Pferderennen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Galopprennen in München-Riem
Hürdenrennen in Deauville-Clairefontaine
Rennstart aus Boxen

Pferderennen (Pferderennsport) ist ein Pferdesport, bei dem die Pferde so schnell wie möglich eine bestimmte Strecke zurücklegen müssen. Pferderennen gehören zu den ältesten (organisierten) Sportarten der Menschheit. Sie dienen primär der Zuchtauslese (Pferdezucht). Sowohl das Englische Vollblut als auch der Traber verdanken ihre Zucht den Erfordernissen der Rennbahn. Der dortige harte Ausleseprozess führt zu Leistungsmerkmalen, die auch in der Zucht anderer Pferderassen höchst willkommen sind (z. B. Gesundheit, Widerstandsfähigkeit, Adel in der Erscheinung und im Bewegungsablauf).

Seit Jahrhunderten sind Pferderennen aber auch eine Freizeitbeschäftigung des Menschen. Der Unterhalt eines Rennpferdes im Training ist teuer und risikoreich. Daher gibt es Besitzergemeinschaften – eine Art Verein zum Unterhalt eines oder mehrerer Rennpferde. Als Zuschauer oder Wetter kann jeder an Pferderennen teilnehmen, diese finden in Stadien mit überdachter Tribüne statt. Trabrennbahnen haben Bahnlängen von ca. 1000 m, Galopprennbahnen 1800 bis 2900 m. Die demzufolge 4 bis 13 ha großen Innenflächen der Rennbahnen werden häufig für Cross- oder Swingolfspiele genutzt.[1][2]

Pferderennen werden auf unterschiedlichem Geläuf ausgetragen. Als Synonym zu Pferderennen werden viele Wettbewerbe als Derby bezeichnet. Pferderennbahnen, früher Rennwiesen genannt, werden heute auch als Turf bezeichnet.[3]

Galopprennsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galopprennen in Kentucky, Churchill Downs

Alle Gangarten sind bei Galopprennen erlaubt. Einziges Ziel ist es, ohne den anderen regelwidrig zu behindern, möglichst schnell vom Start zum Ziel zu gelangen. Da der Galopp die schnellste Fortbewegungsmöglichkeit des Pferdes ist, werden diese Rennen immer im Galopp zurückgelegt. Galopprennen werden hauptsächlich von Englischen Vollblutpferden bestritten, sie werden aber auch für Arabische Vollblüter, Halbblüter und zuweilen für Ponys ausgeschrieben. Die Pferde werden entweder von Jockeys (Berufsrennreitern) oder Amateuren geritten, in beiden Fällen darf ein bestimmtes Gewicht, welches das Pferd tragen muss, nicht unterschritten werden.

Ausschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausschreibung regelt die genauen Modalitäten eines bestimmten Rennens. Diese umfassen insbesondere Ort, Zeit, Distanz, Dotierung und Bestimmung der zur Teilnahme berechtigten Pferde (Definition der angesprochenen Renn(leistungs)klasse). Diese Ausschreibungen werden in Deutschland vom veranstaltenden Rennverein in Abstimmung mit dem DVR erstellt. Das DVR (Direktorium für Vollblutzucht und Rennen) überwacht die Ordnungsmäßigkeit der als Pferdeleistungsprüfungen veranstalteten Rennen. An einem normalen Renntag (Rennveranstaltung) werden 7 bis 12 Rennen für unterschiedliche Leistungsklassen von Pferden ausgeschrieben.

„Offene Rennen“ für Pferde verschiedener Rassen gibt es in Deutschland nicht.

Preisgelddotierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das von den erfolgreichen Pferden zu gewinnende Preisgeld richtet sich nach der Bedeutung des Rennens. Je höher die zu prüfende / geprüfte Rennklasse der Pferde ist, desto höher ist auch das Preisgeld. Geldpreise gibt es üblicherweise für die vier erstplatzierten Pferde eines Rennens, in Ausnahmefällen auch für den Fünften oder Sechsten, im Verhältnis von etwa 10 : 4 : 2 : 1. In Deutschland unterscheidet man Rennen der Klasse A und B, wobei die Gesamtdotierung von Rennen der Klasse B unter 2000 € liegt (in der Rennordnung geregelt).

Die international standardisierten Gruppen- und Listenrennen müssen eine Grunddotierung garantieren, diese beträgt z. Zt.

  • 12.000 € für den Sieger eines Listenrennens,
  • 40.000 € für den Sieger eines Gruppe-III-Rennens und
  • 90.000 € für den Sieger eines Gruppe-I-Rennens.

Das höchstdotierte Rennen der Welt ist der Dubai World Cup mit 6.000.000 $ allein für den Sieger.

Flachrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Flachrennen führt die Rennstrecke durch hindernisfreies Gelände – heute immer eine spezielle Pferderennbahn –, das Steigungen aufweisen kann, aber keine Sprünge erforderlich macht. Die Renndistanzen variieren in Deutschland zwischen 1000 m (Fliegerrennen, Sprints) und 3400 m (Steherrennen) (Stand: 2007). Im Ausland werden auch Flachrennen über Distanzen von 800 m bis 4200 m veranstaltet.

In Deutschland werden Flachrennen auf Grasbahnen und auf Sandbahnen (insbesondere in Neuss und Dortmund) veranstaltet, wobei die Kursführung unterschiedlich ist. In den schweizerischen Ferienorten Arosa und St. Moritz werden jährlich im Januar beziehungsweise Februar Galopprennen auf einem zugefrorenen See veranstaltet.

Aufgewichtsrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Aufgewichtsrennen (auch Altersgewichtsrennen genannt) werden den Pferden abhängig von Alter, Geschlecht und ggf. vom bisherigen Erfolg Gewichte zugeordnet, die sie beim Rennen zu tragen haben.

Ausgleichrennen (Handicaps)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galopprennen, Memorial Day Weekend, Arlington Park Race Course, Chicago, Illinois, 2007

Beim Ausgleichsrennen werden den Pferden vom Ausgleicher (engl. Handicapper) gemäß ihren vorherigen Leistungen Gewichte zugeordnet, die sie im Rennen zu tragen haben, damit alle Teilnehmer des Rennens möglichst gleiche Siegchancen haben (vgl. Hand-in-cap). Die Gewichte, die Pferde in Ausgleichrennen tragen, leiten sich aus dem Generalausgleich („GA“) ab.

Es gibt in deutschen Flachrennen vier Ausgleichklassen:

  • Ausgleich I (sehr gute, entspricht im Fußball der Spielklasse „erste Bundesliga“, ca. Skala = GAG-Abzug: GAG minus 28 kg)
  • Ausgleich II (gute, ca. Skala: GAG minus 18 kg)
  • Ausgleich III (durchschnittliche, ca. Skala: GAG minus 8 kg)
  • Ausgleich IV (geringere Klassen, analog zu den „Landesligen“ im Fußball, ca. Skala: GAG plus/minus 0 kg)

in Hindernisrennen drei Ausgleichklassen:

  • Ausgleich G (gute)
  • Ausgleich M (mittlere)
  • Ausgleich U (untere Klassen)

Ausgleichrennen für Dreijährige werden mittlerweile nicht mehr veranstaltet. Dafür hat man allerdings frühere Startmöglichkeiten für Dreijährige in den Ausgleichen I bis IV geschaffen. Ebenfalls nicht mehr veranstaltet werden Rennquintett-Ausgleiche, nachdem Lotto diese Wette im Jahre 2003 einstellte. Ausgleiche G für Hindernispferde gibt es aktuell auch kaum noch, weil die Leistungsstärke der aktiven Hindernispferde nicht dieses Niveau erreicht.

Am 17. Juni 2008 wurde in Deutschland erstmals ein Ausgleichsrennen gelaufen, bei dem die Festlegung der Skala erst am Tage des Nennungsschlusses durch den Ausgleicher erfolgte. Dieses Rennen fand auf der Galopprennbahn Köln-Weidenpesch statt.[4]

Zuchtrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Zuchtrennen ist ein Flachrennen, in dem alle Pferde eines Jahrgangs, abgesehen von der Stutenerlaubnis, das gleiche Gewicht tragen. (Nr. 255 der Deutschen Rennordnung). Im engeren Sinne sind nur die Klassischen, Gruppen- und Listenrennen Zuchtrennen.

