Pedro Jaime Esteve

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Pedro Jaime Esteve (latinisiert Estevius, katalanisch Pere Jaume Esteve) (* um 1500 in Santa Mateu del Maestrat; † 1556 in Valencia) war ein spanischer Arzt, Botaniker und Humanist.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pedro Jaime Esteve studierte in Valencia, Paris und Montpellier. Später arbeitete er als Professor für Medizin und Mathematik an der Universität Valencia. 1551 gab er das hippokratische Werk „Epidemien II“ in griechischer Sprache mit zahlreichen Illustrationen und mit einer lateinischen Übersetzung heraus. Dieses Buch war das medizinische Grundlagenwerk des spanischen Humanismus. 1552 hat er eine kritische Edition der „Theriaca“, einem Werk über Gifte und Bisse von Schlangen und Skorpionen des altgriechischen Arztes Nikandros aus Kolophon, herausgegeben. Seiner lateinischen Hexameter-Version hat er Kommentare zur lateinischen und katalanischen Nomenklatur und Klassifikation auch von einigen Pflanzen aus der Gegend von Valencia beigestellt. Später hat Esteve ein Werk über Heilkräuter und Heilpflanzen geschrieben, das jedoch heute als verloren gilt.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die amerikanische Pflanzengattung Stevien (Stevia) ist nach Pedro Jaime Esteve benannt.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Enciclopèdia Catalana: Esteve, Pere Jaume. In: Gran enciclopèdia catalana. 2. Auflage 5. Nachdruck 1992. Band 10. Enciclopèdia catalana, Barcelona 1987, ISBN 84-7739-004-5, S. 322 (katalanisch).(Anmerkung: In dem Artikel der Enciclopèdia Catalana sind die spanischen Vornamen von „Pedro Jaime“ Esteve katalanisiert zu „Pere Jaume“)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Enciclopèdia.cat: Pere Jaume Esteve. Abgerufen am 14. April 2018 (katalanisch). (Anmerkung: In dem Artikel der Enciclopèdia Catalana sind die spanischen Vornamen von „Pedro Jaime“ Esteve katalanisiert zu „Pere Jaume“)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, 3. Auflage, Hamburg 2005, ISBN 978-3-937872-16-2, Seite 611, Eintrag „Stevia“