Peter Schneider (Mathematiker)

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Peter Schneider (* 9. Januar 1953) ist ein deutscher Mathematiker, der sich mit Zahlentheorie und arithmetisch-algebraischer Geometrie beschäftigt.

Peter Schneider in Oberwolfach 2009

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schneider wurde 1980 an der Universität Regensburg bei Jürgen Neukirch über Die Galoiscohomologie -adischer Darstellungen über Zahlkörpern promoviert. Später war er Professor an der Universität zu Köln; heute lehrt er an der Universität Münster.

Er beschäftigt sich unter anderem mit Iwasawa-Theorie, speziellen Werten von -Funktionen und -adischen Darstellungen (wobei er bei letzteren insbesondere mit Jeremy Teitelbaum zusammenarbeitete).

1992 wurde Schneider gemeinsam mit Christopher Deninger, Michael Rapoport und Thomas Zink für ihre Arbeiten in der arithmetisch-algebraischen Geometrie zur Lösung diophantischer Gleichungen mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet. 2006 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Madrid (Continuous representation theory of p-adic Lie groups). 2016 wurde er zum Mitglied der Leopoldina (Matrikel-Nr. 7679)[1] und der Academia Europaea gewählt.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit U. Stuhler: The cohomology of -adic symmetric spaces. Invent. Math. 105 (1991), no. 1, 47–122.
  • mit U. Stuhler: Representation theory and sheaves on the Bruhat-Tits building. Inst. Hautes Études Sci. Publ. Math. No. 85 (1997), 97–191.
  • mit J. Teitelbaum: Algebras of -adic distributions and admissible representations. Invent. Math. 153 (2003), no. 1, 145–196.
  • p-adic Lie groups, Grundlehren der mathematischen Wissenschaften, Springer Verlag, 2011

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leopoldina Neugewählte Mitglieder 2016, Leopoldina, Halle (Saale) 2017, S. 42 (PDF)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliedseintrag von Prof. Dr. Peter Schneider bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 12. Juni 2016.