Pjotr Alexandrowitsch Tschichatschow

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Pjotr Tschichatschow um 1850

Pjotr Alexandrowitsch Tschichatschow (auch Tchichatscheff oder Tschihatscheff, russ. Пётр Александрович Чихачёв; * 16. Augustjul./ 28. August 1812greg. in Gattschina; † 13. Oktober 1890 in Florenz) war ein russischer Forschungsreisender. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Tchich.“, es wird aber auch das Kürzel „Tchih.“ verwendet.

Tschichatschow bereiste den Altai, Kleinasien (insgesamt sechsmal in den Jahren 1847 bis 1858), zwischen 1877 und 1878 Spanien, Algerien und Tunesien, wobei er insbesondere die geologischen, klimatologischen und botanischen Verhältnisse der Länder beobachtete.

1843 wurde er mit dem Beinamen J. G. Gmelin in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen.[1] 1866 wurde er korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und 1873 Ehrenmitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.

Der Tschichatschow-Kamm, eine Bergkette an der russisch-mongolischen Grenze, wurde nach ihm benannt.[2] Sein jüngerer Bruder war Platon Alexandrowitsch Tschichatschow.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Voyage scientifique dans l'Altai oriental. Paris 1845
  • Asie Mineure. 8 Bände, Paris 1852 bis 1868
  • Spanien, Algerien und Tunis. Leipzig 1882
  • Lettres sur la Turquie. Brüssel und Leipzig 1850

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. J. D. F. Neigebaur: Geschichte der kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens. Friedrich Frommann, Jena 1860, S. 270 Digitalisat
  2. Artikel Tschichatschow-Kamm in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D122580~2a%3DTschichatschow-Kamm~2b%3DTschichatschow-Kamm