Pankreatisches Hormon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pankreatisches Hormon
Pankreatisches Hormon
Bänder-/Stäbchenmodell nach PDB 1TZ5
Vorhandene Strukturdaten: 1tz5
Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 36 Aminosäuren
Präkursor Pankreatisches Polypeptid (66 aa)
Bezeichner
Gen-Name PPY
Externe IDs
Vorkommen
Übergeordnetes Taxon Säugetiere[1]

Das pankreatische Hormon (kurz auch PP für pankreatisches Polypeptid) ist ein Peptidhormon bestehend aus 36 Aminosäuren aus den PP- oder auch F-Zellen der Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), dessen Konzentration im Blut nach eiweißreicher Nahrung ansteigt.

Es handelt sich dabei um ein Hormon des Magen-Darm-Kanals, das die Enzym- und Hydrogencarbonat-Produktion der Bauchspeicheldrüse, die Motilität des Darms und den Gallefluss hemmt.

Primärstruktur[Bearbeiten]

H2N-Ala–Pro–Leu–Glu–Pro–Gln–Tyr–Pro–Gly–Asp–Asp–Ala–Thr–Pro–Glu–Gln–Met– Ala–Gln–Tyr–Ala–Ala–Gln–Leu–Arg–Arg–Tyr–Ile–Asn–Met–Leu–Thr–Arg–Pro–Arg–Tyr-COOH.[2]

Funktion[Bearbeiten]

Schon seit 1970 wird der Zusammenhang zwischen PP (pankreatisches Polypeptid) und Appetitregulation erforscht. So konnte bei übergewichtigen Mäusen ein Mangel an PP festgestellt werden, bei denen die Injektion von PP zu einem Appetit- und Gewichtsverlust führten. Auch in anderen Studien wurde festgestellt, dass die Injektion von PP den Appetit für etwa 24h reduziert. Zudem wird über PP die sympathische Aktivität und der Sauerstoffverbrauch stimuliert, es wird also mehr Energie verbraucht. In Maus-Studien konnte auch ein positiver Effect von PP auf metabolische Parameter wie Cholesterol gefunden werden. Interessant war hierbei auch, dass die zentrale Gabe von PP die Nahrungsaufnahme im Tiermodell erhöht hat, zentral hat PP also einen entgegengesetzten Effekt. Auch Studien an Menschen zeigen die Appetithemmung durch PP und den damit einhergehenden Gewichtsverlust, sowohl bei Übergewichtigen als auch bei Normalgewichtigen. Es konnte aber nicht gezeigt werden, dass die Magenentleerung und die Darmmotilität von PP beeinflusst wird.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homologe bei OMA
  2. UniProt P01298
  3. Stanley S, Wynne K, Bloom S.: Gastrointestinal satiety signals III. Glucagon-like peptide 1, oxyntomodulin, peptide YY, and pancreatic polypeptide. Am J Physiol Gastrointest Liver Physiol. 2004 May;286(5):G693-7.