Popometer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Popometer bezeichnet das Gesäß eines Rennfahrers, wenn es ihm Auskunft über Fahrzeugverhalten oder Streckenbeschaffenheit gibt. Der Ausdruck ist unter deutschsprachigen Automobilsportlern verbreitet.[1][2] Das scherzhaft verwendete Kompositum besteht aus dem umgangssprachlichen Wort Popo und der Messgerätebezeichnung -meter. Der Begriff ist auch bei Motorrad-[3] und Rennradfahrern sowie Bobsportlern[4] in Gebrauch. Mit der Verwendung des Wortes wird der Einsatz des subjektiven Fahrgefühls[5] anstelle oder neben der Technik unterstrichen. Ob dies bei Rennen helfen kann, ist umstritten.[6]

Die Erstverwendung des Begriffs ist ungesichert. Die englische Bezeichnung lautet seat-of-the-pants feel.[7] Die wissenschaftliche Bezeichnung für die eigene Wahrnehmung von Körperbewegungen heißt Propriozeption.

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Formel 1 - Vettel: Das Popometer zählt, motorsport-magazin.com, 25. September 2009, abgerufen am 1. Juni 2011
  2. Bei Glatteis hilft das Popometer, Handelsblatt, 21. Februar 2005, abgerufen am 1. Juli 2011
  3. J. P. Frederik Diederichs u. a.: HMI Elemente und Konzept für Motorrad Assistenzsysteme. TU Berlin, online (PDF; 452 kB), Seite 412
  4. Martini/Logsch rasen dank „Popometer“ zum WM-Gold, Focus online, 19. Februar 2011, abgerufen am 1. Juni 2011
  5. Spiegel.de vom 15. August 2009 Popometer statt Elektronik (abgerufen am 4. Juni 2011)
  6. Operation Formel 1. Focus Nr. 35/1997, Seite 146
  7. Peter A. Schmitt: Langenscheidt Fachwörterbuch Technik und angewandte Wissenschaften, Deutsch - Englisch. Band 1, Berlin 2002, S. 1371, ISBN 3-86117-187-2, online