Plandampf

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Dampflok 01 519 beim Plandampf 2005 in Schifferstadt

Plandampf bedeutet die Bespannung von Regelzügen mit Dampflokomotiven, oft in Verbindung mit zeitgenössischem Wagenmaterial. Die Idee entstand Ende der 1980er Jahre. Von den Verantwortlichen waren anfangs nur die Mehrkosten für den Dampflokeinsatz zu tragen. Hintergrund war, dass es auf dem Gebiet der ehemaligen DDR noch viele betriebsfähige Dampfloks gab, die Infrastruktur vielerorts noch vorhanden war (z. B. Drehscheiben, Wasserkräne, Bekohlungsanlagen, Besandungsanlagen) und die meist niedrige Höchstgeschwindigkeit den Einsatz von Dampfloks zuließ.

Plandampfveranstaltungen werden zusehends seltener, da im Zuge von Streckenmodernisierungen die für den Dampfbetrieb notwendige Infrastruktur verloren geht. So war der Plandampf zu Beginn der 1990er Jahre in Ostdeutschland noch verhältnismäßig häufig anzutreffen. Zum anderen wird nach den Modernisierungen die Geschwindigkeit heraufgesetzt und der Fahrplan entsprechend ausgelegt, so dass Dampflokomotiven den Tempoanforderungen, aber auch Nebenbedingungen, wie dem automatischen Schließen der Türen, nicht mehr genügen können.

Bei organisierten Plandampfveranstaltungen werden zumeist Personenzüge gefahren. Seltener sind Güterzugveranstaltungen, die zuletzt nur noch auf dem Abschnitt Eisenach–Bad Salzungen–Meiningen der Werrabahn einmal jährlich stattfanden.

In Süddeutschland hat sich seit 2016 das BEM als Plandampfveranstalter etabliert. Durch den Bestand an ausreichend Großlokomotiven (BR 01, BR 44, BR 50, S 3/6 und BR 52), eigener Strecke und Kunden mit entsprechendem Frachtaufkommen im Güterverkehr ist es möglich relativ leicht Plandampfveranstaltungen um das Ries mit zusätzlichen Foto- bzw. Personenzügen auszurichten.

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