Dorfen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Dorfen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Dorfen
Dorfen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dorfen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 16′ N, 12° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Höhe: 465 m ü. NHN
Fläche: 99,56 km²
Einwohner: 14.407 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 145 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 84405,
84428 (Bachzelten)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 115
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 2
84405 Dorfen
Webpräsenz: www.dorfen.de
Erster Bürgermeister: Heinz Grundner (CSU)
Lage der Stadt Dorfen im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
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Dorfen ist eine Stadt im Osten des oberbayerischen Landkreises Erding. Flächenmäßig ist Dorfen die größte Stadt im Landkreis und mit 99,56 km² die viertgrößte Stadt Oberbayerns.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfen liegt im Tal der Isen etwa 50 km östlich von München und etwa 20 km östlich von der Kreisstadt Erding entfernt. Mit einer Fläche von fast 100 km² ist Dorfen die flächenmäßig viertgrößte Stadt Oberbayerns – nur München, Beilngries und Ingolstadt haben eine größere Fläche. Trotz der überwiegend hügeligen Landschaft rund um das Isental liegt die Stadt selbst im flachen Tal.

Stadtgemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Dorfen gehören seit 1978 die ehemaligen Gemeinden Eibach, Hausmehring, Tegernbach (Grüntegernbach und Wasentegernbach), Schiltern, Schwindkirchen, Watzling und Zeilhofen.[2] Weitere wichtige bzw. größere Gemeindeteile sind Algasing, Esterndorf, Jaibing, Oberdorfen, Kloster Moosen, Wölling, Hampersdorf, Kalling, Landersdorf.

Stadtviertel von Dorfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altstadt, Isener Siedlung, Südliche Vorstadt/Bahnhofssiedlung, Kremser/Siedlung am Schulzentrum/Dammerlberg, Lerchenhuber Siedlung/Buchbacher Straße-Ost/Furt, Moosner Siedlung/Am Brühl, Obermühle/Am Mitterfeld/Am Oberfeld und Bernöder Siedlung.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Dorfen grenzen Buchbach, Lengdorf, Obertaufkirchen, Schwindegg, Sankt Wolfgang, Taufkirchen und Velden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfen wurde im Jahre 773 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, das trifft auch für Oberdorfen zu, da nicht nach Dorfen und Oberdorfen unterschieden wurde.

Durch Herzog Ludwig dem Kelheimer wurde Dorfen um 1230 systematisch angelegt, als Stützpunkt gegen das Hochstift Freising (Herrschaft Burgrain) und gegen die Grafschaft Haag und als wirtschaftliches Zentrum für das Gebiet zwischen Erding, Landshut, Wasserburg am Inn und Mühldorf am Inn. Zwischen 1229 und 1237 bekam der Ort wohl durch seinen Nachfolger Herzog Otto II. den Erlauchten das Marktrecht verliehen. Die niederbairischen Herzöge statteten den Markt mit Rechten und Freiheiten aus und verliehen ihm 1331 das Landshuter Marktrecht mit zahlreichen Verbesserungen gegenüber den früheren Privilegien. Dorfen wurde zum Sitz eines Landrichters und bekam 1324 und 1331 die selbständige niedere Gerichtsbarkeit sowie die bürgerliche Selbstverwaltung verliehen – so dass das Dorfen des 13. und 14. Jahrhunderts nach seiner Anlage und seinem Wirtschaftsleben in nichts den Städten der damaligen Zeit nachstand.

Im Dreißigjährigen Krieg besetzten die Schweden 1632 und 1634 den Markt, plünderten, mordeten und brannten die Häuser nieder. In ihrem Gefolge erschien die Pest, die ein Drittel der noch verbliebenen Bevölkerung hinwegraffte. Im 17. und 18. Jahrhundert war Dorfen mit der Gnadenmutter von Dorfen eine der meist besuchten Wallfahrtsstätten Südbayerns.

Um 1885/90 wurde das Haager Tor abgebrochen und die Wallanlage entfernt sowie der Wassergraben zugeschüttet und als Fußweg angelegt. 1910 fand der Dorfener Bierkrieg statt: Als die Maß Bier aufgrund eines Malzaufschlags um zwei Pfennige teurer werden sollte, kochte die Volksseele. Streik- und Boykottaufrufe heizten die Stimmung weiter an. Die Wirtschaften der beiden Brauereien gingen durch Brandstiftung in Flammen auf, das Feuer griff auf weitere Häuser über. In München wurden Pioniere in Bereitschaft gesetzt, sie kamen aber nicht zum Einsatz, denn die Preiserhöhung wurde zurückgenommen. Mehrere Verhaftungen und Strafverfahren beendeten die Unruhen. In den 1920er-Jahren wurde nach einer verheerenden Überschwemmung die Isen begradigt, die vorher in Schleifen um den Markt verlaufen war. In den Jahren nach 1945 entwickelten sich die Moosener Siedlung, Isener Siedlung und die Lerchenhuber Siedlung, die heute zusammen etwa 2500 Bewohner zählen. Am 10. November 1954 wurde Dorfen durch den bayerischen Innenminister Wilhelm Hoegner zur Stadt erhoben. In Dorfen erscheint das deutschlandweit letzte Anzeigenblatt mit dem Namen Intelligenzblatt. Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die ehemals selbständige Gemeinde Watzling und ein Teil der Gemeinde Eibach eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Hausmehring und Schwindkirchen (mit dem am 25. November 1864 eingegliederten Stollnkirchen) hinzu. Die am 1. Januar 1972 aus dem Zusammenschluss der damaligen Gemeinden Grüntegernbach und Wasentegernbach neu gebildete Gemeinde Tegernbach wurde am 1. Mai 1978 fast vollständig in die Stadt Dorfen eingegliedert. Die Ortsteile Endsberg und Stetten mit insgesamt nur elf Einwohnern wurden an die Gemeinde Schwindegg (Landkreis Mühldorf) abgetreten. Außerdem wurde die gesamte Gemeinde Zeilhofen eingegliedert.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Stadt Dorfen

Das Wappen der Stadt Dorfen ist historisch und geht auf Siegel aus dem 14. Jahrhundert zurück: „In Blau drei, zwei zu eins gestellte silberne Häuschen mit goldenen Dächern.“

Neben dem Wappen führt die Stadt eine Flagge in den Farben Blau-Rot.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtratswahl am 16. März 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 62,18 % (2008: 64,14 %) zu folgendem Ergebnis:[3]

Partei / Liste Stimmenanteil G/V Sitze
CSU 30,87 % + 6,08 7
SPD 15,27 % + 1,40 4
Grün-Alternative Liste (GAL) 14,20 % + 3,40 3
Überparteiliche Wählergemeinschaft (ÜWG) 10,91 % − 2,74 3
Landliste Dorfen West (LDW) 07,95 % − 1,00 2
Gemeinwohl Schwindkirchen 07,68 % + 0,65 2
Liste Gemeindewahl Tegernbach (TEG) 07,02 % − 0,61 2
Eibacher Wählergemeinschaft (EWG) 06,09 % − 2,13 1
Gesamt (Stimmenanteil gerundet) 100 % 24

Zusätzlich gehört dem Stadtrat auch der Erste Bürgermeister an.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Heinz Grundner (CSU). In der Stichwahl 2008 wurde er mit 56,06 % der gültigen Stimmen gewählt. Bei der Kommunalwahl 2014 wurde er mit 57,0 % der Stimmen wiedergewählt.[4] In der Wahlperiode 2014–2020 ist Zweiter Bürgermeister Günther Drobilitsch (Gemeinwohl) und Dritte Bürgermeisterin ist Doris Minet (ÜWG).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Dorfen

Der Marktplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert ist die aus vier kreuzförmig angelegten Plätzen gestaltete Dorfener Innenstadt (angelegt im 13. Jahrhundert) mit noch drei vorhandenen mittelalterlichen Stadttoren und stattliche Bürgerhäusern mit Fassaden aus Barock und Biedermeier. Frühklassizistische Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt. 1783/84 wurde sie nach Langhausesgewölbe-Einsturz unter Einbeziehung der spätgotischen Gebäudeteile neu errichtet. Die Marienleben-Deckenfresken wurden von Johann Huber angefertigt. Der original vorhandene Asam-Altar wurde 1868 abgebrochen und durch einen neugotischen Altar ersetzt. Die Verwendung von kirchlichen Spendengeldern für den Rückbau des Altars nach den alten Plänen führte 1971 zu Jugendprotesten.

Wallfahrtsstätte Mariä Himmelfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Altötting galt Dorfen bis vor 100 Jahren noch als der zweitgrößte Marienwallfahrtort Bayerns. Bis zu 300.000 Pilger kamen pro Jahr um die Gnadenmutter von Dorfen zu grüßen. Auch heute noch machen sich bayernweit viele Wallfahrer ob zu Fuß oder mit dem Bus auf den Weg nach Dorfen.

Weihnachtskrippe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfener Krippe. Prächtig ausgestattete Krippenfiguren (Gliederpuppen mit spätbarocken Schnitzköpfen) von 1720, restauriert 1990–1995. Kommt jährlich zur Weihnachtszeit zur Ausstellung in der Kirche Maria Dorfen.

weitere Sakralbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die weiteren Sakralbauten Marktkirche St. Veit, Pestkirche St. Sebastian und die Etzkapelle.

Kulturzentren und Veranstaltungshäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jakobmayersaal. Ballsaal im ersten Stock eines nach dem Bierkrieg von 1910 errichteten Großgasthauses. Das Gebäude, in dem sich der Jakobmayersaal befindet, wurde von der Stadt Dorfen gekauft. Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wurde der Saal im Oktober 2011 wieder eröffnet.

Hemadlenzn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschlandweit bekannt ist der Hemadlenzn-Umzug, der seit fast 100 Jahren am Unsinnigen Donnerstag durchgeführt wird. Rund 5000 Dorfener Bürger aber auch Reisende aus Köln, Berlin, Passau und anderen Teilen Deutschlands ziehen im weißen Nachthemd singend und feiernd durch die Straßen der Innenstadt. Nach einem Rundgang durch die Stadt wird der Hemadlenz dann kurz vor 12 Uhr am Marienplatz seiner Bestimmung übergeben – dem Feuer. Symbolisch sollte damit unter großem Jubel und dem Absingen der Dorfener Narrenhymne der Winter ausgetrieben werden.

Dorfner Liedertafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfener Liedertafel. Im Jahre 1875 entschlossen sich 22 Bürger, einen Männergesangsverein, die Liedertafel zu gründen. Es wurden in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts Theater-Stücke mit Gesang und Operetten aufgeführt. Mit der Zeit nahm der Verein auch Frauen in ihre Reihen auf. Die 1200-Jahr-Feier der Stadt Dorfen wurde 1973 mit einem Festkonzert der Liedertafel geschmückt. Heute ist die Liedertafel Dorfen ein gemischter Chor mit 50 Mitgliedern.

Schauspielgruppe Gymnasium Dorfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schauspielgruppe Gymnasium Dorfen wurde im Jahre 1977 von Karen Müller-Kuhnhenn aus der Taufe gehoben. Von Beginn an wurde Wert auf anspruchsvolle Theaterstücke wie Antigone, Arsen und Spitzenhäubchen und Das Gespenst von Canterville gelegt. Hier sammelten die beiden Schwestern Angela und Simone Ascher erste Erfahrungen in der Schauspielkunst. Die Theatergruppe wurde schon mehrmals auf Kreis- und Bezirksebene ausgezeichnet.

Bierkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Dorfener Bierkrieg

Deutschlandweit bekannt ist der sogenannte Bierkrieg, der alle Jahre wieder am Marktplatz vor einem großen Publikum nachgespielt wird. Im Jahre 1910 wurde angekündigt, dass das Bier um 2 Pfennig teurer wird. Die aus der Wut der Bürger entstandenen Folgen waren abgebrannte Häuser sowie ein Streit mit der Brauerei Bachmayer. Auch das bayrische Fernsehen und zahlreiche Journalisten lassen sich dieses einmalige Ereignis nicht entgehen.

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Dorfen und ihre Gemeindeteile verfügen über 150 Vereine in den Bereichen Kultur und Brauchtum, Wohlfahrts- und Rettungsdienst sowie in vielen Sportsparten. Der größte ist der 1965 gegründete Skiclub Dorfen mit über 1700 Mitgliedern ist der größte, die Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft von 1832 der älteste Verein. Erwähnung verdienen auch der 1869 gegründete Breitensportverein TSV Dorfen mit über 1100 Mitgliedern in den Sportarten Basketball, Faustball, Fußball, Judo, Karate, Leichtathletik, Turnen und Volleyball sowie der seit 1967 bestehende ESC Dorfen, der das Eisstadion Dorfen betreibt..

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziemlich zentral befindet sich das Heimatmuseum des historischen Kreis Dorfen.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im direkten Stadtgebiet gibt es die große Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, St. Sebastian, St. Nikolaus und die Etzkapelle, im Umland St. Veit Marktkirche in Jaibing, St. Johannes der Täufer in Hampersdorf, St. Peter und Paul Kirche in Jakobrettenbach und St. Jakokus Kirche in Staffing,

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfen liegt an der Bundesstraße 15 zwischen Landshut und Rosenheim sowie an der von der Südostbayernbahn betriebenen Bahnstrecke München–Mühldorf die einen Teil der Europamagistrale prägt. Die Fahrzeit mit der Bahn zum Münchner Ostbahnhof beträgt etwa 35 Minuten. Am Bahnhof Dorfen beginnt der Vilstalradweg, der über Taufkirchen bis Velden auf der ehemaligen Bahnstrecke Dorfen–Velden verläuft. Seit mehreren Jahren wird an der Fertigstellung des letzten Teilstück der A94 gebaut. Brücken und ein Fundament sind bereits fast fertig. Die Bundesregierung versicherte eine Einweihung noch vor 2020. Seit über 30 Jahren wird über den Ausbau der Bahnstreckenabschnitts Ampfing – Markt Schwaben diskutiert, bei dem das Eisenbahnbundesamt die Planung bis Mitte 2014 nun veröffentlichte, jedoch hinzufügte, dass jede Menge Gelder für den zweigleisigen Ausbau fehlen. Mittlerweile scheint eine Fertigstellung vor 2025 eher unrealistisch.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Ziegelei Meindl befindet sich in Dorfen eines der größten und modernsten Dachziegelwerke Deutschlands, das 2005 durch die belgische Etex Group übernommen wurde. Weitere nennenswerte Betriebe sind Doma Fördertechnik, HAWE Hydraulik aber auch die Firma Kiefinger sowie die Brauerei Bachmayer. Ein weiterer nennenswerter Arbeitgeber in Dorfen ist das Kloster der barmherzigen Brüder und zugleich Behindertenheim Algasing im gleichnamigen Ortsteil.

Bildungsangebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt selbst besitzt zwei Grundschulen, eine Mittelschule, ein Gymnasium, sowie ein Förderzentrum. Über eine Eröffnung einer Realschule wird seit Jahren diskutiert.[5] Die nächstgelegene Realschule befindet sich in der Nachbargemeinde Taufkirchen/Vils. Zudem bieten die Kreisstädte Mühldorf und Erding ein ausführlicheres Bildungsangebot wie die Fachoberschule, eine Kreismusikschule sowie auch eine Berufsschule an.

Krankenhäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die medizinische Krankenversorgung gibt es das Kreiskrankenhaus Dorfen, eine Außenfiliale des Kreiskrankenhaus Erdings. Eine Fachklinik für Innere Medizin, sowie das MVZ Dorfen (Ärztehaus) mit chirurgischen Fachpraxen ist ebenso gegeben. Über die Stadt verteilt gibt es zahlreiche Allgemeinärzte und Zahnarztpraxen.

Zukunftsplanungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Ende 2015 ist der Bau einer Filiale der Fast-Food-Kette McDonald’s am oberen Kreisel bei Armstorf geplant.

Von einem größeren Einkaufszentrum ähnlich der Riem Arcaden war viele Jahre die Rede, es wurde jedoch nicht weiter verfolgt.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Dorfen landschaftlich reizvoll gelegen ist und mit den südlich angrenzenden Landschaften Lappachtal, Goldachtal und dem Gattergebirge (mit) die schönsten Landschaften im Landkreis Erding aufweisen kann, ist die Stadt – vom Wander- und Radwegenetz abgesehen – touristisch nicht erschlossen.
Das Isental ist bekannt für seine harmonische Hügellandschaft, die Quellen und Bäche hervorbringt. Im Volksmund wird es auch als die Dorfner Alpen oder die Dorfner Gebirgsketten bezeichnet. Unterkunftsmöglichkeiten sind in Dorfen vom 2*-Standardzimmer bis zur 3*-Superior-Suite vorhanden. Folgende Betriebe bieten Betten an: Hotel Wailtl (10 Zi.) Hotel Marienhof (31 Zi.), Hotel Bastei (8 Zi.) in der Innenstadt, Gasthof Grüner Baum (8 Zi.), Tagwerk Öko-Hotel (6 Zi.) in Bahnhofsnähe.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Dorfen geboren / aufgewachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten mit Verbindung zur Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Martin Bauer, Schriftsteller, wirkte und starb in Dorfen.
  • Paul Dubotzki, Fotograf, Maler, Regisseur am Laientheater.
  • Matthias Fackler, Altarschreiner, lebte und starb in Dorfen.
  • Christian Harl, katholischer Geistlicher und Mitglied des Deutschen Reichstags, wirkte und starb in Dorfen.
  • Max Hertwig, Grafikdesigner, lebte und starb in Dorfen.
  • Cleo Kretschmer, Schauspielerin, lebt in Dorfen.
  • Doris Maase, Ärztin und Widerstandskämpferin, starb in Dorfen.
  • Georg Ratzinger, Prälat, Bruder von Papst Benedikt XVI., ehemaliger Leiter der Regensburger Domspatzen, Kaplan und Chorregent von Maria Dorfen in den 1950er Jahren.
  • Johann Reichhart, Scharfrichter, starb in Dorfen.
  • Hans Söllner, bayrischer Liedermacher, nahm einige Platten in der Soafa in Dorfen auf: Für Marianne und Ludwig (1987), Wos reimt se scho auf Nicki… (1987) und ...Ungehörtes und Unerhörtes (1992).
  • Joseph von Widnmann, Landrichter von Dorfen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. GenWiki
  3. Website Dorfen – Wahlen: Ergebnis zur Stadtratswahl 2014 am 16.03.2014
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
  5. http://www.merkur-online.de/lokales/regionen/vorerst-keine-realschule-dorfen-266781.html
  6. kultur-arbeitskreis-dorfen.de: Wandinger

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dorfen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien