Pseudocrenilabrus

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Pseudocrenilabrus
Paar von Pseudocrenilabrus nicholsi, links das Männchen, rechts das Weibchen.

Paar von Pseudocrenilabrus nicholsi, links das Männchen, rechts das Weibchen.

Systematik
Überordnung: Cichlomorphae
Ordnung: Cichliformes
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Unterfamilie: Pseudocrenilabrinae
Tribus: Haplochromini
Gattung: Pseudocrenilabrus
Wissenschaftlicher Name
Pseudocrenilabrus
Fowler, 1934

Pseudocrenilabrus (Gr.: „pseudo“ = falsch, unecht + Crenilabrus (heute nicht mehr anerkannte Lippfischgattung)) ist eine Gattung aus der Familie der Buntbarsche (Cichlidae), die im östlichen Afrika von der Nilmündung (Lake Mariout) über den Weißen Nil, den Kyoga- und den Albertsee, den Viktoriasee und seinen Zuflüssen, dem oberen (Lualaba) und mittleren Kongo und dem Upembasee bis zum und südlichen Afrika (u. a. Sambesi u. Okavango) weit verbreitet ist.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pseudocrenilabrus-Arten werden 7 bis 11 cm lang, Weibchen bleiben etwas kleiner. Ihr Körper ist von typischer Barschgestalt, der Kopf ist groß und bullig, die Schwanzflosse abgerundet. Die Männchen sind für gewöhnlich farbiger. Alle Pseudocrenilabrus-Arten sind Maulbrüter. Im Unterschied zu den nah verwandten Haplochromis-Arten besitzt Pseudocrenilabrus keine Eiflecke auf der Afterflosse. Diese ist dagegen bei den meisten Arten an ihrem Rand und besonders an ihrem Zipfel, intensiv gelb bis orangerot gefärbt, was als eifleckenähnliches Farbmuster ausgelegt wird. Die Eier haben einen Durchmesser von 1,5 bis 1,8 mm, die Jungfische verlassen das Maul des Weibchens nach 12 bis 14 Tagen.

Pseudocrenilabrus nicholsi, vorne ein maulbrütendes Weibchen.
Thoracochromis moeruensis

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher sind vier Arten beschrieben worden, von denen zwei wegen der weiten Verbreitung und unterschiedlicher Farben in zwei bzw. drei Unterarten unterteilt werden.

  • Vielfarbiger Maulbrüter (Pseudocrenilabrus multicolor) (Schoeller, 1903)
    • Pseudocrenilabrus multicolor multicolor (Schoeller, 1903)
    • Pseudocrenilabrus multicolor victoriae Seegers, 1990
  • Nichols Maulbrüter (Pseudocrenilabrus nicholsi) (Pellegrin, 1928)
  • Messing-Maulbrüter (Pseudocrenilabrus philander) (Weber, 1897)
    • Pseudocrenilabrus philander philander (Weber, 1897)
    • Pseudocrenilabrus philander dispersus (Trewavas, 1936)
    • Pseudocrenilabrus philander luebberti (Hilgendorf, 1902)
  • Pseudocrenilabrus pyrrhocaudalis Katongo, Seehausen & Snoeks, 2017

Neben diesen vier Arten gibt es zwei weitere Buntbarscharten aus anderen Gattungen, die nah mit Pseudocrenilabrus verwandt sind und eigentlich Pseudocrenilabrus zugeordnet werden müssen. Dies sind Orthochromis machadoi und Thoracochromis moeruensis.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Joachim Richter: Zwergbuntbarsche Neumann Verlag, Leipzig, Radebeul, ISBN 3 7402 0028 6
  • Claus Schaefer, Torsten Schröer (Hrsg.): Das große Lexikon der Aquaristik. Ulmer Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-7497-9.
  • Lothar Seegers (1990): Bemerkungen zur Gattung Pseudocrenilabrus Teil 2: Pseudocrenilabrus multicolor victoriae nov. subsp. Aquarien und Terrarien-Zeitschrift, 43 (2): 99-103.
  • Günther Sterba: Süsswasserfische der Welt. Urania-Verlag, 1990, ISBN 3-332-00109-4

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matschiner, M., Musilová, Z., Barth, J.M.I., Starostová, Z., Salzburger, W., Steel, M. & Bouckaert, R. (2017): Bayesian Phylogenetic Estimation of Clade Ages Supports Trans-Atlantic Dispersal of Cichlid Fishes. Systematic Biology, 66 (1): 3-22. DOI: 10.1093/sysbio/syw076. Seite 155 im Supplement.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pseudocrenilabrus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien