Regionalwissenschaften

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Dieser Artikel behandelt die sich mit Weltregionen beschäftigenden wissenschaftlichen Disziplinen. Die gleichnamige sozioökonomische Disziplin findet sich unter Regionalwissenschaft.

Die Regionalwissenschaften (auch: Regionalstudien; selten: Arealwissenschaften) beschäftigen sich mit Gesellschaft, Kultur und Geschichte jeweils einer bestimmten Weltregion sowie ihren Sprachen, deren zugehörigen Literaturen und linguistischer Analyse. Zudem spielt auch die aktuelle Politik eine nicht unbedeutende Rolle. Sie sind also insgesamt von starker Interdisziplinarität geprägt und lassen sich den Kulturwissenschaften zurechnen.

Bedeutende Regionalwissenschaften, die an zahlreichen Universitäten als eigenständige Studienfächer angeboten werden, sind z. B. Sinologie, Japanologie, Indologie, Vietnamistik, Südostasienwissenschaften, Afrikanistik, Koreanistik oder Skandinavistik. Im Studium nimmt der Spracherwerb regelmäßig eine herausragende Stellung ein.

Zu unterscheiden sind die Philologien, wie z. B. Anglistik, die sich speziell mit der englischen Sprache und Literatur befasst, während es sich bei der Amerikanistik um eine Regionalwissenschaft im o. g. Sinne handelt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Masao Miyoshi, Harry Harootunian (Hrsg.): Learning Places, The Afterlives of Area Studies. Duke University Press, Durham NC u. a. 2002, ISBN 0-8223-2826-7 (Asia-Pacific. Culture, Politics, and Society).
  • Birgit Schäbler (Hrsg.): Area Studies und die Welt. Weltregionen und neue Globalgeschichte. Mandelbaum Verlag, Wien 2007, ISBN 978-3-85476-241-6 (Globalgeschichte und Entwicklungspolitik 5).