Rappelsdorf

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Rappelsdorf
Koordinaten: 50° 29′ 50″ N, 10° 43′ 17″ O
Höhe: 355 m ü. NN
Einwohner: 288 (31. Dez. 2013)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1996
Postleitzahl: 98553
Vorwahl: 036841
Rappelsdorf (Thüringen)
Rappelsdorf

Lage von Rappelsdorf in Thüringen

Triebwagen bei Rappelsdorf (1998)
Triebwagen bei Rappelsdorf (1998)

Rappelsdorf ist ein Ortsteil der Stadt Schleusingen im Landkreis Hildburghausen in Thüringen. Der Ort ist mit 288 Einwohnern der zweitgrößte Ortsteil von Schleusingen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rappelsdorf liegt südwestlich der Stadt Schleusingen und der Bundesautobahn 73 in den südlichen Vorgebirgslagen des Thüringer Waldes. Die Schleuse fließt durch die Gemarkung und den Ort. Verkehrsmäßig wird der Ort von den Landesstraßen 2633, 1625 und 1134 erschlossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erwähnung findet Rappelsdorf im Jahre 1050[2]; die erste urkundliche Erwähnung folgte am 21. November 1316[3] als Rapilstorf im Henneberger Urkundenbuch [2]. 1544 gab es sieben Gutshöfe in Rappelsdorf. Bis 1815 gehörte der Ort zum hennebergischen bzw. kursächsischen Amt Schleusingen und gelangte dann an den Kreis Schleusingen der neugebildeten preußischen Provinz Sachsen, bei dem er bis 1945 verblieb. 1888 erhielt der Ort Anbindung an das Eisenbahnnetz mit einem Haltepunkt an der Bahnstrecke Schleusingen–Themar.

Am 1. Januar 1996 wurde Rappelsdorf in die Stadt Schleusingen eingemeindet.

Wirtschaft und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rappelsdorf ist bis heute wichtigster Landwirtschaftstandort Schleusingens: aus den zu Zeiten der DDR gegründeten Betrieben Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft „Tierproduktion“ Rappelsdorf und dem Volkseigenen Gut „Pflanzenproduktion“ Schleusingen mit Sitz in Rappelsdorf gingen nach 1990 private Landwirtschaftsbetriebe und eine LandwirtschaftsproduktionsGmbH & Co KG hervor, die bis heute eine Stallanlage im Ort betreibt.[2] Zudem befindet sich eine Biogasanlage im Ort.

Im Ort befindet sich ein Rehabilitationszentrum und eine Förderschule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rappelsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.insuedthueringen.de, 16. Januar 2014
  2. a b c Ortschronik auf www.rappelsdorf.de, aufgerufen am 25. Oktober 2012
  3. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. 5. verb. Auflage. Verlag Rockstuhl, Bad-Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 227.