Radeberger Haken

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Radeberger Haken

Der Radeberger Haken ist eine Seilbremse, die bei der Rettung von Verunglückten das Abseilen sicherer macht.

Er ist nach seiner Entwicklung in den 1950er Jahren durch eine Gruppe Radeberger Bergsteiger um Rainer Hilsberg und Heinz Kittner zu einem wichtigen Hilfsmittel im Klettersport geworden. Er besteht aus Aluminiumguss; frühere Versionen wurden aus verschweißtem Rundstahl gefertigt.

Der Radeberger Haken war vor allem als Rettungsmittel der Grubenwehr gebräuchlich. Er wurde in der DDR von Hans-Uwe-Straß weiterentwickelt und wird bis heute von einer Chemnitzer Firma gefertigt und vertrieben. Nach DIN 34300 ist die Bezeichnung jetzt „Rettungshaken mit Sicherungsöse“. Umgangssprachlich wird er auch „Radi“ genannt.

Heute wird er fast ausschließlich als Rettungsmittel bei Höhenrettungsgruppen verwendet, da er als Sportgerät zu unhandlich ist.