Preußen-Museum Minden

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Preußen-Museum Minden
Defensionskaserne

Defensionskaserne
Daten
Ort Minden
Art Landesmuseum
Eröffnung 1999
Leitung Veit Veltzke
Website http://www.preussenmuseum.de/
ISIL DE-MUS-965615

Das Preußen-Museum Minden ist der westfälische Standort des Preußen-Museums Nordrhein-Westfalen. Es gibt einen zweiten Standort im niederrheinischen Wesel, das Preußen-Museum Wesel.

Als Museumsgebäude dient die ehemalige Defensionskaserne der Festung Minden am Simeonsplatz; einer nach 1815 entstandenen Militärvorstadt der ostwestfälischen Stadt Minden mit zahlreichen, auch heute noch existierenden Gebäuden. Der Platz ist umgeben vom heutigen Mindener Glacis.

Das Preußen-Museum Minden ist seit dem 1. Januar 2014 geschlossen. Im 2. Obergeschoss finden allerdings weiterhin Konzerte und Veranstaltungen statt.[1] Die zunächst für 2017 angekündigte Wiedereröffnung wurde erst auf 2018 verschoben,[1] danach auf 2019.[2]

Geschichte und Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das klassizistische Gebäude aus dem Jahr 1829 wurde seit 1995 saniert und umgebaut, so dass das Museum 1999 eröffnet werden konnte. Auf über 1.500 m² wurde schwerpunktmäßig die Geschichte Preußens in Westfalen mit der Garnisonsstadt Minden in ihrer Funktion als Scharnierelement zwischen den westlichen Gebieten und den Stammlanden Preußens behandelt.

Gezeigt wurden Gemälde, Porzellan, Textilobjekte, Uniformen, Orden und Objekte unterschiedlicher Themen- und Alltagsbereiche. Neben der Dauerausstellung gab es jährlich mehrere historisch-politische Wechselausstellungen oder solche zur Kunst- und Kulturgeschichte.

Finanziert wurde das Museum zusammen mit dem zweiten Standort in Wesel durch die Stiftung Preußen-Museum NRW. An der Stiftung sind beteiligt: das Land Nordrhein-Westfalen, die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie die Städte Wesel und Minden und deren Kreise Wesel und Minden-Lübbecke. Der als gemeinnützig anerkannte Förderverein des Museums, die „Gesellschaft zur Förderung des Preußen-Museums NRW in Minden e.V.“ steht allen Bürgern zur Mitgliedschaft offen. Er unterstützt besonders die Sonderausstellungen und den Sammlungsaufbau.

Aufgrund finanzieller Engpässe der Stiftung durch geringere Zinserträge aus dem Stiftungsvermögen, ausbleibende Fördergelder des Landes NRW sowie Rückzahlungsforderungen eines der Landesverbände und der Kreise wurde seit 2010 darüber beraten, die Ausrichtung des Museums zu verändern und andere Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen.[3][4][5]

Zum 1. Januar 2016 wurde das Preußen Museum Minden durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe übernommen.[6]

Neues Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Defensionskaserne – Preußen-Museum

Das Museum bekommt mit der Übernahme durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe ein neues Konzept. Seit 2016 wird die Dauerausstellung im Obergeschoss abgebaut und im Untergeschoss im rechten Flügel des Gebäudes eine neue Dauerausstellung aufgebaut. Sie hat weniger Platz zur Verfügung (400 Quadratmeter statt rund 1000 Quadratmeter) und soll in die konzeptionellen Arbeiten zur Wiedereröffnung mit eingebunden werden. Der Landschaftsverband Westfalen Lippe stellt zur „Neuorientierung“ in der Defensionskaserne Minden 900.000 Euro zur Verfügung.[6]

Eingebunden wird das Museum im sogenannten Netzwerk Preußen, einen Zusammenschluss von zunächst 37 Museen in Nordrhein-Westfalen. Im Kreis Minden Lübbecke wird das Museum Glashütte Gernheim dazu gehören.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Preußen-Museum Minden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Öffnungszeiten, abgerufen am 15. Mai 2017.
  2. Preußenmuseum in Minden soll 2019 wiedereröffnen
  3. derwesten.de: Was wird aus dem Preußen-Museum in Wesel?, abgerufen am 11. August 2013.
  4. mt-online.de: Ein gutes Schiff für eine starke Flotte, Mindener Tageblatt, 19. März 2011, abgerufen am 11. August 2013.
  5. mt-online.de: Preußen künftig nur noch Nebensache?, Mindener Tageblatt, 2. März 2011, abgerufen am 11. August 2013.
  6. a b Womit wird das Obergeschoss gefüllt? In: Mindener Tageblatt vom 27. März 2015.

Koordinaten: 52° 17′ 1″ N, 8° 54′ 31″ O