Ray-Ban

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Ray-Ban Aviator
New Wayfarer
Original-Wayfarer
Gut sichtbar auf dem Brillenglas: das eingravierte BL für Bausch & Lomb

Ray-Ban (deutsch: Strahlenschutz) ist eine Sonnen- und Korrektionsbrillenmarke. Sie wurde 1937 als Tochterfirma von Bausch & Lomb, einem Hersteller medizinisch-optischer Geräte mit Beteiligung des United States Army Air Corps (USAAC), gegründet. Der erste Prototyp Anti-Glare wurde am 7. Mai 1937 zum Patent angemeldet. 1999 verkaufte Bausch & Lomb die Marke für 640 Millionen US-Dollar an die italienische Luxottica-Gruppe.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte reicht bis in die 1920er-Jahre zurück. Zu dieser Zeit wurde es möglich, mit Flugzeugen immer höher zu fliegen. Viele Piloten der US-Armee berichteten, dass ihnen das Blenden der Sonne Kopfschmerzen und Übelkeit bereite. 1929 beauftragte Generalleutnant John MacCready den in Rochester, New York ansässigen Hersteller von medizinisch-optischen Geräten Bausch & Lomb mit der Entwicklung einer Fliegerbrille, die Übelkeit und Kopfschmerzen lindern sollte, die durch das intensive Blau des Himmels und der Sonnenstrahlung hervorgerufen wurden.[2][3] Im Jahr 1936 entstand ein erster Prototyp, genannt Anti-Glare, welcher ein Plastikgestell und grüne Gläser hatte.[4] Im Jahr 1937 wurde dieser Prototyp überarbeitet und bekam ein Metallgestell, geboren war die Ray-Ban Aviator. Am 7. Mai 1937 bekam Bausch & Lomb das Patent zugesprochen.

1939 wurde das Produktspektrum um die Outdoorsman erweitert, eine abgewandelte Form der Aviator für den Einsatz außerhalb des Flugzeugs. Diese Brille hatte eine Sweat Bar – einen Bügel, welcher das Laufen von Schweiß in die Augen verhindern sollte. 1952 folgte die Wayfarer, welche ab 1953 mit den zum Standard werden sollenden G-15-Gläsern ausgestattet war. Diese bestehen aus mineralischem Glas und sind thermisch gehärtet. Sie haben eine grün-graue Färbung mit 15 % Lichtdurchlässigkeit. Es folgten weitere Modelle, unter anderem die Olympian 1965 und die Olympian II. In den 1990er-Jahren kamen mehrere Modelle auf den Markt, welche das Straucheln von Bausch & Lomb jedoch nicht aufhalten konnten. Konkurrenz wie Oakley wurde besonders in der jüngeren Käuferschicht beliebter, sodass Ray-Ban 1999 schließlich für 640 Millionen US-Dollar an Luxottica verkauft wurde. Luxottica führt die Marke Ray-Ban weiterhin fort.

Erkennungsmerkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Originale Ray-Ban-Brillen besitzen einige charakteristische Merkmale. In jedem Brillenglas ist am Rand ein kleines BL eingebrannt, zusätzlich dazu ist manchmal auf dem rechten Brillenglas der Schriftzug Ray-Ban zu lesen. Das BL findet sich auch auf den Nasenbügeln wieder. Auf dem Bügel zwischen den Brillengläsern findet sich B&L RAY-BAN U.S.A., in der Langform Bausch & Lomb RAY-BAN U.S.A. ist dies auch auf der Innenseite des linken Bügels aufgedruckt. Der rechte Bügel ist innen mit der Modellnummer versehen. Beim Modell Wayfarer befindet sich die Modellnummer auf der Innenseite des rechten Brillenglas, außerdem wurde bei diesem Modell erst mit der Einführung der Wayfarer-II-Sonnenbrille, der Schriftzug RayBan auf das rechte Brillenglas gedruckt.

Die neueren Versionen der Ray-Ban-Brillen besitzen etwas andere charakteristische Merkmale. So ist nur noch im linken Brillenglas statt „BL“ ein „RB“ eingraviert. Zwischen den beiden Gläsern steht auch nur noch der Markenname „Ray-Ban“. Am rechten Bügel steht zuerst der Markenname und daneben „Made in Italy“. Auf dem linken Bügel stehen die Modellbezeichnung und die Modellnummer. Geblieben ist der offensichtliche Schriftzug „Ray-Ban“ links oben in der Ecke des rechten Brillenglases.

Des Weiteren gibt es weitere Symbole und Buchstaben, die auf das rechte Brillenglas gedruckt wurden, bzw. in den linken Bügel geschrieben wurden. So bedeutet ein Diamant auf dem rechten Brillenglas, dass die Gläser besonders beschichtet wurden und kratzfest wie ein Diamant sind, ein P, bzw P3Plus bedeutet, dass die Gläser polarisiert sind, zusätzlich steht "polarized" im linken Bügel. P3Plus-Gläser sind momentan nur bei der RayBan Wayfarer 2157K benutzt worden, Diamond-Hard-Gläser dagegen nur bei der Aviator. Außerdem gibt es bei Special Editions weitere Textvariationen am linken bzw. rechten Bügel.

Einzug in die Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ray-Ban-Sonnenbrillen fanden Einzug in einige Kinofilme, bekannte Beispiele sind die Wayfarer in Blues Brothers und der Fernsehserie Miami Vice oder die Clubmaster in Rainman und Malcolm X.

Brillengläser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • B-15 XLT: Standardbrillenglas für Fliegerbrillen, 15 % Lichtdurchlässigkeit
  • G-15 XLT: Standardbrillenglas, niedriger Kontrast und natürlichere Farbdarstellung, 15 % Lichtdurchlässigkeit
  • Polarisierte Gläser – Gläser, die reflektiertes Licht blockieren.
  • Fototrope Gläser – Gläser, die unter UV-Licht dunkler werden.
  • Ansteigende Gläser: Gläser, die nur teilweise abgedunkelt sind, für die bessere Sichtbarkeit von Instrumenten in Flugzeugen entwickelt.
  • Bernsteinfarbene Gläser, die ihre Farbe dem Wetter anpassen, für den Wintersport entwickelt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ray-Ban sunglasses – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Company News: Bausch & Lomb Selling Sunglass Business to Luxottica. In: NY Times, 29. April 1999. Abgerufen am 5. September 2010. 
  2. Men's Health
  3. The Gentleman's Topcoat
  4. Ray-Ban: The History of the Top-Selling Eyewear Brand Worldwide. Luxottica. Abgerufen am 14. Oktober 2013.