Quod licet Iovi, non licet bovi

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Jupiter (römische Kamee)
Ochsen im Gespann

Quod licet Iovi, non licet bovi (Iovi auch Jovi, deutsch: „Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt“) ist ein lateinischer Spruch nicht nachweisbarer Herkunft. Möglicherweise wurde ein Zitat von Terenz – „Aliis si licet, tibi non licet.“ („Wenn es anderen erlaubt ist, so doch nicht dir.“ – Heauton timorumenos 797) – erst im Mittelalter in die Form eines Binnenreims gebracht. Ein solcher war in der Antike kein bekanntes Stilmittel.

Der Spruch vergleicht Jupiter, den höchsten römischen Gott, mit dem Stier oder dem Ochsen. Die Gegenüberstellung der beiden spricht die aus ihrem jeweiligen Status resultierenden unterschiedlichen Befugnisse an (licet/non licet). In der deutschen Übersetzung erfolgt noch eine Verschärfung des Kontrasts durch die in der lateinischen Sprache nicht gegebene Unterscheidung von Stier und Ochse (= bos).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Quod licet Iovi, non licet bovi“ in: Der Neue Herder, Von A bis Z, Zweiter Halbband: M bis Z, Herder: Freiburg im Breisgau 1949, Spalte 3453

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Quod licet Iovi, non licet bovi – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen