Pedro de Valdivia starb 1553 in der Schlacht von Tucapel. Als 1597 Pelantaro zum neuen Toki der Mapuche gewählt wurde, wurden sämtliche Siedlungen südlich des Flusses Biobio zerstört. Ab 1602 zogen sich die Spanier aus dem Gebiet zurück.[2]

Nachdem Chile 1810 seine Unabhängigkeit erlangt hatte, unterhielt man zunächst friedliche Beziehungen zu den Mapuche. Ab den 1860er Jahren wurde jedoch das Gebiet der Mapuche nach und nach gewaltsam von der chilenischen Regierung erobert und die Mapuche in Reservate zurückgedrängt. Daraufhin wurde auch annähernd am 24. Februar 1881 die Festung Temuco gegründet, um gerade erobertes Mapuchegebiet besser kontrollieren zu können. Daneben wurde die Region zu dieser Zeit auch von dem kurzlebigen Königreich von Araukanien und Patagonien beansprucht.[3] Erst ab 1883 begann eine chilenische Besiedlung der Region, sowie eine verstärkte Einwanderung aus Deutschland. In der Folge entwickelte sich die Region zu einem land- und forstwirtschaftlichen Zentrum des Landes.

Am 22. Mai 1960 wurde die Hafenstadt Puerto Saavedra komplett von einem sehr starken Erdbeben zerstört.[4]

Verwaltungsgliederung und Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region gliedert sich in zwei Provinzen, die Provinz Malleco und die Provinz Cautín. Die wichtigsten Städte sind neben Temuco, der Hauptstadt der Region mit etwa 400.000 Einwohnern in seinem Großraum, Angol und Villarrica mit je etwa 50.000 Einwohnern.

Insgesamt gliedert sich die Region in folgende 32 Kommunen:

Verwaltungsstruktur der Región de la Araucanía
Provinz Verwaltungszentrum Kommune Einwohner
(2017)[1]
Cautín Temuco 1 Carahue 24.553
2 Cholchol 11.611
3 Cunco 17.526
4 Curarrehue 7.489
5 Freire 24.606
6 Galvarino 11.996
7 Gorbea 14.414
8 Lautaro 38.013
9 Loncoche 23.612
10 Melipeuco 6.138
11 Nueva Imperial 32.510
12 Padre Las Casas 76.126
13 Perquenco 6.905
14 Pitrufquén 24.837
15 Pucón 28.523
16 Puerto Saavedra 12.450
17 Temuco 282.415
18 Teodoro Schmidt 15.045
19 Toltén 9.722
20 Vilcún 28.151
21 Villarica 55.478
Malleco Angol 22 Angol 53.262
23 Collipulli 24.598
24 Curacautín 17.413
25 Ercilla 7.733
26 Lonquimay 10.251
27 Los Sauces 7.265
28 Lumaco 9.548
29 Purén 11.779
30 Renaico 10.250
31 Traiguén 18.843
32 Victoria 34.182
Araucanía Comunas.png

Wirtschaft und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft und dem Tourismus. Hier spielen der Anbau von Obst, Mais und Raps eine wichtige Rolle.[5] Daneben spielt auch der Tourismus eine wichtige Rolle in der Wirtschaft der Region. Dabei ist vor allem die Gegend um den Lago Villarrica und die Städte Villarrica und Pucón bei Touristen beliebt. Daneben ziehen auch die Nationalparks der Region verstärkt Touristen an. Diese sind der Nationalpark Nahuelbuta im Norden der Region bei Angol, die Nationalparks Tolhuaca und Conguillio im Osten sowie die Nationalparks Huerquehue und Villarrica in der Gegend des Lago Villarrica im Südosten der Region. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl an Nationalreservaten über die ganze Region verteilt.[6] Insofern ist die Region auch aufgrund ihrer Natur ein wichtiger Touristenort.

Fotogalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Araucanía Region – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b WEB DISEMINACIÓN CENSO 2017. Abgerufen am 20. Februar 2021.
  2. Impressum - Mapuche, die unbesiegten Indianer Südamerikas. Abgerufen am 20. Februar 2021.
  3. Der König von Araukanien und Patagonien. Abgerufen am 20. Februar 2021.
  4. FOCUS Online: Die fünf stärksten Erdbeben seit 1900. Abgerufen am 20. Februar 2021.
  5. ADALYTICS. Abgerufen am 20. Februar 2021.
  6. CONAF. Abgerufen am 20. Februar 2021.