86-DOS

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Dieser Artikel erläutert das Betriebssystem QDOS von Seattle Computer Products; das gleichnamige Betriebssystem von Sinclair Research wird unter Sinclair QL beschrieben.
QDOS, 86-DOS
86-DOS-Logo
Bildschirmfoto
Bildschirmkopie
86-DOS mit HEX2BIN
Basisdaten
Entwickler SCP/Tim Paterson
Erscheinungsdatum 1980
Aktuelle Version 1.14
(1981)
Abstammung QDOS/86-DOS
Kernel monolithisch (Assembler)
Chronik QDOS 0.10
86-DOS 0.3 bis 1.14
Architekturen 8086
Lizenz proprietär

86-DOS war ein Betriebssystem der Seattle Computer Products (SCP) für den Mikroprozessor Intel 8086.

Bei der Entwicklung 1980 hieß das Betriebssystem QDOS (quick and dirty operating system“), wurde noch im gleichen Jahr in 86-DOS geändert, als SCP begann, das Betriebssystem in Lizenz zu vergeben.

QDOS wurde 1980 von Tim Paterson für die damals neu erschienene CPU geschrieben, da die Firma Seattle Computer Products ein 8086-Betriebssystem benötigte, um ihre 8086-CPU-Platine – die ebenfalls von Tim Paterson entwickelt worden war – verkaufen zu können. CP/M-86, die 8086-Version von CP/M, erhielt erst im Januar 1982 seine Markteinführung, weshalb kurzerhand QDOS entwickelt wurde.

Es ist CP/M sehr ähnlich, da einige Funktionen direkt daraus entnommen wurden, bietet allerdings auch einige Verbesserungen hinsichtlich der Dateiverwaltung, vor allem die Verwendung des FAT-Dateisystems.

86-DOS wurde 1981 von Microsoft übernommen und zu MS-DOS weiterentwickelt. In den 1980er und frühen 1990er Jahren wurde MS-DOS (bzw. das sehr ähnliche PC DOS) durch den großen Erfolg des IBM-PC und dessen Nachfolger und Nachbauten zum weltweit meistverbreiteten Betriebssystem.

Der 86-DOS-Befehlssatz ist in der Liste von Kommandozeilenbefehlen (DOS) aufgeführt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]