Purpur-Grackel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Purpur-Grackel
Purpur-Grackel (Quiscalus quiscula)

Purpur-Grackel (Quiscalus quiscula)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Stärlinge (Icteridae)
Gattung: Grackeln (Quiscalus)
Art: Purpur-Grackel
Wissenschaftlicher Name
Quiscalus quiscula
(Linnaeus, 1758)
Unterarten
  • Quiscalus quiscula quiscula
  • Quiscalus quiscula stonei
  • Quiscalus quiscula versicolor

Die Purpur-Grackel (Quiscalus quiscula) ist ein Vogel aus der Familie der Stärlinge (Icteridae).

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Purpur-Grackeln sind von Südkanada bis östlich der Rocky Mountains verbreitet und bewohnen offene Wälder, Felder und Obstplantagen sowie städtische Parks und Gärten. Sie sind sehr gesellige Vögel und versammeln sich auch an ihren Schlafplätzen zu großen geräuschvollen Gruppen.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vögel erreichen eine Körpergröße von 27 bis 35 Zentimetern. Erwachsene Purpur-Grackeln haben einen langen, kräftigen schwarzen Schnabel, einen langen Schwanz, lange kräftige Beine und Krallen und hellgelbe Augen. Bei den Jungvögeln sind die Augen braun. Das Gefieder ist schwarz mit einem schillernden blau- bis purpurfarbenen Schimmer, variiert jedoch je nach Unterart. Die Weibchen sind kleiner als die Männchen, und ihr Federkleid ist nicht so glänzend wie das der Männchen. Sehr charakteristisch ist der Gesang der Altvögel, der an ein rostiges Tor erinnert.

Ernährung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ernährungsspektrum ist sehr vielfältig. Unter anderem ernähren die Vögel sich von Nüssen und Beeren, von Insekten, Würmern und Mäusen. Auch Frösche und Flusskrebse, die sie in den Teichen und Bächen fangen, werden nicht verschmäht. Im Küstenbereich waten sie durch das Wasser und fangen Fische. Gelegentlich fressen sie auch Küken und Eier von kleineren Vögeln. Während des Winters fallen sie häufig in großen Gruppen in Getreidefelder, insbesondere Maisfelder, ein und sind in bestimmten Regionen in Nordamerika zu einer Plage geworden. In den Parks und Gärten in der Stadt sind sie auch als vorwitzige Diebe bekannt, die anderen Vögeln die Nahrung stehlen.

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Purpur-Grackeln sind Kolonienbrüter. Die großen Nester bestehen aus Zweigen, Halmen und Gras und werden auf einem Baum, einem Strauch oder auf einem flachen Gebäude oft in der Nähe von Gewässern erbaut. In einem Zeitraum von 12 bis 14 Tagen brütet das Weibchen die fünf bis sechs Eier aus. An der Aufzucht der Jungvögel beteiligen sich beide Elterntiere.

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Purpur-Grackel im Flug
  • Quiscalus quiscula quiscula
  • Quiscalus quiscula stonei
  • Quiscalus quiscula versicolor

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Purpur-Grackel (Quiscalus quiscula) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien