Reformwerke Wels

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Reformwerke
Bauer & Co Gesellschaft m.b.H.
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Rechtsform GmbH
Gründung 1910
Sitz Wels, Österreich
Leitung Clemens Malina-Altzinger, Herbert Schwaiger, Reinhard Riepl
Mitarbeiter ca. 400
Branche Fahrzeugbau

Die Reformwerke Wels sind ein österreichischer Hersteller von Spezialfahrzeugen für die Landwirtschaft (Berglandtechnik) und Kommunalwirtschaft.

Als Nischenanbieter exportiert das rund 400 Mitarbeiter beschäftigende KMU weltweit, die Exportquote beträgt rund 70 %. Bekanntestes Produkt ist der Reform Muli, eine Mischung aus Kleintransporter und Traktor, der weltweit als Spezialkleintransporter bei schwierigen Geländebedingungen eingesetzt wird. Schwesterfirmen sind die Agromont AG (Hünenberg, Schweiz) sowie die Kiefer GmbH (Dorfen, Deutschland)[1].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Bauer, Sohn eines Landwirtes, gründete 1910 das Unternehmen mit sieben Mitarbeitern. Erstes Produkt war die Sämaschine „Welsia“. Bis 1940 wurde die Produktpalette laufend erweitert. So wurden nun auch Jauchepumpen und -fässer, Getreideputzmühlen und Kartoffelroder hergestellt.

Johann Bauer war auch Inhaber der Silbermalzkaffeefabrik Wels, die wegen mangelnder Rentabilität geschlossen wurde. Während der Zeit des Nationalsozialismus in Österreich wurden beide Firmen durch Franz Blumentritt kommissarisch verwaltet. Ob sie in jüdischem Besitz waren ist unklar, da sich hierüber keine Akten finden.[2]

Nach einem Produktionsstopp im Zweiten Weltkrieg wurde 1945 das alte Programm wieder aufgenommen. 1947 wurde die hauseigene Grau- und Tempergießerei zur Teilefertigung eröffnet. Der erste Motormäher „R1“ ging 1948 vom Band, der Mähwender „2000“ 1965. In den folgenden Jahren wurde in der Schweiz die Tochterfirma Agromont gegründet und der erste Universal-Transporter „Muli 25“ wurde gebaut.

1993 wurde mit dem Metrac 4004H das erste hydrostatisch angetriebene Gerät angeboten. 1999 erschien der Bergtraktor „Mounty“ als ein Traktor mit vier gleich großen Rädern. Die Palette der Mäher wurde 2003 mit der Übernahme der Bucher-Hydromäher ausgeweitet.

Die Motormäher mit hydrostatischem Fahrantrieb wurden von Bucher Industries übernommen. Anfangs hat Reformwerke Wels diese Motormäher lediglich importiert und unter der Marke Reform verkauft. Später wurde der Bereich Motormäher von Bucher Industries übernommen und die Bucher Elite Motormäher werden seitdem als Reform M9 bzw. M14 verkauft.

Seit 2010 werden die Motormäher von der Schweizer Firma Rapid übernommen und in Österreich in Rot unter der Marke Reform verkauft. Die Typenbezeichnungen lauten RM7 (Rapid Rex), RM8 (Rapid Swiss), RM9 (Rapid Mondo), RM13 (Rapid Universo) und RM20 für das Parallelmodell vom Rapid Euro[3]. Die Motormäher sind bis auf die rote Farbe weitestgehend identisch.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reform stellt Hanggeräteträger (Metrac), Spezialtransporter (Muli), Spezialtraktoren (Mounty) und Motormäher her. Die Maschinen werden in Wels gefertigt.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reformwerke Wels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikibooks: Traktorenlexikon: Reform – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.eilbote-online.com/magazin/artikel/kiefer-aus-dorfen-uebernommen
  2. Historikerkommission der Republik Österreich: "Arisierungen," beschlagnahmte Vermögen, Rückstellungen und Entschädigungen in Oberösterreich, Oldenbourg Verlag, 2004, S.493 ISBN 978-3-486-56779-3
  3. http://www.schweizerbauer.ch/htmls/artikel_22106.html
  4. http://www.reform.at
  5. Johannes Paar: Metrac H8 X, das neue Spitzenmodell von Reform. In: Landwirt Die Fachzeitschrift für die bäuerliche Familie. 11. Oktober 2014, abgerufen am 8. Februar 2016.

Koordinaten: 48° 10′ 4″ N, 14° 0′ 57″ O