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Nördlinger Ries

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Nördlinger Ries
Naturraum Ries.png
Fläche 348 km² [1]
Naturraum 10300
Nördlinger Ries
Geographische Lage
Koordinaten 48° 53′ 18″ N, 10° 32′ 9″ OKoordinaten: 48° 53′ 18″ N, 10° 32′ 9″ O
Nördlinger Ries (Bayern)
Nördlinger Ries
Lage Nördlinger Ries
Bundesland Bayern, Baden-Württemberg
Staat Bundesrepublik Deutschland
Nördlinger Ries von Südwesten

Das Nördlinger Ries (auch kurz Ries genannt[2]) ist ein Natur- und Kulturraum im Südwestdeutschen Stufenland und liegt im Grenzgebiet zwischen Schwäbischer Alb und Fränkischer Alb im Städtedreieck NürnbergStuttgartMünchen. Es dehnt sich zum größten Teil auf den schwäbischen Landkreis Donau-Ries in Bayern aus, ein kleiner Anteil befindet sich im baden-württembergischen Ostalbkreis. Ein geringer Anteil entfällt auf den mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, ebenfalls in Bayern.[3]

Es handelt sich um die Einheit 103 – Ries[4] innerhalb der naturräumlichen Haupteinheit D58 – Schwäbisches Keuper-Lias-Land[5]

Das nahezu kreisförmige, flache Ries hebt sich auffällig von der hügeligen Landschaft der Alb ab. Aufgrund der im Ries gefundenen Gesteine, insbesondere des Suevits, wurde das Ries zunächst für eine vulkanische Struktur gehalten. Erst 1960 konnte nachgewiesen werden, dass es Überreste eines etwa 14,6 Millionen Jahre alten Einschlagkraters sind. Dieser damalige Einschlag wird Ries-Ereignis genannt. Das Ries zählt zu den am besten erhaltenen großen Impaktkratern der Erde.

Herkunft des Namens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Ries leitet sich vom Namen der römischen Provinz Raetia ab, da man hier zur Römerzeit, von Westen kommend, diese Provinz betrat.[6]

Aussehen und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nördlinger Ries ist nahezu kreisrund (Durchmesser etwa 20 bis 24 Kilometer). Die Flächenausdehnung beträgt 348 km². Der Krater ist aufgrund seiner Größe und der starken Verwitterung nur aus der Luft deutlich zu erkennen. Vom Boden aus erscheint der Kraterrand als eine bewaldete Hügelkette ringsum am Horizont. Der heutige Kraterboden, in dem es im Gegensatz zur angrenzenden hügeligen Alblandschaft keine größeren Erhebungen gibt, liegt rund 100 bis 150 Meter unterhalb der umgebenden Hochflächen der Schwäbisch-Fränkischen Alb. Eine Ausnahme bildet lediglich eine ringförmige Hügelkette im Inneren des Kraters (Innerer Wall, Innerer Ring oder Kristalliner Ring), die das Nördlinger Ries als komplexen Impaktkrater kennzeichnet und von einfachen, „schüsselförmigen“ Kratern unterscheidet. Bestandteile des inneren Rings sind zum Beispiel die Marienhöhe bei Nördlingen, der Wallersteiner Felsen und der Wennenberg bei Alerheim.

Im Nördlinger Ries liegen einige Städte, darunter als größte Nördlingen, Harburg, Oettingen, Bopfingen und Wemding. Die Wörnitz durchquert von Nord nach Süd in zahlreichen Mäandern den flachen Rieskessel, am Südrand des Rieses fließt ihr die seinen Westen entwässernde Eger zu.

