Pilzno

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Pilzno
Wappen von Pilzno
Pilzno (Polen)
Pilzno
Pilzno
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Powiat: Dębica
Gmina: Pilzno
Fläche: 16,04 km²
Geographische Lage: 49° 59′ N, 21° 17′ OKoordinaten: 49° 58′ 43″ N, 21° 17′ 29″ O
Höhe: 220[1] m n.p.m.
Einwohner: 4862 (31. Dez. 2016)
Postleitzahl: 39-220
Telefonvorwahl: (+48) 14
Kfz-Kennzeichen: RDE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK4



Pilzno ist eine Stadt im Powiat Dębicki der Woiwodschaft Karpatenvorland in Polen. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit etwas über 18.000 Einwohnern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt in der nordöstlichen Ecke des Ciężkowice-Gebirges, an der Höhe von 220 m, am Bach Dulcza, linken Ufer der Wisłoka. Die Nachbarorte sind Lipiny im Norden, Parkosz im Nordosten, Strzegocice im Südosten, Słotowa im Süden sowie Łęki Dolne im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktplatz

Im 12. Jahrhundert gehörte das Gebiet zur Benediktinerabtei Tyniec, damit im Zusammenhang tauchten erste unzuverlässige Erwähnungen auf. Der Ort lag entlang der Via Regia und durch die Stadt lief eine wichtige Handelsstraße von Krakau nach Ungarn. In der Mitte des 13. Jahrhunderts bauten die Benediktiner die erste örtliche Kirche. Im Jahr 1328 wurde der Ort von den Benediktinern ins deutsche Recht übertragen. Im Jahr 1354 verlieh der König Kasimir III. der Große dem Ort das Magdeburger Recht und erhob sie zur Königlichen Freistadt in der Woiwodschaft Sandomir. Der Name ist wahrscheinlich vom im Ort hergestellten Filz (polnisch „pilść“ oder „pilśń“) abgeleitet,[2] eine andere populäre Hypothese sagt über Übertragung des Namens von Siedlern von Pilsen in Böhmen.[1]

Bei der Ersten Teilung Polens kam Pilzno 1772 zum neuen Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804). Ab dem Jahr 1855 war Pilzno die Hauptstadt vom Bezirk Pilzno.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie kam Pilzno 1918 zu Polen. Unterbrochen wurde dies nur durch die Besetzung Polens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Von 1975 bis 1998 gehörte Pilzno zur Woiwodschaft Tarnów.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) gehören neben der Stadt Pilzno 17 Dörfer mit einem Schulzenamt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gotische Johannes-der-Täufer-Kirche (14. Jahrhundert)
  • Kloster und Kirche der Augustiner (14. Jahrhundert), seit dem Jahr 1841 der Karmeliter.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pilzno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Andrzej Matuszczyk: Pogórze Karpackie. Oddział PTTK „Ziemi Tarnowskiej“, Tarnów 1995, ISBN 83-903260-1-9, S. 291–292 (polnisch).
  2. Józef Szczeklik, Pilzno i jego dzieje, Pilzno 1994, S. 30.