Peppenkum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Peppenkum
Gemeinde Gersheim
Wappen der ehemaligen Gemeinde Peppenkum
Koordinaten: 49° 8′ 38″ N, 7° 17′ 10″ O
Einwohner: 350 (2004)
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66453
Vorwahl: 06844
Peppenkum (Saarland)
Peppenkum

Lage von Peppenkum im Saarland

Blick auf Peppenkum
Blick auf Peppenkum

Peppenkum ist ein Ortsteil der Gemeinde Gersheim im Saarpfalz-Kreis (Saarland). Bis Ende 1973 war Peppenkum eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Homburg.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peppenkum liegt an der Bickenalb in der Parr im Bliesgau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peppenkum wurde 1308 erstmals urkundlich erwähnt, als das Kloster Hornbach Güter in „Boppenkeim“ kaufte. Die territoriale Zugehörigkeit folgte stets Medelsheim, dem ehemaligen Amtssitz.

Nach der Franzosenzeit (1794 bis 1814) kam Peppenkum aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress (1815) im Jahre 1816 zum Königreich Bayern. Unter der bayerischen Verwaltung war die Gemeinde der Bürgermeisterei Medelsheim und dem Kanton Neuhornbach im Landkommissariat Zweibrücken zugeordnet.

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Peppenkum am 1. Januar 1974 der Gemeinde Gersheim zugeordnet.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsteile Peppenkum und Utweiler bilden gemeinsam einen Gemeindebezirk. Von den neun Sitzen im Ortsrat entfallen sieben auf die CDU und zwei auf die SPD. Ortsvorsteher ist Wolfgang Mann (CDU).
(Stand: Kommunalwahl 2009)

Brauchtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein altes örtliches Brauchtum ist der am Pfingstmontag stattfindende „Bruder-Konrad-Ritt“. Er ist benannt nach dem Schutzpatron des Nachbarorts Utweiler, Konrad von Parzham, und geht zurück auf eine „Pferdeprozession“, die ursprünglich alljährlich zum Wallfahrtsort Blieskastel führte. 1935 wurde diese verboten. Seit 1936 wird stattdessen der „Bruder-Konrad-Ritt“ ausgeführt, der von Medelsheim über Peppenkum nach Utweiler führt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Peppenkum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 809.