Peter Raba

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Peter Raba (* 3. Juni 1936 in Murnau) ist ein deutscher Autor, Fotograf und klassischer Homöopath.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studium und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Raba, Sohn des Geigers Jost Raba (1900–2000), studierte in den Jahren 1957 bis 1962 Germanistik, Theaterwissenschaft, Psychologie und Anthropologie in München. Von 1963 bis 1968 war er als Redakteur und Regisseur für das Bildungsprogramm des Bayerischen Rundfunks BR-3 tätig.

Fotografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits zu seiner Zeit beim Fernsehen verfolgte Raba eigene künstlerische Wege. Im Sommer 1968 zeigte das Münchner Stadtmuseum seine Großfotoausstellung Eva & Er. Durch diese Ausstellung wurde Raba zum gefragten Fotografen und war bis 1975 hauptberuflich auf dem Sektor der Mode- und Werbefotografie, sowie der Titelbildgestaltung[1][2][3][4] tätig.

Homöopathie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch eine eigene Erkrankung begann Raba ab 1974 die Möglichkeiten der Klassischen Homöopathie zu erforschen. 1976 bestand er die Heilpraktikerprüfung und praktiziert seitdem in eigener Praxis.[5][6]

Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fotografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Titelbildgestaltung von Zeitschriften stellte die Fotografen in den 1960er und 70er Jahren vor die Herausforderung, komplexe Themen ohne digitale Bildbearbeitung darzustellen[7]. Raba entwickelte eine spezielle Art der Doppelbelichtung auf ein und demselben Negativ bzw. Diapositiv, welche er mit dem Ausdruck PAN-Optik belegte. Die Arbeitsweise, unterschiedliche Bildelemente zu einem Ikonographischen Ideogramm mit neuem Sinngehalt zu verschmelzen, geht wesentlich auf Peter Raba zurück.[8]

Homöopathie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raba hielt 30 Jahre Seminare und Ausbildungen über Klassische Homöopathie und Traumarbeit (basierend auf der Psychologie von C. G. Jung sowie gestalttherapeutischen Ansätzen von Fritz Perls) in Deutschland. Er beendete seine Lehrtätigkeit im 75. Lebensjahr. In seinen Publikationen wendet er sich an Fachkreise und interessierte Laien. Er entwickelte einen 52-seitigen Fragebogen zur homöopathischen Anamnese mit 700 Einzelfragen und Patienteninformationen als Arbeitswerkzeug. Raba selbst versteht sich als „Seelenkryptologe und Ursachentherapeut und die Klassische Homöopathie als eine hochkünstlerische Methode“.[9]

„Aus der Arbeit mit den äußeren Bildern dieser Welt fand Raba den Weg zu den inneren Bildern der Seele, in einer ganzheitlichen Schau des Lebens.“[5]. Rabas Publikationen sind zumeist reichhaltig bebildert. Er nutzt die Möglichkeiten der Fotografie um Themen in der Homöopathie und Psychologie bildhaft zum Ausdruck zu bringen. Ein Beispiel hierfür ist die Tigerlady (eine Doppelbelichtung: halb Frauenkopf, halb Tigerkopf) als Sinnbild für die verborgene dunkle Seite im Menschen.[10]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eva & Er, Grossfotoausstellung:

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belletristik und Fotografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eva & Er. Eine paradiesische Phantasie. Das Buch zur Fotoausstellung. Bildband mit Fragmenten aus dem Gedicht-Zyklus Melancholischer Dionysos. München 1969.Verlag Schumacher-Gebler. ISBN
  • Lori und Lurano. Ein Märchen von Fröschen und Menschen. Murnau 1988. Amethyst-Verlag. ISBN 3-9801502-2-4.
  • Murnau I: Impressionen, Skizzen, Erinnerungen. Murnau 1989. Amethyst Verlag. ISBN 3-9801502-5-9.
  • Murnau II: Mythen, Sagen, Legenden in Zusammenarbeit mit Hedwig Schedler-Simet. Murnau 1992. Amethyst Verlag. ISBN 3-927662-04-6.
  • Gespräche mit Bruno – Requiem für einen Braunbären. Murnau 2008. Edition Lebenswert. ISBN 978-3-9812194-6-3.

Fachzeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Symbolfotografie und PAN-Optik.Internationale Fototechnik 4/1972. München 1972.Seiten 100 bis 104.

Interviews[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aktfotografie. Porträt eines Praktikers. Foto Magazin 8/1969. München 1969. Seiten 44, 45 und Seiten 84 bis 87, 93

Homöopathie und Psychologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Homöopathie – das Kosmische Heilgesetz. Murnau 1997. Andromeda Verlag. 3. Auflage 2005. ISBN 978-3-932938-93-1.
  • Eros und sexuelle Energie durch Homöopathie. Murnau 1998. Andromeda Verlag. 3. Auflage 2006. ISBN 978-3-932938-38-2.
  • Psyche und Homöopathie von A-Z oder Homöopathie für Seele und Gemüt. Murnau 2005. Andromeda Verlag. ISBN 978-3-932938-07-8.
  • Homöopathie und Traumleben. Die Psychodynamik nächtlicher Träume unter Einwirkung homöopathischer Arzneien und aktiver Traumarbeit. Murnau 2007. Andromeda Verlag. ISBN 978-3-932938-21-4.

Fachzeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Psycho-Homöopathie mit Farben. CO`MED. Das Fachmagazin für Komplementär-Medizin. Hochheim 2004. Ausgabe 10/2004. Seiten 133 bis 134. ISSN 0949-2402.
  • Wie wirkt- und was kann Homöopathie? Praxis-Magazin, die medizinische Fachzeitschrift für Naturheilkunde. Staufen 2008. Ausgabe Oktober 2008. Seiten 12 bis 17. ISSN 1612-7307.
  • Homöopathie bei Potenzproblemen von Mann und Frau. Zeitschrift für Komplementärmedizin (zkm). Stuttgart 2010. Hippokrates Verlag. Ausgabe 1/2010. Seiten 30 bis 35. ISSN 1867-6081.
  • Homöopathie bei Folgen von Missbrauch, Inzest und Vergewaltigung. Allgemeine Homöopathische Zeitung (AHZ). Stuttgart 2010. Karl F. Haug Verlag. Ausgabe 05/2010. Band 255/ 2010. Seiten 6 bis 12. ISSN 1438-2563.
  • Homöopathie: Der geschockte Kanarienvogel[16]

Interviews[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Frau im Manne.[17]
  • Göttliche Homöopathie. Paracelsus report. Heft 3 im Jahr 2000. Seiten 22 bis 35. ISSN 0941-3855.[18]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Titel Epoca Nr. 4. April 1970. Thema Geschäft mit der Kunst! Nr. B 4078E.
  2. Titel Chic Nr. 4. April 1973. Thema Make up und Sommer-Kosmetik. G2054E.
  3. Titel fotomagazin Nr. 7/70 vom 1. Juli 1970. Thema Akt: Revue der Spitzenfotos. B5603E
  4. Titel fotomagazin Nr. 1/72 vom 1. Januar 1972. Thema Expertentipps. B5603E.
  5. a b Autorenvita in Allgemeine Homöopathische Zeitung (AHZ). 05/2010 Haug Verlag. Seite 12. ISSN 1438-2563.
  6. Autobiographische Skizzen: Die Frau im Manne. Interview mit Peter Raba in Zeitschrift ab 40. Ausgabe 4/1994.Seiten 16 bis 23.ISSN 0937-6887.
  7. Titelbild Epoca Nr. 3. März 1970. Thema Soll man Menschen wirklich züchten? (dargestellt wurden 3 Mädchen unterschiedlicher Hautfarbe in einer Retorte). B 4078E
  8. Symbolfotografie und PAN-Optik. Internationale Fototechnik 4/72 Seiten 100 bis 104.
  9. Autorenvita in CO´Med, Fachmagazin für Complementär-Medizin, 05/2008. Seite 74 - Artikel Homöopathie und die Psychodynamik nächtlicher Träume. ISSN 0949-2402.
  10. Titelbild des Buches HOMÖOVISION, Andromeda-Verlag ISBN 978-3-932938-04-7.
  11. foto magazin Nr. 11. München 1968. Eva & Er. Eine Liebesgeschichte in Bildern. Seiten 66 bis 69.B 5603E.
  12. Münchner Abendzeitung vom 25. Juni 1968. Liebe in Bildern. „..Raba will die Menschen in ihrer uneingestandenen Neigung zum Romantischen bestärken. Romantik, das ist bei ihm nicht das übliche Vollmond- und Silberwaldklischee, sondern "Aufbruch der Phantasie".“
  13. Süddeutsche Zeitung vom 28. Juni 1968 ..„95 technisch hervorragende Fotos, eine Auswahl aus 400, zum Teil als Schnappschüsse entstanden, zum Teil komponiert in einem gewissen filmischen Ablauf, sind in ihrer ästhetischen Auffassung und in ihrer Zeitlosigkeit wirklich als ein "Aufbruch der Phantasie" zu werten, wie es der Hersteller empfunden haben möchte."“
  14. Kurier, Wien vom 3. Juni 1969. Peter, Eva und Er - oder:..„Peter Raba ist der Lyriker unter den Aktphotographen. Seine (für die Secession in Tafeln aufgelöste) Photogeschichte Eva und Er ist denn auch eine, mit der Kamera eingefangene paradiesische Phantasie.“
  15. Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 22. September 1969.„ Eva, Er und der Fotograf. Die Liebesgeschichte in Bildern klingt oft als seien Rousseaus Ideale und zärtliche Schäfer-Lyrik intelligent und gelassen in die Gegenwart übertragen.“
  16. Homöopathie: Der geschockte Kanarienvogel. Abgerufen von der web-site Paracelsus Magazin am 9. April 2013.
  17. Interview mit Peter Raba im Paracelsus Magazin. Heft 03/1997. Abgerufen von der web-site Paracelsus-Magazin am 9. April 2013.
  18. Online-Version des Interviews mit Peter Raba. Abgerufen von der web-site des Paracelsus Magazins am 9. April 2013.