Landschaftsverband Rheinland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen Lage in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Verwaltungssitz: Köln
Fläche: 12.657 km² (9. Mai 2011)[1]
Einwohner: 9.422.763 (31. Dezember 2014)[2]
Bevölkerungsdichte: 745 Einwohner je km²
Gliederung: 12 Kreise,
13 kreisfreie Städte, Städteregion Aachen
Direktorin: Ulrike Lubek (SPD)
Adresse der Verwaltung: Kennedy-Ufer 2
50679 Köln
Website: www.lvr.de
Lage des Landschaftsverbandes in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke BielefeldLage des LVR in Nordrhein-Westfalen
Über dieses Bild
Logo des LVR (seit 2009)
Logo des LVR (vor 2009)
Gebäude des LVR in Köln-Deutz
ehem. Fortbildungsstätte des LVR in Königswinter
Kölntriangle mit Feuerwerk während der Kölner Lichter 2006

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist einer der beiden 1953 gebildeten Landschaftsverbände in Nordrhein-Westfalen und eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ohne Gebietshoheit in Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Köln. Der LVR nimmt als höherer Kommunalverband im Rahmen der Kommunalen Selbstverwaltung regionale Aufgaben wahr. Der Zuständigkeitsbereich umfasst den nördlichen Teil der ehemaligen preußischen Rheinprovinz. Der LVR übernahm 1953 die dort gelegenen Einrichtungen und Aufgaben des Provinzialverbandes der Rheinprovinz.

Allgemeines[Bearbeiten]

Der Landschaftsverband Rheinland arbeitet als Kommunalverband mit rund 18.000 Beschäftigten für die etwa 9,4 Millionen Menschen im Rheinland.

Der LVR erfüllt rheinlandweit Aufgaben in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und der Kultur. Er ist der größte Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen in Deutschland, betreibt 41 Schulen, zehn Kliniken und drei Netze heilpädagogischer Hilfen sowie 19 Museen und Kultureinrichtungen. Er engagiert sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen.

Der LVR gibt „Qualität für Menschen“ als eigenes Leitmotiv an. Mitgliedskörperschaften sind die 13 kreisfreien Städte und 12 Kreise im Rheinland sowie die Städteregion Aachen. Sie tragen und finanzieren den LVR, dessen Arbeit von der Landschaftsversammlung Rheinland mit 124 Mitgliedern aus den rheinischen Kommunen gestaltet wird.

An der Spitze der Verwaltung steht eine Direktorin (seit 1. November 2010 die Juristin Ulrike Lubek). Festlegung der allgemeinen Grundsätze der Verwaltung und des Haushalts sind Aufgaben eines parlamentarischen Gremiums, der Landschaftsversammlung Rheinland.

Seit 1976 vergibt der LVR die Auszeichnung Rheinlandtaler an verdiente Bürger der Region und des angrenzenden Auslandes.

Als kommunale Körperschaft ist der LVR Mitglied im Deutschen Städtetag, im Deutschen Landkreistag und im Deutschen Städte- und Gemeindebund.

Zuständigkeitsbereich[Bearbeiten]

Der Zuständigkeitsbereich entspricht dem Landesteil Nordrhein des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. 2014 umfasste das Haushaltsvolumen des Landschaftsverbands Rheinland 3,7 Milliarden Euro.

Geographie[Bearbeiten]

Im Norden und Westen grenzt der Nordrhein an die Niederlande, im Südwesten an Belgien, im Süden an Rheinland-Pfalz, im Osten an Westfalen. Der prägende Fluss dieses Landesteils ist der Rhein, der das Gebiet von Süden nach Norden durchfließt. Der höchste Berg ist der Weiße Stein (691 m), Kreis Euskirchen, Zitterwald/Nordeifel.

Landschaften[Bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die ursprünglich ansässige überwiegend katholische Bevölkerung, die als Rheinländer bezeichnet wird, ist fränkischer Abstammung. Durch den Nordrhein geht die Grenze der untereinander eng verwandten niederfränkischen und mittelfränkischen (Ripuarischen) Sprachen.

Mitgliedskörperschaften[Bearbeiten]

Folgende 12 Kreise, 1 Kommunalverband besonderer Art und 13 kreisfreien Städte sind Mitgliedskörperschaften des Landschaftsverbandes Rheinland (Stand: 9. Mai 2011):[1]

Regierungsbezirke

Kreise (Kfz-Kennzeichen)

Kreisfreie Städte (Kfz-Kennzeichen)

Kommunalverbände besonderer Art (Kfz-Kennzeichen)

Landesdirektoren[Bearbeiten]

Die offizielle Bezeichnung lautet Direktoren/Direktorin des Landschaftsverbandes, doch Landesdirektor ist als Kurzbezeichnung üblich.

Einrichtungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • LVR-Industriemuseum (vormals: Rheinisches Industriemuseum), mit sechs Standorten.
  • LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte (vormals: Amt für Rheinische Landeskunde), Bonn.
  • LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Abtei Brauweiler, Pulheim-Brauweiler.
  • LVR-Landesmuseum Bonn (vormals: Rheinisches Landesmuseum).
  • LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, Bonn, mit Außenstellen in Xanten, Overath, Titz und Nideggen.
  • LVR-Archäologischer Park Xanten (kurz: APX) und LVR-Römer-Museum, Xanten.
  • LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum (kurz: LVR-AFZ), Abtei Brauweiler, Pulheim-Brauweiler.
  • Max-Ernst-Museum, Brühl.
  • LVR-Berufskolleg (vormals: Rheinisch-Westfälisches Berufskolleg), Bedburg-Hau und Düsseldorf.
  • LVR-Schule für Kranke (vormals: Rheinische Schule für Kranke), Bedburg-Hau und Viersen.
  • LVR-Förderschule (vormals Rheinische Förderschule) mit 40 Standorten.
  • LVR-Zentrum für Medien und Bildung (vormals Medienzentrum Rheinland).
  • LVR-HPH-Netz (vormals: Heilpädagogische Heime) in Bedburg-Hau, Langenfeld und Viersen.
  • Rheinische Versorgungskassen: Abwicklung von Beamtenpensionen, Besoldungen für Beamte und Personalentgelte der Angestellte.
  • LVR-Freilichtmuseen (vormals: Rheinische Freilichtmuseen) in Mechernich-Kommern und Lindlar.
  • LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen, Rödingen.
  • LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Abtei Brauweiler, Pulheim-Brauweiler.
  • LVR-InfoKom (vormals: LVR-Amt für Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnik). "InfoKom" ist ein Initialwort aus Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnik.
  • LVR-Kliniken (vormals Rheinische Kliniken/Landeskrankenhaus) in Bedburg-Hau, Bonn, Mönchengladbach, Düren, Düsseldorf, Essen, Köln sowie Langenfeld und Viersen sind Fachkliniken für Psychiatrie, Psychotherapie, Neurologie und Orthopädie.
  • rheinlandkultur (vormals: Rheinland-Verlag- und Betriebsgesellschaft mbh [RVBG]) zur Abwicklung kaufmännischer Tätigkeiten und Besucherbetreuung in den oben aufgeführten LVR-Museen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Landschaftsverband Rheinland: Daten + Informationen 2013 (PDF-Datei, 439 kB), S. 27.
  2. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW): Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011 Summe der Bevölkerungszahlen der Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln zum 31. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landschaftsverband Rheinland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien