Preußen-Museum Wesel

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Preußen-Museum Nordrhein-Westfalen, Standort Wesel
Daten
Ort Wesel
Art Landesmuseum
Leitung Veit Veltzke
Website http://www.preussenmuseum.de/
ISIL DE-MUS-965511

Das Preußen-Museum Wesel (offizielle Bezeichnung: Preußen-Museum Nordrhein-Westfalen, Standort Wesel) ist ein 1998 eröffnetes Museum über die rheinisch-preußische Geschichte in Wesel. Es gibt einen zweiten Standort des Museums in Minden über die westfälisch-preußische Geschichte, das Preußen-Museum Minden. Beide Museen zusammen bilden das Preußen-Museum Nordrhein-Westfalen.

Ausstellung - LebensZeichen / Nachkriegszeit und Fünfziger Jahre - Sammlung Abresch

Die Räumlichkeiten des Museums befinden sich in der Zitadelle Wesel, genauer gesagt im ehemaligen „Körnermagazin“ (Getreidedepot) der Zitadelle, das um 1835 erbaut wurde. Die Zitadelle ist eines der wenigen Bauwerke Preußens, die heute noch in Wesel zumindest teilweise vorhanden sind. Im Kellergeschoss ist das ursprüngliche Tonnengewölbe erhalten geblieben, die beiden oberirdischen Geschosse wurden innen zu insgesamt 2.000 m² großen Ausstellungsräumen umgebaut. Am Eingang an der Nordseite stehen in dem 600 m² großen, mit dem Hauptwall der Zitadelle verbundenen Glasanbau weitere Ausstellungsräume, Foyer, Museumsshop, Restauration und Vortragssaal zur Verfügung. In den angrenzenden Bauten des heutigen Kulturzentrums Zitadelle befinden sich außerdem noch die Abteilung Schillkasematte des städtischen Museums sowie das Stadtarchiv Wesel mit seiner Restaurierungswerkstatt und die städtische Musik- und Kunstschule Wesel.

Das Museum bietet ca. 1500 m² für die Präsentation der über 300 Jahre staatlicher Zugehörigkeit von großen Teilen des Rheinlandes und Westfalens zu Brandenburg-Preußen: Das Thema Preußen wird zunächst im Untergeschoss anhand der nahen Vergangenheit durch die „Sammlung Abresch - LebensZeichen / Nachkriegszeit und Fünfziger Jahre“ eingeführt. Zu sehen sind u.a. Exponate der Wilhelm Gustloff, wobei das Bild rechts ein privates Fotoalbum: „Kreuzfahrt nach Norwegen mit der Wilhelm Gustloff“ zeigt und ein Matrosen-Mützenband aus dem Jahr 1939. - Ebenfalls im Untergeschoss und im Erdgeschoss wird dann chronologisch das rheinische Leben zwischen dem späten 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert anhand von thematischen Schwerpunkten wie Land und Leute, Staat und Verwaltung, Kirche und Bildung sowie Wirtschaft und Gesellschaft präsentiert. Auch Einflüsse aus den Nachbarländern wie den niederländischen Generalstaaten oder Frankreich werden dargestellt. Im Obergeschoss wird das Thema Militär und Gesellschaft vom 18. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg und daran anschließend das Ende Preußens von 1918 bis 1945 aufgezeigt.

Daneben zeigt das Museum laufend Sonderausstellungen, bietet Vorträge, ausstellungsbegleitende Programme, Audioführer in Deutsch, Niederländisch und Englisch und weitere museumspädagogische Angebote für Kinder und Erwachsene. Die Sonder- und Tagungsräume können angemietet werden.

Finanziert wird das Museum zusammen mit dem zweiten Standort in Minden durch die Stiftung Preußen-Museum NRW. An der Stiftung sind beteiligt: das Land Nordrhein-Westfalen, die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie die Städte Wesel und Minden und deren Kreise Wesel und Minden-Lübbecke. Der als gemeinnützig anerkannte Förderverein des Museums, die „Gesellschaft zur Förderung des Preußen-Museums NRW in Wesel e.V.“ steht allen Bürgern zur Mitgliedschaft offen, er unterstützt besonders die Sonderausstellungen und den Sammlungsaufbau.

Aufgrund finanzieller Engpässe der Stiftung durch geringere Zinserträge aus dem Stiftungsvermögen, ausbleibende Fördergelder des Landes NRW sowie Rückzahlungsforderungen eines der Landesverbände und der Kreise wird seit 2010 darüber nachgedacht, den Schwerpunkt des Museums zu verändern und andere Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen.[1][2][3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Was wird aus dem Preußen-Museum in Wesel?, DerWesten, 3. März 2011
  2. Ein gutes Schiff für eine starke Flotte, Mindener Tageblatt, 19. März 2011
  3. Preußen künftig nur noch Nebensache?, Mindener Tageblatt, 2. März 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 39′ 5″ N, 6° 36′ 52″ O