Klassische Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klassische Rennen sind Zuchtrennen für dreijährige Pferde. Dazu zählen:

  • das Derby, das wichtigste Rennen für dreijährige Pferde. Ein Derby (Distanz: 1 1/2 engl. Meilen = ca. 2414 m) wird in fast jedem Land der Erde ausgetragen. Namensabweichungen: USA: Kentucky Derby; Frankreich: Prix du Jockey Club.
  • die 1000 Guineas, (Distanz: 1 engl. Meile = ca. 1609 m) ausschließlich für Stuten. In Deutschland auch Henkel-Rennen genannt.
  • die 2000 Guineas, (Distanz: 1 engl. Meile = ca. 1609 m) für Hengste und Stuten. In Deutschland auch Mehl-Mülhens-Rennen genannt.
  • der Preis der Diana, das „Stutenderby“, benannt nach dem franz. Prix de Diane. Englisch „The Oaks“.
  • das St. Leger, in der Regel der zuletzt ausgetragene Klassiker über eine Steherdistanz von 1 3/4 Meilen = ca. 2800 Meter; das St. Leger ist das älteste der Klassischen Rennen (seit 1776); seit 2007 sind im Deutschen St. Leger auch Pferde startberechtigt, die älter als dreijährig sind.
Gruppenrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gruppenrennen ist eine Form des Aufgewichtsrennens, das einer internationalen Klassifizierung unterliegt. Diese Klassifizierung soll den in der Zucht des Englischen Vollblüters angestrebten internationalen Leistungsvergleich ermöglichen und fördern. Es gibt Rennen der Gruppen I bis III. Der Gruppe I sind die bedeutendsten Rennen zugeordnet. Der Gruppen-Status richtet sich nach der historischen Bedeutung des Rennens, der Preisgelddotierung und der Leistungsstärke der teilnehmenden Pferde in den jeweils letzten 5 Jahren. Der Status eines Rennens wird regelmäßig überprüft und kann sich ändern. Das vom Pferd im Rennen zu tragende Gewicht ergibt sich aus seinem Alter und Geschlecht, in Gruppe-II- und Gruppe-III-Rennen aber auch aus seinen bisherigen Erfolgen. In Rennen der Gruppe II und III tragen Pferde, die zuvor schon ein Gruppe I-Rennen gewonnen haben, ein höheres Gewicht, zuweilen sind Gruppe-I-Rennen-Sieger in Gruppe-III-Rennen sogar ausgeschlossen. Ein Pferd, das ein Gruppe-I-Rennen in Frankreich, England oder Irland gewonnen hat, bekommt dabei das gleiche Aufgewicht wie ein Pferd, das ein Gruppe-I-Rennen in Deutschland oder Italien gewonnen hat.

Das System der Gruppenrennen wurde 1972 in Frankreich, England, Irland und Italien eingeführt, Deutschland kam ein Jahr später hinzu. Inzwischen gibt es weltweit Gruppenrennen. Ein besonderes Merkmal von Gruppenrennen ist, dass im Ausland trainierte oder gezogene Pferde nicht von der Teilnahme ausgeschlossen werden dürfen. Damit dienen Gruppenrennen dem internationalen Leistungsvergleich und sind z. B. mit der Champions League im europäischen Fußballsport vergleichbar.

In Deutschland hat Köln-Weidenpesch mit den Rennen Rheinlandpokal und Preis von Europa zwei Rennen der Gruppe I im jährlichen Veranstaltungsprogramm, in Düsseldorf-Ludenberg wird der Preis der Diana als Gruppe-I-Rennen entschieden.

Auf der Galopprennbahn Hoppegarten wird seit 2010 jährlich wieder der Große Preis von Berlin ausgetragen, ein Gruppe I-Rennen mit einer Gesamtdotierung von 175.000 € im Jahr 2012.[5]

Das wichtigste und höchstdotierte deutsche Gruppenrennen ist das Deutsche Derby, im Jahr 2007 mit einer Gesamtdotierung von 635.000 € – davon 381.000 € dem Sieger. Es wird traditionell am ersten Sonntag im Juli auf der Rennbahn in Hamburg-Horn über die „klassische Derby-“ Distanz von 2400 m (= ca. 1 1/2 engl. Meilen) ausgetragen.

Neben dem Derby sind auch alle anderen Klassischen Rennen Gruppenrennen.

Der Große Preis von Baden ist neben dem Derby das wichtigste Rennen in Deutschland. Es handelt sich hierbei ebenfalls um ein Gruppe-I-Rennen über 2400 Meter (für dreijährige und ältere Pferde), das jährlich am ersten Sonntag im September auf der Galopprennbahn Iffezheim bei Baden-Baden entschieden wird.

Listenrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

sind Aufgewichtsrennen, deren Leistungsniveau wie das der Gruppenrennen international überwacht wird. Listenrennen sind Zuchtrennen, die in Bedeutung und Dotierung unter den Gruppenrennen rangieren (sie sind praktisch eine „Gruppe IV“). Siege und Platzierungen in Listenrennen dürfen, wie bei Gruppenrennen, in Auktionskatalogen unter Nennung des Renntitels in fetten Druckbuchstaben gelistet werden (sog. „Blacktype“-Rennen).

Verkaufsrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkaufsrennen sind Hindernis- oder Flachrennen, bei denen die teilnehmenden Pferde zum Verkauf stehen. Das vom Pferd zu tragende Gewicht ergibt sich aus Alter und Geschlecht des Pferdes und aus dem so genannten Einsatzpreis, also dem Betrag, den der Besitzer des Pferdes als Mindestkaufpreis festlegt. Nach dem Rennen können Interessierte Gebote für die teilnehmenden Pferde abgeben, diese werden auf Zetteln in eine dafür bereitstehende Box geworfen. Sind mehrere Gebote für ein Pferd vorhanden, erhält es der Bieter mit der höchsten gebotenen Summe, gibt es kein Gebot für ein Pferd, verbleibt es bei seinem bisherigen Eigentümer. Verkaufsrennen sind in Deutschland selten, in anderen Ländern (z. B. Frankreich) finden diese häufig statt.

Jeder Interessierte hat die Möglichkeit, ein Pferd, das als Starter in einem Verkaufsrennen angegeben ist, vorher zu kaufen (claimen). Der Kaufpreis ist dann der Einsatzpreis des Pferdes und der Siegpreis des Rennens.

Wird das Pferd nach dem Rennen zu einem höheren Preis als dem Einsatzpreis verkauft, erhält der veranstaltende Rennverein den überschießenden Betrag.

In Deutschland wird im Anschluss an das Verkaufsrennen ausschließlich der Sieger versteigert.

Stutenrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Stutenrennen sind ausschließlich Stuten startberechtigt. Diese können in Verbindung mit anderen Rennarten wie beispielsweise Gruppe-Rennen ausgeschrieben werden. Die bekanntesten Stutenrennen in Deutschland sind der Preis der Diana und die German 1000 Guineas. Die beiden Rennen gehören zu den klassischen Rennen.

Halbblutrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halbblutrennen werden sowohl auf der Flachbahn als auch über Sprünge ausgetragen. Hier dürfen ausschließlich Pferde starten, die aus der Halbblutzucht stammen, also keine reinen Vollblüter sind. Der Begriff Halbblut ist etwas irreführend, weil die meisten der dort startenden Pferde einen Vollblutanteil von über 95 % haben. Die Franzosen nennen diesen Typ Pferd deswegen auch AQPS Autre que pur sang. Pur sang, „reines Blut“, ist in Frankreich der Begriff für Vollblüter, und dementsprechend sind Halbblüter dort eben andere als reines Blut.

Halbblüter zeichnen sich vor allem durch ihre größere Zähigkeit aus und werden deswegen vornehmlich im Hindernissport eingesetzt. Die fehlende Höchstgeschwindigkeit gleichen sie mit größerer Ausdauer und Zähigkeit aus. In den Hochzeiten des Hindernissports wurden viele große Jagdrennen von Halbblütern gewonnen.

Heat (Heatrennen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heatrennen sind Rennen über mehrere Läufe, d. h. die gleichen Pferde treten mehrmals gegeneinander an. Ein Pferd ist Sieger eines Heatrennens, wenn es seine Gegner zweimal geschlagen hat. Die Läufe finden am gleichen Tag im Stunden-Abstand statt. Heats sind die Urform des Galopprennens. Im 17. und 18. Jahrhundert waren Heatrennen über 3 oder 4 engl. Meilen (ca. 4800 bzw. 6400 m) üblich. Diese Rennen wurden allerdings nicht wie heute in gleichmäßig hohem Tempo (Renngalopp) gelaufen, in der Anfangsphase war das Tempo eher gemächlich und erst bei Passieren des Distanzpfostens (ca. 200 m vor dem Ziel) wurde „richtig“ galoppiert. In gewisser Weise verliefen diese Rennen ähnlich wie heute Sprintrennen im Bahnradrennsport und waren stark von der Taktik beeinflusst, denn das Pferd, das zuerst antrat, war zumeist im Vorteil. Es konnte auch verabredet werden, dass sich die Reiter gegenseitig mit Peitschen schlagen konnten – Pferderennen waren damals also fast noch Zweikämpfe.

In der Frühphase des Galopprennsports wurden auch Entscheidungsläufe ausgetragen, wenn Pferde im „toten Rennen“ (engl. „dead heat“) als erste die Ziellinie passierten.

Heatrennen gibt es heute nur noch im Trabrennsport, z. B. wird das Deutsche Traberderby in Vor- und Entscheidungsläufen am gleichen Tag entschieden.

Hindernisrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hindernisrennen werden für eigens zu diesem Zweck gezüchtete Pferde ausgeschrieben. Weil die Distanz von Hindernisrennen länger als bei Flachrennen ist und das Durchschnittstempo folglich langsamer, werden in Hindernisrennen für niedrigere Leistungsklassen auch Pferde eingesetzt, die sich in Flachrennen als zu langsam erwiesen haben. Hindernisrennen und Flachrennen sind verschiedene Sportarten: Pferde, die in Flachrennen nur wenig leisten können, sind in Hindernisrennen oft große Könner und umgekehrt.

Jagdrennen (Steeplechase)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jagdrennen

Jagdrennen führen bei einer Distanz von 3000 bis 7200 m über feste Hindernisse (Hecken, Wälle, Gräben). Daraus resultiert ein hohes Verletzungsrisiko für Pferd und Reiter.[6]

Jagdrennen führen über eine „Querfeldeinstrecke“ innerhalb der Pferderennbahn, oder direkt im Anschluss an die Rennbahn. Nur wenige Bahnen haben auch eine Rennstrecke, die nicht von der Tribüne aus sichtbar ist (z.B. Vittel/Frankreich). Die Jagdrennen haben neben den Jagd- und Hürdensprünge zahlreichen Naturhindernissen wie Gräben, Baumstämmen, Wasser- und Trockengräben, Wälle, Auf- und Absprünge, Wasserdurchquerungen, Zweier- und Dreierkombinationen sowie abrupte Richtungswechsel ausgestattet und verlangt vom Pferd großes Sprungvermögen und große Wendigkeit. In Frankreich (Pau, Lion de Angers, Craon, Le Pin, Vittel, Saumur und viele mehr), Schweiz (Maienfeld,[7] Aarau, Frauenfeld) und Italien (Meran, Treviso) sind Jagdrennen weit verbreitet. In Frankreich und in der Schweiz (seit 2009) gibt es ein Cross-Championat für Spezialisten. Die bekanntesten Jagdrennen sind der Gran Premio delle Nazioni in Meran/Italien,[8] das Grand Cross de Craon in Craon sowie das Anjou-Loire Challenge (Listenrennen, mit 7300 m längstes Hindernisrennen[9]) in Lion de Angers (Frankreich).[10]

Steeplechase – der englische Begriff für Jagdrennen – heißt wörtlich übersetzt Kirchturmrennen, denn ursprünglich wurden diese Rennen querfeldein von einem Kirchturm zum nächsten ausgetragen, wobei es galt, auf dem Weg dorthin verschiedene Hindernisse zu überspringen. Bekannte Steeplechase sind das Grand National in Aintree bei Liverpool, England und die Velká Pardubická im heutigen Tschechien. Diese Rennen gehen regelmäßig mit Protest von Tierschützern einher.

Seejagdrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seejagdrennen sind Jagdrennen, bei denen die Kursführung die Durchquerung eines Sees erfordert. In Deutschland gibt es auf den Rennbahnen von Bad Harzburg, Hamburg-Horn und Quakenbrück Kurse für Seejagdrennen. Auf der Hamburger Galopprennbahn ist der See so tief, dass die Pferde gerade noch den Grund des Sees berühren könnten. Jedoch sind die Pferde schneller, wenn sie sich schwimmend durch den See bewegen. Bei Seejagdrennen werden nicht selten der Rennverlauf und das Ergebnis durch das Durchqueren des Sees entschieden.

Hürdenrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu Jagdrennen führen Hürdenrennen über bewegliche, kleinere Reisighürden. Zudem werden Hürdenrennen im Gegensatz zu Jagdrennen stets in einem Rundkurs, also auf der Rennbahn gelaufen. Hürdenrennen sind zwischen 2400 und 4000 m lang. Die zurzeit weltweit einzigen Hürdenrennen auf Schnee finden im Rahmen der Pferderennen Arosa statt.

Galopprennbahnen in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland gibt es momentan 47 Galopprennbahnen. Die größte ist der Rennplatz Iffezheim bei Baden-Baden, die zweitgrößte in Hoppegarten bei Berlin.[11] Vgl. die Navigationsleiste Pferderennbahnen in Deutschland.

Bekannte/Berühmte Rennpferde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seitdem die Ergebnisse von Pferderennen dokumentiert werden, also etwa seit Beginn des 18. Jh., hat es eine große Zahl von Rennpferden gegeben, die Berühmtheit erlangten. Eine wachsende Zahl von Kurzporträts vor allem deutscher Galopprennpferde findet sich in der Kategorie:Rennpferd.

Bekannte deutsche Rennpferde sind zum Beispiel Danedream, Novellist, Sea the Moon und Pastorius.

Trabrennsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Trabrennsport

Es ist nur die Gangart Trab erlaubt. Pferde, die in den Galopp verfallen (fachlich: „springen“, „anspringen“), werden disqualifiziert.

Sonstiger Pferderennsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skijöring, Skikjöring und Offroad-Kjöring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skikjöring ist ein Pferderennen, bei dem ein Skifahrer von einem reiterlosen Pferd gezogen wird. Das Pferd trägt ein leichtes Brustblattgeschirr[12] und ist über zwei Zugstränge mit dem Sicherheitsgurt verbunden, den der Fahrer um den Körper trägt. Die Leinenführung muss am Pferd über einen Bauchgurt mit Leinenführungsringen sichergestellt werden (z.B. Longiergurt, Einfahrgurt, Selette von Einspännergeschirr oder Kammdeckel von Zweispännergeschirr). So hat die Fahrer die Hände für die Leinen frei und kann im Notfall die Zugverbindung zum Pferd lösen. Sehr bekannt sind die Skikjöring-Rennen, die alljährlich im Rahmen der Meetings von St. Moritz in der Schweiz ausgetragen werden. Es sind alle Gangarten erlaubt. Dabei werden Skifahrer von unberittenen Vollblütern mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 oder 55 km/h über eine Piste aus Schnee und Eis gezogen. Die Fahrer schützen sich dabei mit speziellen Ausrüstungen, ähnlich denen von Eishockeyspielern, gegen die von den Pferdehufen aufgewirbelten Schnee- und Eisbrocken.[13] In Frankreich wird auch Skijöring-Slalom gefahren.[14]

Beim Skijöring hingegen sitzen Reiter auf den Pferden, die die Skifahrer ziehen. Die Skifahrer halten sich an einem Bügel, ähnlich wie beim Wasserskifahren.[15] In Arosa findet seit 1911 alljährlich ein Skijöring-Rennen statt.[16] Skijöring und Pferdeschlittenrennen werden auch als Breitensport betrieben.[17] Es gibt auch Snowboarder,[18] die sich von Pferden ziehen lassen und Kinder, die sich auf gewöhnlichen Holzschlitten von einem ruhigen Pferd (beispielsweise von der Mutter geritten) nachziehen lassen.

Seit 1997 gibt es die Sportart Offroad-Kjöring, bei der Inline Skater mit speziellen Offroad-Rollerblades von Springpferden gezogen werden. Dabei wird ein Parcours mit Sprüngen überwunden.[19]

Töltrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist nur die Gangart Tölt erlaubt, eine Viertaktgangart in acht Phasen. Bei einem Töltrennen werden nur die Pferde gewertet, die einen taktklaren Tölt gezeigt haben, die anderen werden disqualifiziert. Töltrennen werden meist von Islandpferden gelaufen, einer Ponyrasse, der zusätzlich zu dieser Spezialgangart auch der Pass angeboren ist.

Passrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist nur die Gangart Rennpass erlaubt, bei der die Pferdebeine nicht wie im Trab diagonal gesetzt werden, sondern in einer Linie den Boden berühren. (Bsp.: rechtes Hinter- und Vorderbein werden gleichzeitig bewegt, das linke Hinter- und Vorderbein bleibt dabei am Boden) In den USA und Kanada werden mehr Passrennen als Trabrennen abgehalten und momentan werden bei ihnen auch die höheren Geschwindigkeiten erreicht.

Barrel Race[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Barrel Race ist eine Western-Disziplin, bei der es darum geht, drei Ölfässer möglichst schnell zu umrunden. Beim Barrel Race werden meist Quarter Horses eingesetzt, die dank ihrer kräftigen Hinterhand und Wendigkeit dafür besonders geeignet sind.

Pferdewetten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnistafel mit Quotenanzeige nach dem Rennen

Ein Großteil der Veranstaltungskosten und Preise im Pferderennsport wird durch die Wettleidenschaft der Besucher am Schauplatz selbst und der Wetter bei den Buchmachern getragen.

