Prisoner of Ice

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Prisoner of Ice ist ein im Jahr 1995 für MS-DOS veröffentlichtes Grafikadventure von Infogrames, das H. P. Lovecrafts Call-of-Cthulhu-Mythos basiert.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Januar 1937. Der junge Leutnant Ryan befindet sich an Bord des britischen U-Boots H.M.S Victoria, mit dem Auftrag, zwei zuvor von den Nazis sichergestellten Kisten abzuliefern. Auf dem Weg zum Zielort, wird das U-Boot von einem deutschen Zerstörer angegriffen. Ein Brand, welcher durch den Angriff an Bord entfacht wurde, schließt eine der Kisten ein und taut damit ein zuvor eingefrorenes Wesen auf, welches die Besatzungsmitglieder als Feinde ansieht. Ryan gelingt es, das Wesen einzuschließen und einen Notruf auszusenden. Wieder auf festem Land, macht sich der Protagonist auf herauszufinden, was die Nazis und das Wesen für Verbindungen haben. Dabei führt ihn sein Weg auf die Falklandinseln, nach Buenos Aires, Deutschland und letztendlich in die aus den Romanen bekannte Stadt Innsmouth (hier Illsmouth).

Spielprinzip und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prisoner of Ice ist ein Point-and-Click-Adventure. Aus Sprites zusammengesetzte Figuren agieren vor handgezeichneten, teilanimierten Kulissen. Die Sprites wurden dabei anhand von im Motion-Capturing-Verfahren abgefilmten Darstellern erstellt, so dass die Bewegungen trotz einer eher geringen Anzahl von Animationsschritten lebensecht wirken. Mit der Maus kann der Spieler seine Spielfigur durch die Örtlichkeiten bewegen und mit den Maustasten Aktionen einleiten, die den Spielcharakter mit seiner Umwelt interagieren lassen. Leutnant Ryan kann so Gegenstände finden und sie auf die Umgebung oder andere Gegenstände anwenden sowie mit NPCs kommunizieren. Mit fortschreitendem Handlungsverlauf werden weitere Orte freigeschaltet.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prisoner of Ice ist der Nachfolger des 1993 erschienenen, ebenfalls von Infogrames veröffentlichten Adventures Shadow of the Comet. Das Spiel kann entweder im VGA (Auflösung 320 × 200) oder im SVGA-Modus (Auflösung 640 × 480) gespielt werden. Ausschließlich im japanischen Sprachraum erschienen im Jahr 1997 Umsetzungen für PlayStation sowie für Sega Saturn. 1998 erfolgte ein Re-Rrelease für Microsoft Windows.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bewertungen
PublikationWertung
Power Play79 %[1]

Die Power Play befand, Prisoner of Ice sei „technisch auf der Höhe der Zeit“, und lobte Grafik und Animationen sowie den „teils genialen“ Soundtrack. Das Magazin kritisierte die klischeehafte Story, teils unlogische Rätsel sowie das wenig komplexe Gameplay.[1]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Den Einleitungsfilm kann man als Bildschirmschoner benutzen.
  • Sämtliche Hintergründe wurden handgezeichnet und dann eingescannt. Für die Bewegungen der Spielfiguren wurde das Motion-Capturing Verfahren angewandt.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Power Play 7/95: Kalte Füße: Prisoner of Ice. Abgerufen am 4. Juli 2016.
  2. Prisoner of Ice bei Moby Games