Pflegeassistent

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Pflegeassistent oder Gesundheits- und Pflegeassistent ist ein Gesundheitsfachberuf. Er ist ein staatlicher Ausbildungsberuf des Teilbereiches Pflege im deutschen Gesundheitswesen. Der Beruf Gesundheits- und Pflegeassistent ersetzt seit dem 1. August 2007 die bisherigen pflegerischen Helferausbildungen (Gesundheits- und Krankenpflegehelfer, Altenpflegehelfer, Heilerziehungspflegehelfer und Kinderkrankenpflegehelfer). Pflegeassistenten sind qualifizierte Assistenzkräfte für den Bereich der Pflege, Betreuung und Versorgung von Menschen aller Altersstufen. Die duale Ausbildung dauert zwei Jahre.

Absolventen der Qualifizierungsmaßnahmen zum Alltagsbegleiter in der Dementenbetreuung nach § 87b SGB XI werden häufig auch als Pflegehelfer oder Pflegeassistenten bezeichnet, haben jedoch in der Regel eine sechsmonatige Bildungsmaßnahme besucht.

Einsatzbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pflegeassistenten können in allen Bereichen der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Familienpflege eingesetzt werden. Die Einsatzfähigkeit ist allerdings faktisch teilweise durch Vorgaben der Kostenträger eingeschränkt, indem die Zulassung zur Teilnahme an der Erbringung von Pflegeleistungen davon abhängig gemacht wird, dass Pflegekräfte mit höherer Qualifikation eingesetzt werden, zum Beispiel in Teilbereichen der Häuslichen Krankenpflege. Pflegeassistenten werden beispielsweise im ambulanten Pflegedienst eingesetzt, zu ihren Aufgaben gehören dort die Unterstützung des Pflegebedürftigen bei der Haushaltsführung, die Gesunderhaltung und grundpflegerische Verrichtungen, beispielsweise Hilfestellung bei der Körperpflege oder die Familienbetreuung. In Alten- und Pflegeheimen können Pflegeassistenten sowohl in der Grundpflege wie auch in der Aktivierung und bei Betreuungs- und Beschäftigungsangeboten eingesetzt werden.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausbildung zur Gesundheits- und Pflegeassistenz ist ein zweijähriger Ausbildungsberuf an der Berufsfachschule Pflegeassistenz. Durchgeführt wird die zweijährige Ausbildung an verschiedenen Einrichtungen des Pflege- und Gesundheitswesens, beispielsweise in Kliniken, Pflegeeinrichtungen oder bei Pflegediensten. Die Vermittlung theoretischer Kenntnisse findet an inner-, über- oder außerbetrieblichen Berufs- oder Pflegeschulen statt. Während dieser Ausbildung wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt. Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung, die zur Führung der Berufsbezeichnung Pflegeassistent berechtigt.

Zugangsvoraussetzungen sind in der Regel ein Mindestalter von 17 Jahren sowie der Hauptschulabschluss (Ausnahmen sind möglich). Die gesundheitliche Eignung muss wie bei allen Pflegeberufen vorliegen.

Weiterbildungsmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Hauptschulabschluss und nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kann die berufsbezogene Mittlere Reife erlangt werden. Eine weiterführende Ausbildung in den Pflegefachberufe ist möglich, in der Altenpflege wird die Ausbildungsdauer für Pflegeassistenten in der Regel um ein Jahr verkürzt. Darauf aufbauend können weitere Qualifikationsmöglichkeiten und Fortbildungen absolviert werden.

Pflegeassistenz in der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anstelle der altrechtlichen Ausbildung zur Pflegeassistentin / zum Pflegeassistent kann die neue zweijährige Ausbildung als Assistentin / Assistent Gesundheit und Soziales (AGS) absolviert werden.[1][2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. OdASante Nationale Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit, Schweiz
  2. Pflegeassistenz Schweizerisches Rotes Kreuz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz Abteilung Soziale Hilfen, Pflege, Senioren und Betreuung (Hrsg.): Beruf mit Zukunft: Gesundheits- und Pflegeassistenz. eurodruck, Hamburg April 2009 (hamburg.de [PDF; abgerufen am 25. Dezember 2009]).