Entwicklung der Wettumsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 2000 haben die Totalisatorbetreiber (gemeinnützige Rennvereine, mit der landesrechtlichen Verpflichtung zur Organisation von Leistungsprüfungen) einen Wettumsatzrückgang von ca. 60 % verzeichnen müssen, obwohl die Wettumsätze auf Pferdewetten in Deutschland in absoluten Zahlen gestiegen sind. Grund für diese radikale Umlenkung der Wettumsätze ist, dass die Buchmacher meist nur noch ins steuergünstige Ausland vermitteln, damit umgehen sie die Zahlung von Rennwett- und Lotteriesteuern an den Fiskus und entziehen den Rennvereinen die Existenzgrundlage, die sich aus einem Abzug von den Wettgeldern und der Zurückerstattung der staatlichen Rennwettsteuer finanziert haben.[20] Im Jahr 2012 wurden in Deutschland 15 Millionen Euro mit Pferdewetten umgesetzt.[21]

Wettarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren vier verschiedene Grundwettarten, deren Quoten dann am Totalisator ermittelt werden. Bei den meisten Pferderennen wettet man auf

  • Sieg: den späteren Sieger des Rennens
  • Platz: das Pferd muss Erster, Zweiter oder Dritter werden, bei weniger als sieben Startern Erster oder Zweiter
  • Zweier-Wette: die richtige Reihenfolge der Pferde auf Platz 1 und 2 muss vorhergesagt werden
  • Dreier-Wette: die ersten drei Plätze müssen in richtiger Reihenfolge vorhergesagt werden

weitere in Deutschland spielbare Pferdewettarten sind:

  • Vierer-Wette: die ersten vier Plätze müssen in richtiger Reihenfolge vorhergesagt werden – Diese Wette wird seit 2007 bei Galopprennen in Deutschland i. d. R. nur in einem Rennen pro Renntag angeboten „Wettchance des Tages“ und ist oftmals mit einer Mindestauszahlung (häufig 10.000 Euro) ausgestattet. Diese Wette kann als die erfolgreichste Neueinführung im deutschen Pferdewettmarkt der letzten Jahre angesehen werden, die Umsätze sind fast immer viel höher als in anderen Rennen ohne Viererwette. Dies ist zum einen auf die Chance hoher Quoten zurückzuführen, zum anderen wird diese Wette auch von Buchmachern zumeist in den Totalisator vermittelt, da sie das Risiko hoher Auszahlungen nicht tragen wollen.
  • Platzzwilling: man sagt 2 Pferde voraus, die in beliebiger Reihenfolge beide unter die ersten 3 Plätze kommen müssen
  • Finish-Wette: die Sieger der letzten drei Rennen des Tages müssen vorhergesagt werden
  • TOP-6-Wette (in GB „Scoop6“ genannt): die Sieger von sechs Rennen des Tages müssen vorhergesagt werden

Die Wettformate für Pferderennen aus den USA und dem Magna Racino in Österreich lauten:

  • WIN: Sieger des Rennens
  • PLACE: das Pferd muss Erster oder Zweiter werden
  • SHOW: das Pferd muss Erster, Zweiter oder Dritter werden

Diese 3 Wettformate können auch kombiniert werden z. B. WINPLACE dies entspricht dann aber 1 WIN Wette und 1 PLACE Wette!

  • EXACTA: die ersten beiden Plätze müssen in der richtigen Reihenfolge vorhergesagt werden
  • TRIFECTA: die ersten drei Plätze müssen in richtiger Reihenfolge vorhergesagt werden
  • SUPERFECTA: die ersten vier Plätze müssen in richtiger Reihenfolge vorhergesagt werden

In Kombination mit BOX – die Reihenfolge des Einlaufs ist nicht wichtig (es erhöht sich natürlich der Preis für den Wettschein!)

  • PICK 3 – Die Sieger aus 3 aufeinanderfolgenden Rennen müssen vorhergesagt werden
  • PICK 4 – Die Sieger aus 4 aufeinanderfolgenden Rennen müssen vorhergesagt werden
  • PICK 5 – Die Sieger aus 5 aufeinanderfolgenden Rennen müssen vorhergesagt werden
  • PICK 6 – Die Sieger aus 6 aufeinanderfolgenden Rennen müssen vorhergesagt werden

Bei den PICK-n Wetten bieten die Rennbahnen aus den USA zumeist garantierte Gewinnpools bis zu 1 Million US-Dollar an.

Daneben gibt es zwei weitere vor allem im anglophonen Bereich beliebte lotteriähnliche Wettspiele, die ganz eng mit dem Pferderennsport verbunden sind, nämlich die Sweepstakes und die Calcutta – erstere sind in UK untrennbar mit dem Grand National, letztere in Australien mit dem Melbourne Cup verbunden.

Richterspruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Zielrichter wird entschieden, wie überlegen ein Pferd bzw. die ersten fünf Pferde gesiegt haben. Die Abstände werden folgendermaßen angegeben: [22] Nase (N), Kurzer Kopf (kK), Kopf (K), Hals (H) und Länge (L). Früher gab es zusätzlich die Bezeichnung Weile, die mehr als 10 Längen entsprach, und die „halbe Länge“. Wenn zwei oder mehr Pferde gleichzeitig die Ziellinie erreichen, spricht man von einem toten Rennen. Der Richterspruch enthält außerdem eine Bewertung (Überlegen, Leicht, Sicher, Kampf).

Volkswirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Grund des Wettsystems bei Pferdewetten kann Geld so gewaschen werden, dass die Herkunft des Geldes anonym bleibt. Aufgrund der verhältnismäßig geringen Wettumsätze wird dies für Deutschland jedoch nicht als problematisch angesehen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Palio von Siena[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eins der berühmtesten und umstrittensten Pferderennen, das nicht in einer speziellen Pferderennbahn abgehalten wird, ist das Palio di Siena. Er entstand aus einem Wettstreit der Bewohner konkurrierender Stadtteile von Siena. Der Palio hat heute nur noch eine traditionell-volksfestartige, touristische Bedeutung, er diente auch nie der pferdesportlichen Zuchtauslese. Kurioserweise kann ein reiterloses Pferd Sieger des Palio werden.

Aufgalopp[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Start vieler Pferderennen findet der Aufgalopp statt, bei dem die Rennpferde zur Startmaschine laufen, meist an der Tribüne entlang und in ruhigem Tempo. Der Aufgalopp dient zum Aufwärmen der Pferde und zur Einstimmung der Zuschauer auf das Rennen. Der Begriff wird gerne übertragen auf andere Veranstaltungen, beispielsweise Stars auf dem roten Teppich.

Pferderennen als Spielidee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Detailbild des Petits-chevaux-Tisches aus dem Schweizerischen Spielmuseum.

Die Beliebtheit der Pferderennen und der damit verbundenen Gelegenheit zu wetten war Anlass das Thema Pferderennen auch für Spiele zu nützen. Auf diese Weise entstand im 19. Jahrhundert das Casinospiel Petits chevaux und die kleineren Glücksspiele Horse Race (oder Racing Aces), Minoru (nach einem Rennpferd König Edward VII. benannt), Sandown nach der Pferderennbahn Sandown Park etc.

Aber auch in jüngerer Vergangenheit haben Pferderennen die Spielentwickler immer wieder inspiriert: Es existiert ein Arcade-Spiel Steeplechase (Atari, 1975) und auch ein gleichnamiges Atari-2600-Spiel. Diese Spiele ähneln der Optik nach dem mechanischen Pferderennen. Auf Jahrmärkten gibt es ebenfalls eine mechanische Version.[23]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Pferderennen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Pferderennen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kombination mit einer Swingolfanlage.
  2. Kombination mit einer Golfanlage.
  3. Turf im Duden. Abgerufen am 23. Juni 2013.
  4. Direktorium für Vollblutzucht und Rennen: Erstes Ausgleichsrennen, bei dem die Festlegung der Skala am Tage des Nennungsschlusses durch den Ausgleicher erfolgte (Memento vom 11. Juni 2008 im Internet Archive) .
  5. Renntermine 2012 auf hoppegarten.com, abgerufen am 9. August 2012.
  6. H. Meier, Die Prävention von Verletzungen (PDF; 1,4 MB).
  7. Rennstrecken von Maienfeld.
  8. Rennstrecke des Grossen Preis von Meran.
  9. Rennstrecken von Lion de Angers.
  10. Informationen über das Anjou-Loire Challenge, Video des letztjährigen Rennen.
  11. Liste deutscher Galopprennbahnen (Memento vom 1. August 2015 im Webarchiv archive.is), abgerufen am 27. April 2016.
  12. Beschreibung eines Skijöring-Geschirrs (PDF; 959 kB).
  13. Definition Skijöring und Skikjöring.
  14. Championnats de France de skijoering 2008.
  15. Skijöring Video.
  16. IG Pferderennen auf Schnee Arosa.
  17. Skijöring bei Kimratshofen.
  18. Skijöring Holzelfingen 2010.
  19. Offroad Kjoering Schweizer Meisterschaften 2009.
  20. wett-annahme.de.
  21. Der deutsche Glücksspielmarkt in Zahlen. Abgerufen am 17. Januar 2014.
  22. Definition der Längenmasse.
  23. flickr.com – Bildbeispiel.