Entstehung des Nördlinger Rieses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Theorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geologen hatten mehr als ein Jahrhundert lang große Schwierigkeiten, die Entstehung des Rieses und seiner ungewöhnlichen Gesteine zu erklären, wodurch im Laufe der Zeit verschiedenartige Deutungen konkurrierten. Weil das im Ries vorkommende Suevit-Gestein dem vulkanischen Tuff ähnlich ist, wurde dabei meist irgendeine vulkanische Entstehung angenommen. Bereits Mathias von Flurl, der Begründer der Geologie in Bayern, beschrieb das Ries 1805 als vulkanische Gegend.[7] Carl Wilhelm von Gümbel schloss aus der Verteilung des Suevits 1870 auf die Existenz eines Ries-Vulkans, der aber im Laufe der Erdgeschichte wieder völlig abgetragen worden sei, sodass nur noch die von ihm ausgeworfenen Gesteine erhalten blieben.[8] Wilhelm Branco und Eberhard Fraas versuchten 1901 das Fehlen eines Vulkans dadurch zu erklären, dass eine aufsteigende, unterirdische Magmakammer zunächst zu einer Hebung des Untergrundes führte und es später durch Eindringen von Wasser an mehreren Stellen zu explosionsartigen Verdampfungen kam.[9] Der Offizier Walter Kranz zeigte ab 1910 durch Sprengversuche, dass die Erscheinungen im Ries am besten durch eine einzige zentrale Explosion zu erklären sind. Als Ursache der Explosion nahm auch er das Eindringen von Wasser in eine Magmakammer an.[10] Kranz kam damit, von der Ursache der Explosion abgesehen, dem tatsächlichen Entstehungsmechanismus bereits sehr nahe.

Außer den vulkanischen wurden auch andere Theorien diskutiert, die das Ries-Phänomen erklären sollten, etwa glaziale, wonach es sich um die Folgewirkung einer früheren Vergletscherung handle[11] oder tektonische, nach denen ein Kesselbruch im Zusammenhang mit der Entstehung der Alpen ursächlich gewesen sein sollte. Keine dieser Hypothesen konnte jedoch alle Eigenheiten des Nördlinger Rieses schlüssig erklären.

Bereits 1904 nahm Ernst Werner einen Meteoriteneinschlag für die Entstehung des Rieses als wahrscheinlich an.[12] Auch Otto Stutzer stellte 1936 Ähnlichkeiten zwischen dem Barringer-Krater in Arizona und dem Ries fest,[13] konnte der Impakttheorie aber ebenfalls noch nicht zum Durchbruch verhelfen.

Impakttheorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die US-amerikanischen Geologen Eugene Shoemaker und Edward C. T. Chao konnten 1960 schließlich anhand von Gesteinsproben nachweisen, dass der Krater tatsächlich durch einen Meteoriteneinschlag, das sogenannte Ries-Ereignis, entstanden sein muss. Der Nachweis erfolgte primär durch das Auffinden von Stishovit und Coesit, beides Hochdruckmodifikationen von Quarz, die nur unter den extremen Bedingungen eines Meteoriteneinschlags entstehen können, nicht aber durch Vulkanismus.[14]

Der Meteorit, der vor 14,6 (±0,2) Millionen Jahren[15] im Miozän (Langhium) das Nördlinger Ries erzeugte, dürfte einen Durchmesser von etwa 1,5 km gehabt haben und mit einer Geschwindigkeit von etwa 15–50 km/s (das entspricht 54.000–180.000 km/h) eingeschlagen sein. Die Explosion beim Auftreffen des Meteoriten hatte die Energie von mehreren 100.000 Hiroshima-Bomben. Durch den Einschlag wurden 150 km³ Gestein ausgeworfen, sogar Teile aus dem kristallinen Grundgebirge, denn der Meteorit durchschlug das 600 m starke Deckgebirge aus mesozoischen Sedimentgesteinen (Kalkgesteine, Tone). Einzelne Steine des Auswurfs wurden bis zu 70 km weit geschleudert, Tektite sogar bis zu 450 km. In wenigen Minuten war ein Krater von beinahe 25 km Durchmesser und rund 500 m Tiefe entstanden. Nahezu jegliches Leben im Umkreis von mindestens 100 km wurde schlagartig ausgelöscht.

In der Zeit nach dem Einschlag füllte sich der Krater mit Wasser und wurde dadurch zu einem rund 400 km² großen See. In diesem abflusslosen Binnengewässer reicherten sich Salze an, sodass der Salzgehalt des so entstandenen Salzsees schließlich den der heutigen Weltmeere übertraf. Über die folgenden zwei Millionen Jahre verlandete der Kratersee nach und nach. Erst während der Eiszeiten wurde der heutige Rieskessel durch Erosion freigelegt und Löss eingetragen, der die Grundlage für die heutige landwirtschaftliche Nutzung bildet.

Topografische Karte mit dem Nördlinger Ries und dem Steinheimer Becken

Nachbarereignis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 40 km südwestlich vom Nördlinger Ries liegt das Steinheimer Becken, ein weiterer Einschlagskrater mit 3,5 km Durchmesser. Er ist ebenfalls rund 15 Millionen Jahre alt und dürfte auf das gleiche Ereignis wie das Ries zurückgehen. Demnach handelte es sich bei dem kosmischen Körper, dessen Einschlag die beiden Krater hinterließ, um einen Asteroiden, der von einem kleineren Satelliten begleitet wurde.[16] Im Gegensatz zu den bisherigen Annahmen kommt eine 2020 publizierte Studie, basierend auf verschiedenen stratigraphischen und paläontologischen Analysen, zu dem Resultat, dass das Steinheimer Becken möglicherweise erst 500.000 Jahre nach dem Ries-Ereignis entstanden sein könnte.[17]

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaftliche Grundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kraterrand bei Mönchsdeggingen (Am Riesblick)

Das Nördlinger Ries zählt zu den am besten erhaltenen großen Impaktkratern der Erde. Besonders im Süden, Südosten und Osten des Kraters sind sowohl der Kraterrand als auch die aus dem Krater ausgeworfenen Gesteine (Auswurfdecke) noch relativ gut erhalten. Dem Ries kommt daher in der Erforschung irdischer Impaktkrater eine bedeutende Rolle zu. Selbst die Astronauten der NASA-Mission Apollo 14 absolvierten hier vom 10. bis 14. August 1970 vor der Mondlandung ein geologisches Training. Unter der Leitung der Tübinger Geologen Wolf von Engelhardt, Dieter Stöffler sowie Günther Graup wurden sie mit den Merkmalen und den Gesteinen eines Meteoritenkraters vertraut gemacht.

Am 29. Juni 1973 startete die Forschungsbohrung Nördlingen (FBN) auf einem Grundstück in Löpsingen. Beendet wurde die Bohrung am 15. Januar 1974 mit einer Tiefe von 1206 m. Es wurden im Wesentlichen drei Schichten erbohrt: See-Sedimente bis 325 m, Suevit bis 606 m und zertrümmertes Grundgestein bis 1206 m.[18]

Im Jahr 2002 wurden drei Geotope im Nördlinger Ries vom Bayerischen Umweltministerium mit dem offiziellen Gütesiegel „Bayerns schönste Geotope“ ausgezeichnet: Die Trümmergesteine von Wengenhausen,[19] der Schwabenstein bei Aumühle[20] und die Riesseekalke in Hainsfarth.[21] Im Jahr 2006 erfolgte die Aufnahme des Nördlinger Ries in die Liste der 77 ausgezeichneten Nationalen Geotope Deutschlands.[22]

Kristallinbrekzien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb des Kraterrands befindet sich im Ries noch eine zweite, ringförmige Hügelkette, der sogenannte Innere Wall. Die Basis dieser Hügel besteht aus Brekzien aus Granit und anderen magmatischen Gesteinen, die so stark zertrümmert sind, dass sie beim Ausgraben oft zu Sand zerfallen. Auch Strahlenkegel, die nach dem Meteoriteneinschlag beim Durchlauf der Schockwelle durch das Gestein gebildet wurden, können gelegentlich aufgefunden werden. Der innere Ring kommt durch die Rückfederung des Grundgesteins nach dem Meteoriteneinschlag zustande, ähnlich einem aus anderen Kratern wie dem Steinheimer Becken bekannten Zentralberg. Normalerweise ist das kristalline Grundgebirge bei ungestörter Lagerung außerhalb des Kraters erst 300 bis 400 m tiefer anzutreffen. Da dieser Wall kristallines Material enthält, wird er auch als Kristalliner Ring bezeichnet.

Bunte Trümmermassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bunten Trümmermassen bilden die Hauptauswurfmasse des Rieskraters. Sie wurden durch die explosionsartige Verdampfung des Meteoriten beim Einschlag aus dem Krater ausgeworfen und oft kilometerweit durch die Luft geschleudert (ballistischer Auswurf) oder über die Oberfläche nach außen geschoben. Die Trümmermassen bestehen vorwiegend aus mesozoischen Sedimentgesteinen aus unterschiedlichen stratigrafischen Lagen, die regellos durchmischt vorgefunden werden. Ursprünglich bildeten die Bunten Trümmermassen eine geschlossene Auswurfdecke bis zu einer Entfernung von 40 km um das Ries, die bis zu 100 m mächtig war.

