Polyeuktos (Märtyrer)

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Martyrium des hl. Polyeuktos im Menologion Basileios’ II.

Polyeuktos († 259 in Melitene) war ein römischer Soldat griechischer Herkunft, der in der Christenverfolgung unter Kaiser Decius in der armenischen Stadt Melitene das Martyrium erlitt. Er wird in der orthodoxen und katholischen Kirche als Heiliger verehrt.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Martyrologium Romanum vermerkt, dass Polyeuktos, anstatt den vorgeschriebenen Opferkult zu leisten, die Götterbilder zerschlug und dafür gefoltert und enthauptet wurde. So habe er die Bluttaufe empfangen, war also zuvor noch nicht getauft.[1]

Eine ausführliche und dramatische Vita bietet Symeon Metaphrastes (10. Jahrhundert). Diese verwendete Pierre Corneille als Vorlage für seine Tragödie Polyeucte (1642), auf deren Grundlage Charles Gounod 1878 seine gleichnamige Oper schuf.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. santiebeati.it (italienisch)
  2. catholic.org (englisch)