Prinzenhöhle (Hartenstein)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eingangsfelsen.
Eingang 2012
Im Inneren.

Die Prinzenhöhle ist ein etwa 18 m langer Felsspalt im Westerzgebirge. Die Höhle ist begehbar, jedoch unbeleuchtet. Das harte Gestein erübrigt eine Sicherung gegen Einsturz.

Sie befindet sich in der Nähe der Isenburg, jedoch am gegenüber liegenden Ufer der Zwickauer Mulde im Poppenwald etwa in der Mitte zwischen den Orten Bad Schlema und Hartenstein.

Die Prinzenhöhle ist nicht natürlichen Ursprungs, sondern ein mittelalterlicher Bergwerksstollen. Hier versteckten vom 8. bis zum 11. Juli 1455 die Ritter Wilhelm von Mosen und Wilhelm von Schönfels, Komplizen des Kunz von Kaufungen und zwei ihrer Knechte den Prinzen Ernst von Sachsen während des Altenburger Prinzenraubes.

Die Höhle wurde 1778 (oder 1779) vom Hartensteiner Diakon Johann Friedrich Käufler wiederentdeckt. Später wurde hier eine lateinische Inschrift in den Fels gehauen, die an die Gefangenschaft des Prinzen Ernst in dieser Felsspalte erinnert.

Die Prinzenhöhle ist mit ihrer nahe gelegenen Gaststätte heute ein beliebtes Ausflugsziel. Vom Parkplatz an der Schlossruine in Hartenstein führt ein beschilderter Wanderweg über 4,5 km zur Prinzenhöhle. Einfacher ist die Höhle über das Forsthaus "Zur Prinzenhöhle" an der Straße zwischen Hartenstein und Bad Schlema zu erreichen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Prinzenhöhle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 38′ 13″ N, 12° 40′ 47″ O