Renate Brauner

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Renate Brauner 2014

Renate Brauner (* 23. Oktober 1956 in Wien) ist eine österreichische Politikerin der Wiener SPÖ. Sie war von 2007 bis 2015 Landeshauptmann-Stellvertreterin und Vizebürgermeisterin in Wien. Seit 1996 ist sie amtsführende Stadträtin in Wien.

Kommunalpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die studierte Ökonomin ist seit 22. Jänner 2007 amtsführende Stadträtin für Finanzen, Wirtschaftspolitik und Wiener Stadtwerke und war von 2007 bis 2015 Vizebürgermeisterin der Stadt Wien, somit gleichzeitig Landeshauptmann-Stellvertreterin des Landes Wien.

Von 1983 bis 1990 war Brauner Mitglied der Bezirksvertretung des 5. Wiener Gemeindebezirks, Margareten, und von 1990 bis 1996 Gemeinderätin und Abgeordnete zum Wiener Landtag. Seit 1996 ist sie als amtsführende Stadträtin Mitglied des Stadtsenates und der Landesregierung. Von 1996 bis 2004 war sie für Integration, Frauenfragen, Konsumentenschutz und Personal zuständig, 2001 übernahm sie zusätzlich die Zuständigkeit für die Feuerwehr. Von Juli 2004 bis Jänner 2007 war sie amtsführende Stadträtin für Gesundheit und Soziales. Nach der Pensionierung des langjährigen Stadtsenatsmitgliedes Vizebürgermeister Sepp Rieder wurden Brauner am 25. Jänner 2007 dessen Ämter übertragen (siehe Landesregierung und Stadtsenat Häupl IV). Brauner ist daher seit 23. März 2007 auch Präsidentin des Wiener Tourismusverbandes.[1]

Parteifunktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renate Brauner ist seit 1997 Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, stellvertretende Vorsitzende der Bundesfrauenorganisation der SPÖ, stellvertretende Landesparteivorsitzende der Wiener SPÖ und stellvertretende Bundesparteivorsitzende der SPÖ.

Von 1989 bis 1994 war sie Landesfrauensekretärin der SPÖ Wien und von 1994 bis 1996 Landesparteisekretärin der SPÖ Wien. Von 1998 bis April 2009 war sie Vorsitzende der SPÖ Margareten.[2]

Weitere Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2001 fungiert Brauner als Präsidentin des Vereins „Die Helfer Wiens“ (ehem. Wiener Zivilschutzverband). Seit 2005 ist sie stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums des Fußballklubs SK-Rapid Wien.

Seit 16. November 2011 ist sie Präsidentin des Verbandes der Öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG). In dieser Funktion löste sie Christian Oxonitsch ab.[3]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Dezember 2007 ernannte Papst Benedikt XVI. sie zur Komturdame des Päpstlichen Ritterordens des heiligen Gregors des Großen.[4] Der Orden wurde ihr am 25. Juni 2008 durch den Wiener Erzbischof, Kardinal Schönborn, überreicht.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brauner war frühere Lebensgefährtin des damals noch jungen Politikers und heutigen Bürgermeisters Michael Häupl. Die enge Freundschaft soll laut Medienberichten bis heute bestehen, nur „auf wenige Menschen kann sich“, so die „Wiener Zeitung“ im Oktober 2010, „Häupl so blind verlassen wie auf seine Stellvertreterin.“[5]

Weiters wird Brauner regelmäßig als potentielle Kandidatin erwähnt, wenn darüber spekuliert wird, wer die Nachfolge Häupls, der seit 1994 als Bürgermeister amtiert, antreten könnte. Von Gegnern werden seit etwa 2010 immer wieder Gerüchte, Brauner könnte zurücktreten, lanciert; zu diesen Gerüchten trugen Berichte der Wiener Kronen-Zeitung bei, in denen Brauner kritisiert wurde, obwohl die Stadtverwaltung in diesem Blatt nach wie vor oft und umfangreich inseriert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Meldung der Rathauskorrespondenz der Stadt Wien vom 23. März 2007
  2. Lebenslauf von Renate Brauner auf wien.gv.at. Abgerufen am 10. Mai 2012.
  3. Brauner übernimmt Präsidentschaft des VÖWG. In: Pressemeldung der Rathauskorrespondenz, 17. November 2011. Abgerufen am 10. Mai 2012.
  4. AAS 100 (2008), n. 9, p. 671.
  5. Rosemarie Schwaiger: Wiener SPÖ: Eine schrecklich nette Familie. In: Tageszeitung Die Presse, Wien, Printausgabe, 10. Oktober 2010. Abgerufen am 10. Mai 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Renate Brauner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien