Portal:Gesprochene Wikipedia

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Neu-Symbol Neue gesprochene Artikel[Quelltext bearbeiten]

B[Quelltext bearbeiten]

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B bzw. b (gesprochen: [beː]) ist der zweite Buchstabe des klassischen und modernen lateinischen Alphabets. Er repräsentiert im Deutschen einen Konsonanten. Der Buchstabe B hat in deutschen Texten eine durchschnittliche Häufigkeit von 1,89 %. Er ist damit der sechzehnthäufigste Buchstabe in deutschen Texten.




Nationalsozialistische Filmpolitik[Quelltext bearbeiten]

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Die nationalsozialistische Filmpolitik wurde im Wesentlichen nach der Machtübernahme Hitlers und seiner NSDAP zur Errichtung einer völkisch-nationalistischen Diktatur im Deutschen Reich betrieben. Sie ist untrennbar mit Joseph Goebbels’ Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda verbunden. Goebbels ernannte sich selbst zum „Schirmherrn des deutschen Films“, der durch eine Vielzahl von Maßnahmen wie Steuerung und Kontrolle der Filmproduktion, Zensur, „Arisierung“, Repressionen sowie Förderung einzelner Künstler und Unternehmer die deutsche Filmindustrie zu einem wichtigen Teil des NS-Propagandaapparates machte. Da Unterhaltung im Nationalsozialismus eine politische Funktion hatte, ist es kein Widerspruch, dass die Mehrzahl der Spielfilme im Dritten Reich scheinbar unpolitischer Natur war.

Mathilde von Canossa[Quelltext bearbeiten]

Mathilde von Canossa auf Thron.jpg

Mathilde (auch Mathilde von Tuszien; * um 1046; † 24. Juli 1115 in Bondeno) aus der Familie der Herren von Canossa war eine der mächtigsten Adligen in Italien in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts.

Als Markgräfin herrschte sie über weite Gebiete der Toskana und der Lombardei. Als Verwandte des salischen Kaiserhauses vermittelte sie im sogenannten Investiturstreit einen Ausgleich. In diesem umfassenden Konflikt mit dem aufstrebenden Reformpapsttum um das Verhältnis zwischen geistlicher (sacerdotium) und weltlicher (regnum) Macht war es 1076 zur Absetzung und Exkommunikation des römisch-deutschen Königs Heinrich IV. durch Papst Gregor VII. gekommen. Im Januar 1077 war Heinrich nach seiner Buße vor der Burg Canossa (lateinisch Canusia) von Gregor wieder in die Sakramentsgemeinschaft aufgenommen worden. Die Verständigung zwischen König und Papst war jedoch von geringer Dauer. In den wenig später entstandenen Konflikten mit Heinrich IV. stellte Mathilde ab 1080 ihr ganzes militärisches und materielles Potential in den Dienst des Reformpapsttums. Ihr Hof wurde während der Wirren des Investiturstreits für zahlreiche Vertriebene zum Zufluchtsort und erlebte eine kulturelle Blüte. Auch nach Gregors Tod im Jahr 1085 blieb Mathilde eine wichtige Stütze der Reformkirche. Zwischen 1081 und 1098 geriet die canusinische Herrschaft durch die zermürbenden Auseinandersetzungen mit Heinrich IV. in eine große Krise. Die urkundliche und briefliche Überlieferung setzt für diese Zeit weitgehend aus. Eine Wende ergab sich durch eine Koalition der Canusinerin mit den süddeutschen Herzögen, die in Opposition zu Heinrich standen.

