Rastrelli Cello Quartett

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Rastrelli Cello Quartett, bestehend aus den Musikern (von links nach rechts) Sergio Drabkin, Mischa Degtjareff, Kirill Timofeev und Kira Kraftzoff.
Das Rastrelli Cello Quartett 2016 bei einem Konzert mit Giora Feidman (rechts) in der Recker Pfarrkirche St. Dionysius.

Das Rastrelli Cello Quartett ist ein Streicherquartett, das 2002 von vier klassisch ausgebildeten russischen und weißrussischen Cellisten in Deutschland gegründet wurde.

Da es kaum Originalkompositionen für Cello-Quartette gibt, werden – vor allem von Sergio Drabkin – eigene Arrangements sowohl für klassische als auch für moderne Stücke geschrieben. Hierbei adaptiert das Rastrelli-Quartett auch Stücke aus Jazz, Klezmer, Blues und Pop. Zum Repertoire gehören Kompositionen von Johann Sebastian Bach und Peter Tschaikowsky ebenso wie von Dave Brubeck, Astor Piazzolla, Paul McCartney und den Propellerheads.

Neben zahlreichen Auftritten in ganz Deutschland unternahm das Quartett bisher Tourneen durch mehrere europäische Länder, Russland und die USA. Regelmäßig tritt es gemeinsam mit dem Klezmer-Klarinettisten Giora Feidman auf.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Rastrelli Cello Quartetts ist eine Hommage an den Architekten und Baumeister Bartolomeo Francesco Rastrelli (1700–1771), der zahlreiche Barock-Bauwerke in St. Petersburg errichtet hatte. Drei der vier Musiker sind in St. Petersburg geboren und aufgewachsen.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kira Kraftzoff - Künstlerische Leitung (* 1971 in St. Petersburg) 1985 Konzertdebüt, 1991–1994 Solocellist bei den „St. Petersburger Solisten“, 1998–2005 Solocellist beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn.
  • Kirill Timofeev (* 1978 in St. Petersburg) 1996–2001 Studium am Rimski-Korsakow Konservatorium in St. Petersburg, 2003–2005 Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, 1997 Dritter Platz bei einem russlandweiten Cellowettbewerb. 1999 1. Preis „Caltanissetta Chamber Music Contest“, Italien http://www.musicamera.caltanissetta.it/eng/winners-eng.htm (Memento vom 18. Juni 2007 im Internet Archive).
  • Sergio Drabkin, (* 1953 in Polozk/Weißrussland) Bis 1977 Ausbildung an der Musikfachschule Polozk und der Staatlichen Musikhochschule Minsk. Danach Staatliche Philharmonie Weißrussland, Solist des Barockensembles Minsk. 1995 Übersiedlung nach Deutschland. Seit 2003 ist er festes Mitglied des Württembergischen Kammerorchesters [1].
  • Mischa Degtjareff (* 1978 in St. Petersburg) erster Cellounterricht im Alter von fünf Jahren. Musikstudium am Rimski-Korsakow Konservatorium in St. Petersburg. Ab 2000 Studium an der Stuttgarter Hochschule für Musik und darstellende Kunst. Solocellist des Kammerorchesters „Divertisment“. 3. Preis der Gartow-Stiftung für seine Interpretation der Cellosonate von Dmitri Schostakowitsch.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003 Rastrelli Cello Quartett Vol. 1
  • 2004 Vol. 2 Cello in Jazz
  • 2006 Vol. 3 Cello in Classic
  • 2008 Vol. 4 Cello in Buenos Aires
  • 2011 Vol. 5 In a Sentimental Mood
  • 2011 Vol. 5 1/2
  • 2015 Cello Effect

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rastrelli Cello Quartett – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien