Peter Opsvik

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Peter Opsvik (* 25. März 1939 in Stranda) ist Industrie- und Möbeldesigner sowie Jazzmusiker. Er ist Sohn des Möbelfabrikanten Nils Opsvik und Anne Ringstad. Seit 1967 ist er mit Kari Vartdal verheiratet und ihr gemeinsamer Sohn ist der Jazz-Bassist und Komponist Eivind Opsvik. Opsvik ist für seine ergonomischen Sitzmöbel bekannt und entwarf unter anderem die Hochstühle Tripp Trapp für Stokke AS und Nomi für Evomove.

Ausbildung und Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Opsvik begann seine Ausbildung 1959 an der Bergens Kunsthåndverksskole. Im Jahr 1964 schloss er sein Diplom an der Statens Håndverks- og Kunstindustrieskole (SHKS) in Oslo ab. Anschließend, im Jahr 1970, studierte er Ergonomie an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen unter Ulrich Burandt. Bevor Opsvik als freischaffender Designer arbeitete, war er zwischen 1965 und 1970 als Industrie-Designer in der Tandberg Radiofabrikk angestellt. Heute hat er ein eigenes Studio in Oslo, Peter Opsvik AS, mit sieben Angestellten.[1][2]

Design[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochstuhl Tripp Trapp[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hochstuhl Tripp Trapp ist ein höhenverstellbarer Stuhl für Kinder, der je nach Größe angepasst werden kann. Er kam 1972 auf den Markt und hat sich bis zum Jahr 2006 über fünf Millionen Mal verkauft. Er wird seither von der Firma Stokke vertrieben.

Balans-Serie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Balans-Serie stellte eine neue Form von Sitzmöbeln dar, die mit dem konventionellen Design brechen. Um eine ergonomische Sitzposition zu erhalten und darüber hinaus ein hohes Maß an Bewegung zu ermöglichen, hat das Balans-Konzept, welches von dem Norweger A.C.Mandal[3] entwickelt wurde, eine nach vorn geneigte Sitzfläche, wobei der Körper über Kniepolster abgestützt wird. Bei einigen Modellen sind die Schienen, an denen Sitz- und Kniepolster befestigt sind, rund ausgeformt, damit sie wie ein Schaukelstuhl wippen können. So sieht auch das erste Modell Variable Balans[4] aus dem Jahr 1979 aus. Weitere Modelle mit Rückenlehnen folgten.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Red dot award, 2010 (Håg Capisco Puls)
  • Anders Jahres-Kulturpreis, 2008.
  • Nordiska Designpriset, 2007 (Viola)
  • Most Innovative Product Award, NeoCon Chicago, 2006 (Håg Conventio Wing)
  • Torsten og Wanja Söderbergs pris, 2000.
  • Classic prize; 1996 (Tripp Trapp)
  • Jacob prize, 1986 (Balans-Serie)
  • Nor-In, 1981.
  • Gold-Medaille, Exempla in München, 1971.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995 Classic Jazz, Christiania 12 and CJB
  • 1999 Woodwork
  • 1999 Sound Objects
  • 2002 Peter Opsvik Home Recordings
  • 2004 Happy Feet, Christiania 12
  • 2009 Rhythm Crazy, Christiania 12
  • 2010 Ballads by Jimmy Van Heusen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebenslauf. Abgerufen am 27. August 2014 (englisch).
  2. Jon Låte: Peter Opsvik. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 27. August 2014 (norwegisch).
  3. A.C. Mandal: Balanced sitting posture on forward sloping seat. Abgerufen am 18. November 2015 (englisch).
  4. Variable Balans und Thatsit Balans. Abgerufen am 18. November 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]