Suevit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typischer Suevit aus dem Ries. Im Handstück lassen sich gut die dunklen Impaktschmelzen erkennen
Typischer Strahlenkegel (Shattercone) aus dem Ries-Aufschluss Wengenhausen

Der Suevit, ein für das Ries charakteristisches Impaktgestein, enthält neben thermisch veränderten Sedimentgesteinen und erstarrten Schmelzen einige Minerale, die nur bei extrem hohen Drücken und Temperaturen entstehen, z. B. Stishovit, Coesit und diaplektische Gläser. Bohrungen im Ries haben gezeigt, dass der Rieskrater bis zu 400 Meter hoch mit Suevit aufgefüllt ist. Vereinzelte Vorkommen von Suevit außerhalb des Kraters liegen stets auf den Bunten Trümmermassen auf. Daraus kann geschlossen werden, dass der Suevit aus der über dem Krater aufgestiegenen Glutwolke des Impakts abgelagert wurde, nachdem der Auswurf der Trümmermassen aus dem Krater abgeschlossen war.

Reutersche Blöcke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sogenannten Reuterschen Blöcke, zum Teil zentnerschwere Jura-Kalksteinbrocken, wurden mit hoher Geschwindigkeit aus dem Krater ausgeworfen und flogen bis zu 70 km weit. Sie werden heute noch in der Umgebung von Augsburg und Ulm gefunden. Möglicherweise wurden sie beim Auswurf durch expandierende, heiße Gase aus der zentralen Explosion beschleunigt. Benannt sind sie nach dem Münchner Geologen Lothar Reuter, der 1926 die Verbreitung dieser Blöcke kartierte und sie als Auswürflinge aus dem Ries deutete.

Moldavite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moldavit

Seit langem wurden in Böhmen und Mähren, 250 bis 450 km vom Ries entfernt, flaschengrüne Tektite gefunden, die als Moldavite bekannt sind. Der Zusammenhang mit dem Ries-Ereignis wurde erst durch radiometrische Altersbestimmung und durch Experimente mit hoch beschleunigten Projektilen hergestellt. Heute glaubt man, dass diese Tektite nur Millisekunden vor dem Impakt entstanden sind, als die oberste Schicht der Erdoberfläche fortgerissen, aufgeschmolzen und mit hoher Geschwindigkeit nach Osten geschleudert wurde.

See-Sedimente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Innere des Kraters ist heute nahezu vollständig mit Sedimenten des ehemaligen Ries-Sees gefüllt. Die Tonsteinablagerungen erreichen eine Mächtigkeit von bis zu 400 m und überlagern den in den Krater zurückgefallenen Rückfall-Suevit. Fossilfunde zeugen von einem artenarmen, aber individuenreichen Leben im See im Miozän. Die Schalen kleiner Wasserschnecken und Ostrakoden treten stellenweise sehr häufig auf. An einzelnen Lokalitäten wurden darüber hinaus fossile Vögel, Reptilien, Fische und Säugetiere gefunden. Dolomitische Grünalgenriffe, kalkig umkrusteter Schilf und Abdrücke eingeschwemmter Blätter von Landpflanzen geben einen Eindruck von der Pflanzenwelt des Ries-Sees.
Als Folge entstanden Braunkohlevorkommen, die allochthon anzusehen und wegen geringer Mächtigkeit und fehlendem Wurzelboden (hier bruchstückhaftes Vorkommen) nicht kommerziell verwertbar sind. Bei Deiningen wurde von 1920 bis 1922 das Braunkohlebergwerk Mariengrube betrieben.[23]

Geologisches Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das geologische Profil zeigt den Aufbau des Rieskraters, wie er sich heute darstellt. Das Innere des Kraters ist vollständig mit Suevit und See-Sedimenten gefüllt. Der innere Ring stellt die Abgrenzung zur Megablock-Zone dar, die durch teils Kilometer große Gesteinspakete gebildet wird, die zertrümmert, verkippt oder in Richtung des Zentrums abgerutscht sind. Als Kraterrand gilt die Grenze zwischen Gesteinspaketen, welche bei der Entstehung des Kraters verlagert wurden, und solchen, die an ihrer ursprünglichen Position verblieben sind. Um den Krater herum befindet sich die vornehmlich aus bunter Brekzie bestehende Auswurfdecke. Stellenweise liegt auf der bunten Brekzie noch Suevit auf. Das kristalline Grundgebirge ist unter dem Zentrum des Kraters bis in eine Tiefe von etwa 6 km zertrümmert.

