Potifar

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Joseph und die Frau des Potiphar, Kupferstich nach einem Gemälde von Carlo Cignani

Potifar (hebräisch פּוֹטִיפַר, auch Potiphar) ist der Name eines hohen Beamten eines altägyptischen Pharaos in der biblischen Josefsgeschichte. Die Bibel erwähnt Potifar in Genesis 37,36 EU und Kapitel 39 EU.

Biblische Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Potifar war laut biblischer Darstellung als Oberster der Leibwache ein Hofbeamter des Pharaos. Er kaufte Josef von midianitischen Händlern als Sklave. Zunächst erwirbt sich Josef das Wohlwollen und Vertrauen seines Herrn und wird dessen Verwalter, fällt jedoch in Ungnade, nachdem ihn Potifars Frau aus verschmähter Liebe der versuchten Vergewaltigung bezichtigt. Daraufhin lässt Potifar Josef ins Gefängnis werfen.

Rembrandt – Joseph und Potiphars Frau

Historische Erwähnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die biblische Figur „Josef“ konnte bislang in altägyptischen Texten nicht nachgewiesen werden. Der Name „Potifar“ (entspricht wahrscheinlich Padipare – p3-dj-p3-rˁ, der von Ra gegebene) existierte in der Ramessidenzeit noch nicht. Namen vom Typ padi + Gott bildeten sich erst ab der 21. Dynastie (Beginn etwa 1070  v. Chr.) heraus und der eigentliche Name ist sogar erst in der Spätzeit (664–332 v. Chr.) belegt. Somit passt der Name des Potifar nicht in jene Zeit, in der die Josefsgeschichte spielt.[1]

Potifar in der jüdisch-hellenistischen Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Buch der Jubiläen ist Potifar „Eunuch des Pharao, Oberkoch und Priester der Stadt Heliopolis“ (Jub 34,11).

Parallelen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Helck, Eberhard Otto: Kleines Lexikon der Ägyptologie. Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-04027-0.
  • Vera Bayer, Friederike Weis, Heinrich Schulze Altcappenberg (Hrsg.): Joseph und Zulaika. Beziehungsgeschichten zwischen Indien, Persien und Europa. Edition Minerva, Berlin 2014, ISBN 978-3-943964-10-3 (Katalog der motivgeschichtlichen Bild-Darstellung der Geschichte von Josef und Potiphars Frau im Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joseph und die Frau des Potifar – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Helck, Eberhard Otto: Kleines Lexikon der Ägyptologie. Wiesbaden 1999, S. 137.