Raketa (Schiffstyp)

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Büste von Rostislaw Jewgenjewitsch Alexejew, dem Vater vom Raketa Tragflächenboot
Außer Dienst gestellte Raketa-7 in Vilkovo (Ukraine)
Die Tragflügelboote vom Typ Voschod und Raketa

Die Raketa war der Typ eines voll getauchten Tragflügelbootes.

Geschichte[Bearbeiten]

In den vierziger Jahren wurde von dem russischen Schiffbauingenieur und Konstrukteur Rostislaw Jewgenjewitsch Alexejew u. a. Panzer und Tragflügel-Kampfboote entwickelt und konstruiert. Bis zum Kriegsende wurden seine Tragflügelboote nicht produziert, erst danach erhielt die sowjetischen Flotte derartige Schiffe. Unter seiner Leitung wurden auch das Tragflügelboot vom Typ Raketa konstruiert und gebaut. Im August 1957 folgte die Jungfernfahrt dieses für den Transport von Passagieren entwickelten Bootes von Gorki nach Kasan.

Die Raketa gilt als das erste in großer Serie gebaute Tragflügelboot für den öffentlichen Passagierverkehr und wurde vorwiegend auf russischen Flüssen eingesetzt. Von dieser ersten Serie wurden von der sowjetischen Schiffswerft Krasnoje Sormovo, Gorki ab 1957 rund 100 Boote gebaut und abgeliefert. Viele davon wurden in die Ostblockstaaten, nach Österreich und in die Bundesrepublik Deutschland exportiert. Einzelne Boote waren über 20 Jahre im Einsatz wie auch die Rheinpfeil (spätere Serie ab 1970), der ab 1972 rund 25 Jahre in Betrieb war. Insgesamt wurden über 400 Boote vom Typ Raketa in mehreren Serien gebaut. Der Typ Wos'chod löste den Typ Raketa ab und wurde später von dem Typ Lastotschka (Schiffstyp) (Schwalbe) ersetzt.

Daten[Bearbeiten]

Dieser Bootstyp mit voll eingetauchten stufenförmigen Tragflächen hatte eine Länge von 27 Metern und wurde ab 1956 nur in der Sowjetunion gebaut, es bot Platz je nach Ausstattung für 60 bis 65 Personen. Mit einer Verdrängung von 27 t und einer Tragfähigkeit von 7 t wurde mit der Antriebsleistung von 650 kW eine Geschwindigkeit von 32 kn, also rund 58 km/h erreicht. Die Breite betrug 5 m und der Tiefgang schwimmend 1,8 m und bei der Fahrt auf den Tragflügeln rund 1,1 m.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rolf Schönknecht, Uwe Laue: Unkonventionelle Schiffe. VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1990.