Pisco Sour

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Pisco Sour

Pisco Sour ist ein Cocktail aus der Sour-Familie. Die Basisspirituose ist Pisco, ein Traubenschnaps, benannt nach der Stadt Pisco in Peru, der in zwei Varianten in Peru und Chile hergestellt wird. Der Ursprung des Pisco Sour ist zwischen diesen Ländern umstritten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pisco Sour ist wohl seit den 1920er-Jahren bekannt. Im Lima-Stadtführer Lima, la ciudad de los Reyes aus dem Jahr 1928/29 wird er auf Seite 553 in einer Anzeige der „Bar Morris“ erstmals erwähnt. Laut Martin Morales, einem peruanischstämmigem Gastronom und Autor des Standardkochbuchs Ceviche, wurde der Cocktail erstmals von „Bar Morris“-Eigentümer Victor Morris serviert, der ihn als Alternative zum damals angesagten Whisky Sour entwickelt hatte.[1] Da Morris' Bar von einem internationalen Publikum besucht wurde, verbreitete sich die Popularität des Cocktails rasch.

Zubereitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pisco Sour wird mit drei Teilen Pisco, je einem Teil Limettensaft, Zuckersirup und Eiklar mit Eis gemixt und ins Glas abgeseiht. Alternativ kann der Cocktail unter Zugabe von Eiswürfeln in einem Standmixer zubereitet werden.[1] Der fertige Cocktail wird mit einigen Spritzern Angosturabitter oder dem peruanischen Cocktailbitter Amargo Chuncho (oder auch einer Messerspitze Zimt) verfeinert. In Peru wird üblicherweise Pisco von der nicht aromatischen Traubensorte Quebranta verwendet; bekannte Piscoproduzenten sind Tacama (z. B. Demonio de los Andes) oder Occucaje. Der Marktführer in Chile ist mit nahezu 70 % Pisco Capel, eine Genossenschaft aus dem Elqui-Tal. Der Pisco Sour wird unter anderem zur Begrüßung oder als Aperitif gereicht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Pisco sour – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikibooks: Pisco Sour-Rezept – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Martin Morales: Ceviche – Peruanische Küche. Fackelträger Verlag, Köln 2014, ISBN 978-3-7716-4551-9, S. 200.