Partito Socialista Riformista Italiano

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Die Partito Socialista Riformista Italiano (Sozialistische Reformpartei Italiens) wurde 1912 von Politikern gegründet, die zwar einem Kriegseintritt Italiens gegen die Türkei im Italienisch-Türkischen Krieg grundsätzlich ablehnend gegenüberstanden, der Kriegserklärung der Regierung Giovanni Giolitti jedoch aus patriotischen Erwägungen die Zustimmung erteilten und deswegen aus der Partito Socialista Italiano (PSI) ausgeschlossen wurden. Die Partei bemühte sich, indem sie soziale Reformen statt eines revolutionären Sozialismus befürwortete, sich der Regierungslinie anzunähern. Auch den Eintritt Italiens in den Ersten Weltkrieg unterstützte die Partei. Der Parteivorsitzende Leonida Bissolati wurde 1916 kurzzeitig Minister.

Ihr Motto lautete (nach Gino Piva): „Der Sozialismus ist weder revolutionär noch reformistisch; er ist ein Kind seiner Zeit... Der Sozialismus darf kein apriori kennen,: er muss so agieren können, wie es die aktuellen Umstände erlauben.“

Initiator und Parteivorsitzender war Leonida Bissolati, wichtige Mitglieder waren Giacomo Matteotti, Ivanoe Bonomi und Meuccio Ruini.

Bei den Parlamentswahlen 1913 erreichte die Partei 3,9 % der Stimmen und 19 Sitze, 1919 nur noch 1,5 % und 6 Sitze. Angesichts des zunehmenden Drucks auf die politischen Parteien durch die Herrschaft des Faschismus gründete Ivanoe Bonomi aus den Resten der Partei zusammen mit anderen linken Demokraten die Lega Democratica Nazionale, die jedoch bedeutungslos blieb und von den Faschisten zur Auflösung gezwungen wurde.