Geologisches Profil

Archäologie und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von dem Ries in Sebastian Münsters Cosmographia, 1548
Das Ries auf einer Karte von 1738

Das Nördlinger Ries war in der Vorgeschichte und in römischer Zeit stark besiedelt. Die archäologischen Fundstellen konzentrieren sich in fast allen Epochen und Kulturen im Süden bis Südosten des Ries, während der Nordwesten und teilweise der Westen deutlich weniger Fundstellen aufweisen. Ungewöhnlich ist der hohe Anteil prähistorischer Siedlungsplätze, während der Anteil von Gräberfeldern, besonders Grabhügeln, im Ries vergleichsweise gering ist. Dafür sind auf den umgebenden, bewaldeten Bergen zahlreiche Hügelgräberfelder erhalten. Der älteste archäologische Fund aus dem Nördlinger Ries ist ein rund 70.000 bis 80.000 Jahre alter Faustkeil aus dem Micoquien, einem Abschnitt des mittleren Paläolithikums. Zu den bekanntesten Fundstellen gehören die beiden Ofnethöhlen mit reichen jungpaläolithischen Fundschichten und zwei „Schädelnestern“, Kopfbestattungen des Mesolithikums. Zu Beginn des Neolithikums wurden die fruchtbaren Böden des Rieses offenbar intensiv genutzt, wie eine ganze Reihe bandkeramischer Siedlungen (etwa bei Möttingen-Enkingen, Möttingen-Kleinsorheim oder Nördlingen-Herkheim) belegt. Auch die jüngeren neolithischen Kulturen (etwa Stichbandkeramik, Rössener, Bischheimer, Michelsberger und Altheimer Kultur) sind mit einer ganzen Reihe von Siedlungen vertreten. Namengebend für eine jungneolithische Keramikfacies wurde eine Siedlungsphase auf dem mehrfach besiedelten Goldberg. Für die Bronzezeit ist der Brucherzhort von Alerheim-Bühl von Bedeutung. Ansonsten fällt in den Metallzeiten (Bronze- und Eisenzeit) die hohe Zahl von befestigten Höhensiedlungen an den Rändern des Rieses auf. Annähernd jede Erhebung in der Riesrandhügelzone war in der Bronze- oder Eisenzeit besiedelt, viele auch mehrfach (beispielsweise der Adlerberg, der Spitzberg bei Appetshofen, der Rollenberg bei Hoppingen und der Hahnenberg bei Möttingen). In der Hallstattzeit bestanden neben den Höhensiedlungen und unbefestigten Flachsiedlungen mehrere Herrenhöfe. In die folgende La-Tène-Zeit ist eine Viereckschanze zu stellen, die am Westrand des Rieses in Bopfingen-Trochtelfingen entdeckt wurde. Die intensive Nutzung des Rieses setzt sich in römischer Zeit fort. Ein ganzes Netz von villae rusticae ist belegt (z. B. in Harburg-Großsorheim und Nördlingen-Holheim), außerdem Friedhöfe, Straßen und drei Kastelle. Die römische Provinz, zu der das Ries gehörte, wurde als Raetia bezeichnet, woraus sich der heutige Name Ries entwickelte.[6]

In der Mitte des 3. Jahrhunderts entstanden im Ries und auf dem westlich angrenzenden Härtsfeld zahlreiche Siedlungen germanischer Siedler. Möglicherweise stand im Hintergrund eher eine römische Ansiedlungspolitik denn eine feindliche Landnahme. Vielleicht begründet dies die Namenskontinuität von Raetien zu Ries gerade in dieser Gegend. In der Merowingerzeit zählte das Ries zum Altsiedelland und weist dementsprechend viele Reihengräberfunde auf.

Im Zentrum des Rieses entstand im Mittelalter die Stadt Nördlingen. Sie wurde 1215 Reichsstadt. Weitere Städte im Ries sind Oettingen, Wemding, Harburg und Bopfingen.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nördlinger Ries ist auch ein Kulturraum. Es definiert sich u. a. durch eine eigene ostschwäbische Dialektform, das Rieser Schwäbisch (das bisweilen auch Rieserisch genannt wird), durch eine eigene Küche, eigenes Brauchtum und eigene Architektur (Rieser Bauernhaus).

Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riesrand mit Ohrengipfel
Die Herbst-Drehwurz ist nicht nur im Ries selten.

Der Rieskessel wird hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt und ist nur gering bewaldet. Gesäumt wird der Rand des Rieses im Gegensatz dazu von größeren Waldflächen.

Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im südlichen und westlichen Ries befinden sich mehrere kleinere und größere Heideflächen, die zum Teil von Wacholder geprägt sind. Mehrere dieser Heiden sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Typische Pflanzen sind hier der Steppenfenchel, seltener die Karthäuser-Nelke und die Silberdistel. Sehr selten ist noch die Herbst-Drehwurz zu finden. Ebenfalls sehr selten ist der Diptam, er kommt nur am westlichen Riesrand vor. Eine Besonderheit ist in einem Buchenwald am östlichen Riesrand das Große Knorpelkraut, welches in Deutschland selten ist und nur in Mainfranken in größerer Zahl vorkommt.

Seit Beginn der 1990er Jahre werden durch das Riesrand-Projekt einige Ackerflächen extensiv bewirtschaftet. Auf diesen haben sich typische Pflanzen angesiedelt, zum Beispiel Sommer-Adonisröschen, Braunes Mönchskraut und der Kleine Frauenspiegel.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadt und Umland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nördlinger Ries ist ein Touristenzentrum. Einerseits stellt die Nördlinger Altstadt mit ihrer historischen Kulisse einen Anziehungspunkt für Touristen dar, andererseits aber auch der Rieskrater und damit verbunden das Nördlinger Rieskrater-Museum.[24] Das Stadtmuseum Nördlingen und das Bayerische Eisenbahnmuseum in Nördlingen sowie das Museum KulturLand Ries stellen Sehenswürdigkeiten im Ries dar. Die Romantische Straße durchquert mit dem Abschnitt WallersteinNördlingenHarburg das Ries, die Schwäbische Albstraße endet in Nördlingen. Daneben ist das Ries auch ein Naherholungsgebiet. Touristisch vermarktet wird das Ries über den Geopark Ries oder das Ferienland Donau-Ries.

Radfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nördlinger Ries sind über 1000 km Radwege ausgeschildert. Besonders hervorzuheben sind der 165 km lange Radweg Von Krater zu Krater, der den Rieskrater und das Steinheimer Becken miteinander verbindet, und der Wörnitzradweg, der auf knapp 105 km von der Quelle bei Schillingsfürst bis zur Mündung in Donauwörth entlang der Wörnitz verläuft. Der Rieskrater-Planetenweg führt von Nördlingen nach Harburg und veranschaulicht im Maßstab 1:400 Millionen das Sonnensystem.[25]

Wandern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Ferienland Donau-Ries und den Geopark Ries sind mehrere Wanderwege ausgeschildert. Einige davon werden als Top-Wanderwege bezeichnet. Diese sind besonders schön und nach Kriterien des Deutschen Wanderverbandes ausgeschildert.[26]

Top-Wanderwege
Wanderweg Länge Ausgangsort Sehenswürdigkeiten
Keltenweg 14,9 km Kirchheim/Ipf Kloster Kirchheim, Goldberg, Ipf, Blasienberg
Schäferweg 19,2 km Nördlingen/Alte Bürg Riegelberg, Ofnethöhlen, Alte Bürg, Geotop Lindle, Adlersberg, Hexenfelsen
Südries-Panoramaweg 15,5 km Reimlingen Ruinen Hochhaus und Niederhaus, Geotop Lindle
Oettinger Fürstenweg 19,9 km Oettingen Fürstliches Residenzschloss Oettingen, Jagdschloss Hirschbrunn
Wörnitztal-Riesrandweg 12,7 km Oettingen Geotop Burschel, Wörnitzauen
Hügelwanderung im Kesseltal 14,4 km Fronhofen/Hochstein Hanseleshohl, Hohenburg, St. Margaretha
Weiherweg 13 km Mönchsdeggingen Geotope Kühstein, Hungerbrunnen, Prälatenweiher
Eisbrunnrundweg 8,8 km Eisbrunn
Bockrundweg 9,4 km Harburg/Eisbrunn Bock, Schloss Harburg
Monheimer Alb 17 9,7 km Huisheim Mariengrotte, Silbersee, Mähhorn
Sagenweg 13,8 km Wemding Waldsee, Doosweiher, Hessenbühl, Maria Brünnlein

Weitere Wanderwege sind der Schwedenweg von Bopfingen zum Albuch bei Ederheim, der Albblickweg bei Utzmemmingen und der 7-Hügel-Weg bei Alerheim.