Nach Heinrichs Rückzug 1097 in das Reich nördlich der Alpen entstand in Italien ein Machtvakuum. Der Kampf zwischen regnum und sacerdotium veränderte das Sozial- und Herrschaftsgefüge der italienischen Städte dauerhaft und verschaffte ihnen Freiraum für Emanzipation von auswärtiger Herrschaft und kommunale Entwicklung. Ab Herbst 1098 konnte Mathilde zahlreiche der verlorenen Gebiete zurückgewinnen. Bis zuletzt versuchte sie die Städte unter ihre Kontrolle zu bringen. Nach 1098 nutzte sie verstärkt die Möglichkeiten, die der Schriftgebrauch bot, um ihre Herrschaft wieder zu konsolidieren. In ihren letzten Jahren trieb sie die Sorge um die eigene Memoria, weshalb die kinderlose Mathilde ihre Schenkungstätigkeit allein auf das Kloster Polirone als ihren Erben konzentrierte.

Mit Mathildes Tod starb die Familie 1115 aus. Päpste und Kaiser stritten sich um ihr reiches Erbe, die „mathildischen Güter“, bis weit in das 13. Jahrhundert. Mathilde wurde in Italien zum Mythos, der seinen Ausdruck in zahlreichen künstlerischen, musikalischen und literarischen Gestaltungen sowie Wundergeschichten und Legenden fand. Ihren Höhepunkt erreichte die Nachwirkung während der Gegenreformation und im Barock. Papst Urban VIII. ließ 1630 Mathildes Leichnam nach Rom überführen, wo sie als erste Frau in Sankt Peter bestattet wurde. Der Nachwelt bleibt vor allem ihre Rolle bei der Begegnung zwischen Papst Gregor VII. und König Heinrich IV. in den späten Januartagen des Jahres 1077 in Erinnerung.

Filbinger-Affäre[Quelltext bearbeiten]

Hans Filbinger (Bundesarchiv B 145 Bild-F054633-0026, Ludwigshafen, CDU-Bundesparteitag cropped).jpg

Die Filbinger-Affäre oder der Fall Filbinger im Jahr 1978 war eine Kontroverse um das Verhalten Hans Filbingers (1913–2007) in der Zeit des Nationalsozialismus und seinen Umgang damit als Ministerpräsident Baden-Württembergs. Sie begann im Februar 1978 mit Filbingers Unterlassungsklage gegen den Dramatiker Rolf Hochhuth, der ihn öffentlich als „furchtbaren Juristen“ bezeichnet hatte. Im weiteren Verlauf wurden vier Todesurteile entdeckt, die Filbinger als Militärrichter der Kriegsmarine 1943 und 1945 beantragt oder gefällt hatte. Er bestritt zuvor drei davon und gab dann an, sie vergessen zu haben, hielt aber an ihrer Rechtmäßigkeit fest. Angesichts der wachsenden öffentlichen Kritik verlor er den Rückhalt der CDU, der er seit 1951 angehörte. Daraufhin trat er am 7. August 1978 als Ministerpräsident zurück.

Foto des Jungen aus dem Warschauer Ghetto[Quelltext bearbeiten]

Stroop Report - Warsaw Ghetto Uprising 06b.jpg

Als „Foto des Jungen aus dem Warschauer Ghetto“ wird eine Schwarzweiß-Aufnahme bezeichnet, die zu den bekanntesten fotografischen Darstellungen des Holocaust zählt. Sie entstand wahrscheinlich im April oder Mai 1943 während des Aufstands im Warschauer Ghetto und ist Teil des sogenannten Stroop-Berichts, in dem Jürgen Stroop die von ihm befehligte Niederschlagung des Aufstands dokumentierte. Das Foto, das im Stroop-Bericht mit dem Titel „Mit Gewalt aus Bunkern hervorgeholt“ versehen ist, zeigt festgenommene Juden, die von deutschen Truppen aus einem Gebäude getrieben werden. Unter ihnen befindet sich ein kleiner Junge, der sich zum zentralen Element der Rezeption der Fotografie entwickelte und dem Foto seinen Namen gab. Seine Identität konnte wie die der meisten anderen abgebildeten Personen sowie des Fotografen nicht zweifelsfrei geklärt werden. Nur einer der deutschen Soldaten wurde mit Gewissheit identifiziert.