Quick (Geldkarte)

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Das Logo von Quick

Quick von Paylife Bank GmbH war eine österreichische elektronische Geldbörse. Quick ermöglichte das Zahlen von Beträgen bis 400 Euro mittels Chipkarte ohne Unterschrift und ohne PIN-Code-Eingabe.

Quick war 1996 eingeführt worden[1] und wurde mit 31. Juli 2017 eingestellt.[2][3]

Zahlen zu Quick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karten mit Quick-Funktion (Stand 2012) [4]

  • 8,5 Mio. Bankomatkarten[5]
  • Rund 490.000 Quick Wertkarten

Quick-Zahlungen (2012)[6]

  • Rund 26,45 Mio. Transaktionen
  • Rund EUR 110 Mio. Umsatz

Karten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quick war auf allen österreichischen Maestro-Karten vertreten. Dazu kamen noch die nicht-kontobezogenen Wertkarten, die von PayLife Bank GmbH entweder in neutraler Form (Quick-Wertkarten) oder im Design eines Partnerunternehmens (sogenannte Affinity-Wertkarten) ausgegeben wurden. Auch konnten zusätzliche Quick-Chips in Unternehmensausweisen integriert werden. Zusätzlich gab es rund 200.000 edu.cards (ein elektronischer Schülerausweis mit Quick Zahlungsfunktion).[7]

Mit Quick konnten nur Zahlungen getätigt werden, die den aktuellen Saldo auf der Karte nicht überschritten. Somit konnte der Besitzer der Karte das Limit selbst festlegen, bei Verlust der Karte war jedoch der geladene Betrag verloren, die Karte konnte auch nicht gesperrt werden. Ein Vorteil dieser Zahlungsmethode war, dass nur beim Laden eine Bankbuchung mit eventuellen Zeilengebühren erfolgte, nicht hingegen beim Bezahlen, was bei direkten Terminalzahlungen der Fall ist. Die Ladevorgänge und eine gewisse Anzahl von Zahlungen wurden auf dem Chip in einem Protokoll gespeichert und konnten mit einem Chipkartenleser ausgelesen werden.

Die Ladung von Quick war bei rund 7700 Bankomaten und bankeigenen Foyerautomaten (Stand Ende 2011) möglich. Der maximale Ladebetrag betrug 400 Euro. Eine Ladetransaktion faand immer online statt, der Ladebetrag wurde dem Konto des Karteninhabers belastet und einem Pool-Konto gutgeschrieben.

Bezahlung mit Quick war bei über 68.000 PayLife Bankomat-Kassen sowie an rund 20.000 Quick Terminals möglich.[8] Zahlungstransaktionen wurden offline vorgenommen. Der Zahlungsbetrag wurde vom Chip abgebucht und im Zahlungsterminal gespeichert. Die Umsatzeinreichung durch den Quick-Akzeptanten erfolgte über Leitung oder mittels spezieller Einreichkarten. Der Zahlungsbetrag wurde dann dem Pool-Konto belastet und dem Akzeptanten gutgeschrieben.

Quick wurde als Zahlungsmittel angenommen

  • von allen PayLife Bankomat-Kassen (meist parallel zu anderen bargeldlosen Zahlungsmitteln wie Debit- und Kreditkarten).
  • von öffentlich zugänglichen Automaten wie Parkscheinautomaten, Zigarettenautomaten (besonders seit der Einführung der verpflichtenden Altersüberprüfung 2007), an rund 2.200 SB-Waschmaschinen im gemeinnützigen Wohnbau [4], Getränkeautomaten, Kopierern etc.[9]
  • in geschlossenen Bereichen wie Produktionsbetrieben, Geldinstituten, Schulen, Universitäten, Krankenhäusern etc.

Seit 2011 stellten jedoch einige Betriebe auf neue Terminals um, die keine Quick-Zahlungen mehr ermöglichten, nachdem Quick nur von wenigen Kunden genutzt worden war:

Kartenvarianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt die Quick-Zahlungsfunktion auf verschiedenen Kartentypen:

  1. auf allen österreichischen Maestro-Bankomatkarten
  2. als Quick-Wertkarte: Die Quick-Wertkarte kann man bis zum aufgedruckten Ablaufdatum immer wieder mit dem gewünschten Betrag bis max. 400 Euro beladen und verwenden. Quick-Wertkarten sind anonym und übertragbar. Quick-Wertkarten sind im PayLife-Online-Shop, bei den österreichischen Banken oder direkt bei PayLife erhältlich.[12]
  3. auf der edu.card, dem vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur ausgegebenen Schülerausweis: Die edu.card ist verwendbar für Quick-Zahlungen in der Kantine, am Kopierer etc., für Zutrittsberechtigungen (z.B. für EDV-Räume), für Entlehnungen in der Bibliothek, für die elektronische Signatur und als Freifahrtsfunktion in Kooperation mit den Verkehrsbetrieben.
  4. als Affinity Wertkarte: Diese sind von Unternehmen ausgegebene Karten. Mögliche Funktionen sind: Quick-Zahlungskarte, Mitarbeiterausweis, Lichtbildausweis, Zutrittsberechtigungskarte[13]

Quick kontaktlos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. September 2012 präsentierte PayLife mit Quick NEU eine Hybridkarte, mit der man sowohl durch Stecken der Karte als auch kontaktlos bezahlen kann. Die kontaktlose Quick Wertkarte ermöglicht das einfache, sekundenschnelle und sichere Bezahlen von Beträgen bis maximal 400 Euro. Das Laden der Quick Karte ist an jedem Bankomaten, Foyer-Geldausgabeautomaten in den Banken und an Quick-Ladestationen mit einem Betrag bis zu maximal 400 Euro möglich. Dabei steckt man zuerst die Maestro-Bankomatkarte und wählt die Funktion „andere Karte laden“. In Zukunft soll die kontaktlose Quick-Wertkarte auch übers Internet, am Mobiltelefon oder an PayLife-Bankomat-Kassen geladen werden können. Beim Bezahlen mit Quick benötigt man keinen PIN-Code und keine Unterschrift, unabhängig davon, ob es sich um eine Kontaktlos-Transaktion handelt oder ob eine Transaktion durch Stecken der Karte getätigt wird. Ab Mitte des Jahres 2013 werden rund 3 Mio. österreichische Bankomat-Karten im Zuge des regulären Kartentausches mit Quick kontaktlos ausgestattet. Seit der Einführung von Quick kontaktlos gab es bis Ende 2012 mit mehr als 9.000 Quick-kontaktlos-Karten bereits rund 100.000 Kontaktlos-Transaktionen.[14][15]

Quick im Internet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Namen @Quick läuft die Bezahlung mit dieser Elektronischen Geldbörse im Internet und wird von den führenden österreichischen E-Payment-Anbietern unterstützt. Nur wenige Webshops bieten @Quick als Zahlungsmittel an. Voraussetzung zur Verwendung ist neben einem handelsüblichen Chipkartenleser die Installation eines kostenlosen @Quick-Plugins.

Vergleichbare Systeme in anderen Ländern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In anderen Ländern existieren viele vergleichbare Systeme einer elektronischen Geldbörse, die jedoch weder untereinander noch mit dem österreichischen System kompatibel sind.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ORF: 30 Jahre Bankomat in Österreich, Zugriff am 3. Jänner 2016
  2. https://www.paylife.at/de/home/private/quick.html, Zugriff am 3. Jänner 2016
  3. derstandard.at: Bargeldloses Bezahlsystem Quick wird 2017 eingestellt, Zugriff am 18. März 2017
  4. PayLife: PayLife in Zahlen, Zugriff am 19. Februar 2013
  5. futurezone.at: www.futurezone.at Paylife: Ohne Bargeld in 0,6 Sekunden bezahlen
  6. PayLife: PayLife in Zahlen, Zugriff am 19. Februar 2013
  7. quick.at: www.quick.at Quick in Zahlen
  8. derStandard.at: www.derstandard.at - Zahlen in 0,6 Sekunden: Paylife startet kontaktloses Bezahlen, Zugriff am 20. März 2012
  9. quick.at: [1], Zugriff am 6. August 2012
  10. ÖBB stellen Quick-Zahlung ein, der Standard vom 21. Februar 2011
  11. Keine Quick-Funktion mehr bei neuen Kassen-Systemen, Konsument
  12. quick.at: [2], Zugriff am 11. Februar 2013
  13. quick.at: [3], Zugriff am 6. August 2012
  14. derStandard.at: www.derstandard.at - Zahlen in 0,6 Sekunden: Paylife startet kontaktloses Bezahlen, Zugriff am 11. Februar 2013
  15. www.paylife.at: – Pressemitteilung: PayLife startet mit umfassendem Kontaktlos-Angebot, Zugriff am 11. Februar 2013