Raubkopierer sind Verbrecher

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Raubkopierer sind Verbrecher“, auch bekannt als „Hart aber Gerecht“, ist eine PR-Kampagne der Zukunft Kino Marketing GmbH, einem Tochterunternehmen des Hauptverbands Deutscher Filmtheater, des Multiplexverbandes Cineropa und des Verbands der Filmverleiher.

Zielsetzung[Bearbeiten]

Die Public-Relations-Kampagne wurde im November 2003 ins Leben gerufen, um das aus Sicht der Industrie fehlende Unrechtsbewusstsein der Endverbraucher zu schärfen, welche in zunehmendem Maße illegal Filme bezögen. Folgt man einer Studie der Filmförderungsanstalt von 2003, der Brenner-Studie 2, so wurden 30 Millionen Spielfilme auf CD- und DVD-Rohlinge gebrannt.

Die PR-Kampagne arbeitet mit Spots in TV, Kino und im Internet sowie Print-Motiven. Auch wird häufig auf DVDs auf die Kampagne hingewiesen. Die entsprechende Hinweise können beim Abspielen von legal erstandenen DVDs und Blurays in der Regel weder übersprungen noch vorgespult werden. Ziel der PR-Projekte ist es nach Angaben ihrer Initiatoren, die Bevölkerung von der Unaufrichtigkeit jeglicher illegaler Kopien zu überzeugen und damit unter anderem mögliche „Raubkopierer“ abzuschrecken. Die Kampagnen enthalten keinerlei Hinweise oder Hilfen zur Unterscheidung von illegalen und legal zulässigen Privatkopien.

Die PR-Kampagne wird mit Mitteln der Filmförderungsanstalt (FFA) gefördert.

Weitere Projekte[Bearbeiten]

Die Kino Marketing GmbH ist auch für die Public Relations-Projekte Respect Copyrights und Kino. Dafür werden Filme gemacht verantwortlich. Die Initiative Respect Copyrights setzt sich mit der Bedeutung des geistigen Eigentums auseinander, gibt Lösungsvorschläge und nennt mögliche Folgen, die aus Urheberrechtsverletzungen für alle Seiten entstehen können.
So gibt es beispielsweise auf der Internetseite einen Bereich, der Unterrichtsmaterialien zum Thema „Raubkopien“ bereitstellt. Das Angebot reicht von frei verfügbaren Studien bis zu direkten Vorschlägen der Unterrichtsgestaltung für Lehrer zum Thema „Raubkopien“. Hierbei steht der seit Jahrzehnten umstrittene Begriff stark im Zentrum sämtlicher Kommunikationsmaßnahmen.

Kritik[Bearbeiten]

Der Slogan wird kritisiert, weil er nicht zwischen dem legalen Kopieren eigener Medien zum Eigengebrauch und dem illegalen Kopieren unter Umgehung eines Kopierschutzes oder aus kommerziellen Gründen unterscheidet. Juristisch betrachtet ist das Schwarzkopieren kein Verbrechen, sondern ein Vergehen.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Himmerlein, Heidrich: Privatkopien: Recht und Unrecht PDF. Vortrag für die CeBIT 2006, Heise Zeitschriften Verlag