Geotope[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nördlinger Ries sind sechs Erlebnis-Geotope ausgebaut und durch Lehrpfade erschlossen. Diese sind das Erlebnis-Geotop Lindle bei Holheim, das Geotop Kalvarienberg bei Gosheim, das Geotop Glaubenberg bei Großsorheim, die Geotope Klosterberg bei Maihingen, die Geotope Kühstein bei Mönchsdeggingen und das Geotop Kalvarienberg Wörnitzstein bei Wörnitzstein.[27]

Außerdem befinden sich fünf von Bayerns hundert schönsten Geotopen im Nördlinger Ries. Diese sind unter anderem das Geotop Burschel bei Hainsfarth und die Ofnethöhlen am südlichen Kraterrand.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 25, die in diesem Bereich einen Abschnitt der Romantischen Straße bildet, quert im Verlauf von Dinkelsbühl über Nördlingen nach Donauwörth das Ries, die Bundesstraße 466 im Verlauf von Heidenheim an der Brenz über Nördlingen nach Gunzenhausen, und die Bundesstraße 29 endet, von Bopfingen kommend, in Nördlingen. Die Bundesautobahn 7 (WürzburgUlm) läuft etwa 10 km entfernt am westlichen Riesrand vorbei.

Durch das Ries führen die Bahnstrecke Augsburg–Nördlingen und die Bahnstrecke Stuttgart-Bad Cannstatt–Nördlingen, die heute im Bereich des Rieses als Riesbahn bekannt sind. Erstere sowie die heutige Bahnstrecke Nördlingen–Gunzenhausen waren Teil der früheren, 1849 eröffneten Ludwig-Süd-Nord-Bahn von Lindau nach Hof. Dazu kommt die noch im Güterverkehr bediente Bahnstrecke Nördlingen–Dombühl.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Baier: Geohistorische Bemerkungen zur Suevit-Forschung (Ries-Impakt). In: Geohistorische Blätter Jahrgang 31(1/2), Berlin 2020.
  • Johannes Baier: 100 Jahre Suevit (Ries Impaktkrater, Deutschland). In: Aufschluss, Jahrgang 70(3), Heidelberg 2019.
  • Johannes Baier: Suevit – der „Schwabenstein“ aus dem Nördlinger Ries. In: Fossilien, Band 35(3), Wiebelsheim 2018.
  • Johannes Baier: Die Bedeutung von Wasser während der Suevit-Bildung (Ries-Impakt, Deutschland). In: Jahresberichte und Mitteilungen des oberrheinischen geologischen Vereins, Neue Folge. Band 94, Stuttgart 2012, doi:10.1127/jmogv/94/2012/55.
  • Johannes Baier: Die Auswurfprodukte des Ries-Impakts, Deutschland (= Documenta Naturae Band 162). München 2007, ISBN 978-3-86544-162-1.
  • Johannes Baier: Zur Herkunft und Bedeutung der Ries-Auswurfprodukte für den Impakt-Mechanismus. In: Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins. 91, 2009, S. 9–29, doi:10.1127/jmogv/91/2009/9.
  • Johannes Baier & Volker J. Sach: Shatter-Cones aus den Impaktkratern Nördlinger Ries und Steinheimer Becken. In: Fossilien, Band 35(2), Wiebelsheim 2018.
  • G. Graup: Carbonate-silicate liquid immiscibility upon impact melting: Ries Crater, Germany. In: Meteorit. Planet. Sci. Band 34, Lawrence, Kansas 1999.
  • G. Graup: Terrestrial chondrules, glass spherules and accretionary lapilli from the suevite, Ries crater, Germany. In: Earth Planet. Sci. Lett. Band 55, Amsterdam, 1981.
  • J. Kavasch: Meteoritenkrater Ries. Auer-Verlag, Donauwörth 1985, ISBN 3-403-00663-8.
  • E. T. Chao, R. Hüttner, H. Schmidt-Kaler: Aufschlüsse im Ries-Meteoriten-Krater. Bayerisches Geologisches Landesamt, 1992.
  • C. R. Mattmüller: Ries und Steinheimer Becken. Ferdinand Enke-Verlag, Stuttgart 1994, ISBN 3-432-25991-3.
  • G. Pösges, M. Schieber: Das Rieskrater-Museum Nördlingen. Museumsführer und Empfehlungen zur Gestaltung eines Aufenthalts im Ries. Dr. Friedrich Pfeil, München 2000, ISBN 3-931516-83-0.
  • R. Hüttner, H. Schmidt-Kaler: Geologische Karte 1:50000 Ries mit Kurzerläuterungen auf der Rückseite. Bayerisches Geologisches Landesamt, 1999 (Kurzbeschreibung mit Vorschau).
  • G. Arp: Sediments of the Ries Crater Lake (Miocene, Southern Germany) (PDF). In: Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften. Band 45, Hannover 2006, ISBN 3-932537-41-6.
  • Volker J. Sach: Strahlenkalke (Shatter-Cones) aus dem Brockhorizont der Oberen Süßwassermolasse in Oberschwaben (Südwestdeutschland) – Fernauswürflinge des Nördlinger-Ries-Impakts. München 2014, ISBN 978-3-89937-175-8.
  • Volker J. Sach: Ein REUTERscher Block aus dem Staigertobel bei Weingarten – Fernejekta des Nördlinger-Ries-Impakts im Mittel-Miozän. In: Oberschwaben Naturnah (Jahresheft 2014), Bad Wurzach 2014, S. 32–37, ISSN 1613-8082.
  • Volker J. Sach, Johannes Baier: Neue Untersuchungen an Strahlenkalken und Shatter-Cones in Sediment- und Kristallingesteinen (Ries-Impakt und Steinheim-Impakt, Deutschland). München 2017, ISBN 978-3-89937-229-8.

Archäologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern. 40 Nördlingen – Bopfingen – Oettingen – Harburg Band I und II, Philipp von Zabern-Verlag, Mainz 1979.
  • R. Krause: Vom Ipf zum Goldberg. Archäologische Wanderungen am Westrand des Rieses. Konrad Theiss-Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-8062-1020-9.
  • Hans Frei, Günther Krahe: Archäologische Wanderungen im Ries. 2., durchgesehene und verbesserte Auflage. Konrad Theiss-Verlag, Stuttgart 1988, ISBN 3-8062-0568-X.
  • F. Krippner: Vom Inferno zur Kulturlandschaft: Der prähistorische Mensch im Nördlinger Ries Verlag Steinmeier, Nördlingen 2000, ISBN 3-927496-81-2.

Kultur und Brauchtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Schlagbauer, Wulf-Dietrich Kavasch (Hrsg.): Rieser Biographien. Verein Rieser Kulturtage, Nördlingen 1993, ISBN 3-923373-21-X.
  • Friedrich G. G. Schmidt: Die Rieser Mundart. Zur Mundart eines schwäbisch-bairisch-fränkischen Mischgebiets. München 1898.
  • Rieser Heimatbuch. Herausgegeben von der Gesellschaft für Volksbildung Nördlingen. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck, München 1922.

Umwelt, Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • R. Fischer: Flora des Rieses. Verlag Rieser Kulturtage, Nördlingen 2002, ISBN 3-923373-53-8.

Fiktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ronald Hummel: Das Erbe des Kometen. Eigenverlag, Nördlingen 2000.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Nördlinger Ries – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Ries – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesamt für Naturschutz: Landschaftssteckbrief 10300 Ries (Memento vom 19. April 2014 im Internet Archive)
  2. BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)
  3. Franz Tichy: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 172 Nürnberg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1973. Online-Karte (PDF; 4,0 MB)
  4. Karte der Naturraum-Haupteinheiten und Naturraum-Einheiten in Bayern Bayerisches Landesamt für Umwelt
  5. Biogeografische Regionen und naturräumliche Haupteinheiten Deutschlands Bundesamt für Naturschutz.
  6. a b Udo Kindermann: Zum Namen „Ries“. In: Geologische Blätter für Nordost-Bayern und angrenzende Gebiete. Band 23, 1973, S. 128–131.
  7. J. Kavasch: Meteoritenkrater Ries. Auer Verlag, Donauwörth 1985, ISBN 3-403-00663-8.
  8. C. W. Gümbel: Über den Riesvulkan und über vulkanische Erscheinungen im Rieskessel. In: Sitzungsberichte der math.-phys. Classe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. München 1870.
  9. W. Branco, E. Fraas: Das vulcanische Ries bei Nördlingen in seiner Bedeutung für Fragen der allgemeinen Geologie. In: Abhandlungen der königlich-preußischen Akademie der Wissenschaften. Berlin 1901.
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  21. Bayerisches Landesamt für Umwelt: Total ver(k)algt! Riesseekalke in Hainsfarth. In: Hundert Meisterwerke – Die schönsten Geotope Bayerns. Augsburg 2012, ISBN 978-3-936385-89-2, S. 168 f.
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